Königs Wusterhausen: DRK verzeichnet trotz Corona Anstieg der Blutspenden
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Teltow-Fläming Trotz Corona: Viele Menschen wollen Blut spenden
Lokales Teltow-Fläming Trotz Corona: Viele Menschen wollen Blut spenden
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16:49 26.03.2020
Viele Menschen wollen in der Coronakrise Blut spenden. Quelle: Christian Charisius/dpa
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Königs Wusterhausen

Immer mehr Menschen in Teltow-Fläming und Dahme-Spreewald wollen auch in Zeiten der Coronakrise Blut spenden, das teilt der Blutspendedienst Nord-Ost des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) mit. Der DRK-Blutspendedienst Nord-Ost koordiniert unter anderem Blutspenden in Berlin und Brandenburg.

Blutspenden sind von den seit Sonntag geltenden Kontaktverboten und Ausgangsbeschränkungen ausdrücklich ausgenommen. „Die Bereitschaft ist im Moment überwältigend“, sagt die Pressesprecherin des Blutspendedienstes, Kerstin Schweiger.

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Blutkonserven: Das Gesundheitssystem benötigt einen beständigen Fluss an Blutspenden. Quelle: Sebastian Kahnert/dpa

Der medizinische Geschäftsführer des DRK-Blutspendedienstes Nord-Ost, Torsten Tonn, bedankte sich für die große Blutspendebereitschaft in Zeiten der Corona-Krise: „Wir sind überwältigt von der hohen Resonanz und danken den Blutspendern für die überaus große selbstlose Unterstützung.“

Termine künftig online reservieren

Um das Ansteckungsrisiko so gering wie möglich zu halten, hat der Blutspendedienst bereits am 16. März weitreichende Sicherheits- und Hygienemaßnahmen ergriffen. Personen mit Erkältungssymptomen würden nicht zu Blutspendeterminen zugelassen, erklärt die Sprecherin. Mitarbeiter kontrollieren künftig den Einlass, befragen die Spender zu möglichen Symptomen und messen bei ihnen Fieber.

Um die Anzahl der Personen bei der Blutspende möglichst gering zu halten und die Abstandsregeln einzuhalten, bittet der Blutspendedienst darum, Termine vorab online zu reservieren. So sollen Spender, Mitarbeiter und ehrenamtliche Helfer vor einer möglichen Ansteckung geschützt werden.

Care-Pakete statt Buffet für die Blutspender

Auf das bislang bei der Blutspende übliche Buffet werden die Spender in der nächsten Zeit verzichten müssen, sagt Eva Lehmann, Ehrenamtskoordinatorin beim DRK-Kreisverband Fläming-Spreewald. „Leider können wir im Moment aus Hygienegründen keinen frisch zubereiteten Imbiss anbieten, stattdessen gibt es fertig gepackte Care-Pakete.“

Blut spenden in der Coronakrise

Blutspenden sind von den geltenden Kontaktverboten und Ausgangsbeschränkungen explizit ausgenommen.

Der DRK-Blutspendedienst Nord-Ost bittet mögliche Spender, die Online-Terminreservierung zu nutzen, um die Anzahl von Anwesenden auf Terminen zu reduzieren und die Abstandsregeln einhalten: www.terminreservierung.blutspende-nordost.de

Personen mit Erkältungssymptomen, Fieber und Durchfall werden nicht zur Blutspende zugelassen. Sie werden gebeten, gar nicht erst zu den Terminen zu erscheinen.

Das Blutbarometer auf der Website des DRK-Blutspendedienstes stellt tagesaktuell den Vorrat an Blutkonserven je nach Blutgruppe dar: www.blutspende-nordost.de

Trotz der derzeit hohen Spendenbereitschaft, sei es wichtig, auch in den kommenden Wochen kontinuierlich Blut zu spenden, um den Bedarf sichern, sagt Kerstin Schweiger. „Durch das Coronavirus könnten uns viele Stammspender wegbrechen.“ Da Blutkonserven nicht unbegrenzt haltbar sind, benötige das Gesundheitssystem einen beständigen Zufluss an Blutspenden.

Blutspendebarometer zeigt Blutvorräte an

Während sich das aus einer Blutkonserve gewonnene Blutplasma bis zu zwei Jahre lang halten kann, sind rote Blutkörperchen nur 42 Tage lang, und Blutplättchen, die insbesondere in der Krebstherapie eingesetzt werden, lediglich fünf Tage lang verwendbar.

Auf seiner Website hat der Blutspendedienst Nord-Ost ein virtuelles Blutspendebarometer eingerichtet, auf dem die Blutvorräte je nach Blutgruppe tagesaktuell angezeigt werden. Der Blutspendedienst bittet die Spender, sich je nach Stand der Blutkonserven für einen Spendentermin anzumelden.

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Von Feliks Todtmann