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Kommunalwahl 2014 Die Kommunalwahl in Am Mellensee
Lokales Teltow-Fläming Kommunalwahl 2014 Die Kommunalwahl in Am Mellensee
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00:03 22.05.2014
Am Mellensee

Das Prinzip Hoffnung bestimmt die Politik in der Gemeinde Am Mellensee. Nur wenn es gelingt, mehr Geld in die Kassen zu spülen, kann sich die Kommune künftig Vorzeige-Projekte wie das Rathaus in Klausdorf oder die Sport- und Mehrzweckhalle in Mellensee leisten.  
Dass diese beiden Vorhaben in die Tat umgesetzt werden konnten, daran haben die scheidenden Gemeindevertreter großen Anteil. Bei der Kommunalwahl 2008 waren 18Sitze zu vergeben. Die Linke gewann fünf Sitze, gefolgt von CDU (4), SPD (4), Unabhängiger Wählergemeinschaft (4) und FDP (1). Die Wahlbeteiligung lag bei 48 Prozent. „Sehr konstruktiv“ nennt Bürgermeister Frank Broshog (parteilos) die Zusammenarbeit mit den Gemeindevertretern. „Da gab es nur selten Polemik und es ging immer um Sachfragen.“ Leider lässt der wirtschaftliche Aufschwung weiter auf sich warten. Schuld daran ist, dass bis zur finalen Entscheidung über den BER-Standort vor dem Bundesverwaltungsgericht 2007 das Ausweichgelände in Sperenberg mit einem Planungsvorbehalt belegt war. Als das Gericht entschied, waren potentielle Investoren längst über alle Berge.

Wahl

In der Gemeinde Am Mellensee gibt es 5681Wahlberechtigte. Darunter sind 113 Jugendliche zwischen 16 und 18 Jahren, die allerdings nicht an der Europawahl teilnehmen dürfen.

90 Helfer sind in 10 Wahlbüros aktiv.

Um die 18Sitze in der Gemeindevertretung bewerben sich Kandidaten von Parteien und Listenvereinigungen: UWG (14), CDU (9), Die Linke (8), SPD (7), Freie Wähler Am Mellensee (4).

Nicht wieder zur Wahl als Gemeindevertreter stehen Egon Reetz und Karl-Heinz Klinnert (beide SPD), Dirk Hohlfeld und Christian Wuthe (beide Linke). pe

Nun will die Gemeinde als naturnaher Wohnstandort mit Wald, Wiese und Wasser punkten. Voraussetzung dafür ist eine gute Infrastruktur. Dazu zählt das neue Rathaus, das in Klausdorf auf einer ehemaligen Industriebrache entstand. Vorher war die Verwaltung in Sperenberg und Klausdorf, nun nur noch an einem Standort untergebracht. Das bedeutet kürzere Wege für Mitarbeiter und Bürger.
Gelungen ist der Bau der Sport- und Mehrzweckhalle in Mellensee. Schüler und Vereine nutzen die BBG-Arena. Weiter haben sich dort die neue Sportart Floorball und der Landesleistungsstützpunkt Leichathletik etabliert.

Ein Dauerbrenner bleibt der schlimme Zustand der Straßen. Um das 48Kilometer lange Straßennetz zu erhalten beziehungsweise auszubauen, bräuchte die Kommune über eine Million Euro.
Nicht nur dafür fehlt das Geld. Um die Abwanderung junger Leute aus der 6500-Einwohner-Gemeinde zu stoppen, müssten bezahlbare Wohnungen für junge Familien oder Singles gebaut werden. Dazu ist die Gemeinde aus eigener Kraft nicht in der Lage.

Angesichts der Finanzmisere ist ein Geschenk besonders willkommen. Das Land will der Gemeinde ihren rund 192 Hektar großen Anteil am Mellensee kostenfrei übergeben. Dann hätte man endlich Planungssicherheit für die Strandbäder in Mellensee und Klausdorf.

Ansonsten hängen die Hoffnungen an einem Projekt auf dem ehemaligen rund 3500Hektar großen Militärgelände in Kummersdorf-Gut. Dort will die Kommune in Eigenregie einen Windpark errichten und betreiben. Ein Teil des Erlöses soll in die Infrastruktur fließen. Regionalplaner und Denkmalschützer aber wollen keine Windräder auf dem Gelände zulassen, wo seit 1875 für das Militär geforscht wurde. Verhärten sich die Fronten weiter, dürfte die Liegenschaft dauerhaft für eine Nutzung verloren sein.

Auf www.MAZ-online.de/kommunalwahl2014 haben wir eine Sonderseite zur Wahl eingerichtet. Dort haben wir alle wichtigen Informationen und Artikel zur Kommunalwahl gebündelt.

Von Frank Pechhold

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