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Teltow-Fläming Kulturzentrum hat sich etabliert
Lokales Teltow-Fläming Kulturzentrum hat sich etabliert
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14:29 02.04.2018
„Das Haus“ in Altes Lager mit künsterlisch gestaltetem Vorplatz. Quelle: Martina Burghardt
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Altes Lager

„Der Höhepunkt in diesem Jahr war ganz eindeutig die Vereinsgründung“, sagt Andrea Schütze. Die Geschäftsführerin des Kulturzentrums „Das Haus“ in der Gemeinde Niedergörsdorf blickt zufrieden auf das Jahr 2016 zurück. Die Mitglieder des neuen Freundeskreises unterstützen sie intensiver bei der konzeptionellen und organisatorischen Arbeit und halten das Gelände mit Frühlings- und Herbstputz in Ordnung. Im abgelaufenen Jahr ebneten sie so den Weg für insgesamt 26 kulturelle Veranstaltungen im Kulturzentrum – bekanntester Künstler war Markus Maria Profitlich. „Einmal im Jahr ausverkauft sein zu können, ist toll für uns und das haben wir mit ihm geschafft“, sagt Andrea Schütze.

„Haus“-Geschäftsführerin Andrea Schütze. Quelle: Victoria Barnack

Die „Haus“-Chefin weiß allerdings auch kleinere Veranstaltungen zu schätzen. „Kabarett läuft im Haus immer gut“, erzählt sie aus den inzwischen 20 Jahren, in denen das Kulturzentrum als Bühne dient. Erst im November lockte Tatjana Meissner wieder zahlreiche Gäste an. Die erfolgreichste Lesung 2016 gab Franziska Troegner im Februar. Junges Blut und den Kleist Klassiker „Der zerbrochene Krug“ brachten außerdem die Nachwuchsschauspieler vom Jungen Schlosspark Theater aus Berlin auf die Bühne. Die neue Kooperation soll den Wegzug des Theaters ’89 ausgleichen und weiterhin erstklassige Vorführungen in der Gemeinde Niedergörsdorf bieten.

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Kabarettistin Tatjana Meissner bei einem Auftritt im „Haus“. Quelle: Helmut Balke

Auch aus dem zweiten, wichtigen Bereich vom „Haus“ kann Andrea Schütze Positives berichten. „Bei den Vermietungen sind die Einnahmen im Vergleich zum Vorjahr um 15 Prozent gestiegen“, sagt sie, „im Vergleich zum Jahr 2012 konnten wir sie sogar verdoppeln.“ Das Haus ist nach 20 Jahren offenbar wahrlich angekommen in der Region. Zu Festivals auf dem nahe gelegenen, ehemaligen Flugplatz sind alle Zimmer schon Monate im Voraus ausgebucht. Neben den zahlreichen Übernachtungsgästen gab es 2016 auch 14 Familienfeiern und 13 Trauungen im Haus. „Auch für Familienfeiern in einigen Monaten haben wir schon Anfragen“, berichtet Andrea Schütze weiter.

In diesem Jahr wird Schauspieler Sky dy Mont in Altes Lager erwartet. Quelle: imago

Die frühzeitigen Anfragen sind durchaus berechtigt. Denn das Programm für das neue Jahr steht seit einigen Wochen fest. Es ist eine Mischung aus Bewährtem und Neuem. So wird es 2017 natürlich wieder Auftritte des Raduga-Chores, Live-Musik zum Männertag, Bühnenstücke für und mit den Kindern der Gemeinde und Kabarett – allerdings mit einer neuen Künstlerin: Frieda Braun – geben. „Auch die Kooperation mit dem Jungen Schlosspark Theater möchten wir auf jeden Fall fortsetzen“, kündigt Schütze an. Im Juli lädt das Ensemble zum Sommertheater mit dem Stück „Die Möwe“ von Anton Tschechow. Mit Auftritten von Sky du Mont, der Band Keimzeit und Ilan Weiss alias Doktor Brenner aus „In aller Freundschaft“ wird auch bundesweite Prominenz im Haus zu sehen sein.

„Die Wünsche der Gäste inspirieren uns immer wieder“, erläutert die Geschäftsführerin das neue Programm. Deshalb wird es 2017 auch wieder Blasmusik geben. Immerhin macht die ältere Generation die Mehrheit des Haus-Publikums aus. 2016 kamen mehr als 500 Senioren zu den elf Seniorennachmittagen der Gemeinde nach Altes Lager.

Besucher und Investitionen

Insgesamt besuchten 5500 Gäste Das Haus im vergangenen Jahr.

4100 davon kamen als Publikum zu Veranstaltungen. Der Rest blieb für eine oder mehrere Übernachtungen.

Das Gebäude mit militärischer Vorgeschichte wird seit 1996 zivil genutzt. Es hat umfasst 3700 Quadratmeter nutzbare Fläche plus Außenanlagen.

Baulich wurden 2016 13 000 Euro für eine neue Brandmeldeanlage in dem Kulturzentrum investiert.

2017 stehen vor allem Malerarbeiten und die Ausstattung der Zimmer auf dem Plan.

Darüber hinaus möchte das Kulturzentrum einen modernen Eindruck vermitteln. Dank Fördermitteln kann man sich 2017 einen langjährigen Wunsch erfüllen. „Wir arbeiten an einem Imagefilm“, sagt Andrea Schütze. Der knapp zweiminütige Clip soll die Gäste auf der Internetseite begrüßen und „zeigen, dass man im ,Haus’ zu Hause sein kann“, so die Chefin.

Das Programm startet im „Haus“ am 8. Januar um 14 Uhr mit dem Neujahrskonzert des Duos Primavera und Musik auf Geige und Piano.

Von Victoria Barnack