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Teltow-Fläming Weiterhin Zank um die Doppelkurve
Lokales Teltow-Fläming Weiterhin Zank um die Doppelkurve
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18:41 27.03.2019
Danny Eichelbaum (M.) mit den Anwohnern Annett Schicht und Thomas Hirte in der Westkurve. Quelle: fotos: Uwe Klemens (2)
Hohengörsdorf

 Wer in Hohengörsdorf wohnt, braucht ebenso starke Nerven wie die Lenker großer Fahrzeuge, die dort vorbeikommen. Denn die Doppelkurve in der Ortsmitte ist dem Verkehrsaufkommen schon seit Jahrzehnten nicht mehr gewachsen. Bereits in den 70er Jahren gab es deshalb Planungen, die durch den Ort führende, damalige Fernverkehrs- und heutige Bundesstraße B 102 um die Ortschaft herumzuführen.

Teure Planung für den Papierkorb

Die Entwurfsplanung hierfür liegt seit Ende der 90er Jahre beim zuständigen Landesbetrieb Straßenwesen (LS) in der Schublade. Anstatt die damals knapp 13.000 D-Mark teure Planung endlich umzusetzen, favorisiert der Landesbetrieb mittlerweile die Verbreiterung der Kurven. Nicht nur die Anwohner, sondern auch Danny Eichelbaum (CDU), der Vorsitzender des Verkehrsausschusses des Landtages ist, sowie Amtsdirektor David Kaluza schütteln darüber den Kopf. Bei einem Vor-Ort-Termin machte sich Eichelbaum nun selbst ein Bild von der Situation. Er versprach, sich im Landtag für einen Stopp des Kurvenausbaus einzusetzen und statt dessen die Planung der Ortsumfahrung weiter voranzutreiben.

Denn der Verbreiterung der fast rechtwinkligen Kurven sind aufgrund der Bebauung Grenzen gesetzt. Der innenliegende Bürgersteig der so genannten Ostkurve misst schon jetzt etwa nur einen Meter und wird seit Jahren, inklusive der aufgestellten Plastikpoller, immer wieder von den großen Lkws zerfahren. Noch schlimmer sieht es in der Westkurve aus, wo der Bürgersteig keine 30 Zentimeter breit ist. Begegnen sich in diesem Bereich größere Fahrzeuge, schrammen der Spiegel und Aufbauten immer mal wieder gegen die Hauswand, wie deutlich zu erkennen ist.

Zittern zwischen Ost- und Westkurve

Annett Schicht, die in der Westkurve wohnt, ist mit den Nerven fast am Ende. „Immer wieder zerfahren die ausscherenden Laster meinen Bürgersteig und sind schon mehrfach im Zaun gelandet“, beschreibt Schicht die Situation. Auch der von ihr vor den Zaun gelegte und mit Erde befüllte Traktorreifen und der ebenfalls von ihr zwischen Fahrbahnkante und Bürgersteig angehäufte, kleine Erdwall haben eher symbolische Wirkung. Dass Schicht von diesem schmalen Sicherheitsstreifen, der sich auf ihrem Grundstück befindet, nun ein großes Stück für die Verbreiterung der Kurven abtreten soll, komme nicht in Frage, zeigt sie sich empört.

Echte Verbesserung eher fraglich

Doch nicht nur die Sicherheit von Anwohnern und Fußgängern würde beim Kurvenausbau weiter leiden. Auch die Sinnfrage stellt sich. Einen Beweis, dass es nach der eher kosmetischen Kurvenmaßnahme mit dem Abbiegen der großen Fahrzeugen besser klappt, vermissen Kaluza und Eichelbaum bis heute. „Die Kurve ist aus straßenverkehrsrechtlicher Sicht problematisch, da die erforderlichen Schleppkurven für größere Fahrzeuge wie Lkw und Bus nicht vorhanden sind. Nach den jetzigen Regelwerken zum Straßenbau würde ein Neubau einer Bundesstraße so nicht erfolgen“, heißt es in einer fachlichen Stellungnahme des Straßenverkehrsamtes des Landkreises, das bei der Planung jedoch kein Mitspracherecht besitzt.

Viel Zeit, den LS zu überzeugen, bleibt nicht. Ende Mai soll die Ostkurve für 100.000 Euro gebaut werden. Sobald die Grundstücksfrage geklärt ist, soll die Westkurve folgen.

Von Uwe Klemens

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