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Teltow-Fläming Landesbetrieb erläutert strenge Regeln
Lokales Teltow-Fläming Landesbetrieb erläutert strenge Regeln
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18:25 07.09.2017
Edgar Gaffry (r.) ist Vorstand für Planung und Bau im Landesbetrieb Straßenwesen. Quelle: Peter Degener
Luckenwalde

Im Landkreis Teltow-Fläming sind an Landesstraßen kaum neue Radwege geplant. Bis 2030 erfüllen angesichts der geringen finanziellen Ressourcen des Landesbetriebs Straßenwesen nur vier Wege die Kriterien.

Die Bedarfsliste ist zwar bereits im Juni vorgestellt worden, aber weil der Ausschuss für Regionalentwicklung und Bauplanung des Kreises in seiner jüngsten Sitzung Zweifel an diesen Kriterien für die Bedarfsliste des Landesbetriebs Straßenwesen angemeldet hatte, lud der Ausschuss am Dienstag Edgar Gaffry, den Vorstand für Bau und Planung, in seine jüngste Sitzung ein.

Die Landesstraßen wurden „von Ortsschild zu Ortsschild“ betrachtet

Gaffry und ein Mitarbeiter erläuterten, wie die Punktezahlen zustande kamen, anhand derer die Reihenfolge des Ausbaus erfolgen soll. Die Anbindung an Bahnhöfe und Schulen wurde demnach besonders hoch gewertet. Außerdem wurde eine touristische Bedeutung und der Lückenschluss an bestehenden Radtrassen angerechnet. Es wurden dabei kurze Abschnitte der Landesstraßen „von Ortschild zu Ortsschild“ betrachtet.

Landesweit sind demnach 28 Wege mit 71 Kilometern Länge bereits soweit geplant und finanziert, dass sie als indisponibel gelten. in Teltow-Fläming sind das die Verbindungen von Kummersdorf-Gut in Richtung Sperenberg und von Ludwigsfelde nach Neubeeren. Dann folgen 36 weitere Wege mit 98 Kilometer Länge, die besonders viele der Kriterien erfüllen.

Davon sieht der Landesbetrieb die Verbindungen von Brusendorf nach Dahlewitz und Lüdersdorf nach Trebbin wegen der weiterführenden Schulen und Bahnhofsanbindung als „vordringlichen Bedarf“ für den Zeitraum 2025 bis 2030.

„Es muss Zäsuren geben, wo man mit dem Aufwand einer Planung beginnt“

Für den von Nutzern, Gemeinde und Kreis einhellig geforderten Radweg an der L73 zwischen Hennickendorf und Dobbrikow machte Gaffry vorerst wenig Hoffnung. Der Ausschussvorsitzende Winand Jansen (SPD) fand das Teilstück nicht einmal im „weiteren Bedarf“, der frühestens nach 2030 realisiert wird. „In der Straßenverkehrszählung von 2010 und auch in den neuen Zahlen von 2015 lag dieser Abschnitt der Landesstraße unter der Grenze von 2500 Fahrzeugen am Tag“, so Edgar Gaffry.

Edgar Gaffry vom Landesbetrieb Straßenwesen Quelle: Peter Degener

„Es ist zwar ärgerlich, aber es muss Zäsuren geben, wo man mit dem Aufwand einer Planung beginnt und für uns ist das Straßenverkehrsaufkommen ein wesentliches Merkmal. Das sind harte Grenzen, die einheitlich im ganzen Land angewandt werden“, erklärte Gaffry.

Für den Weg an der L73 wird es ein Sicherheitsaudit geben

Auf Nachfrage des Beigeordneten Detlef Gärtner (SPD) versprach Gaffry aber, dass bis Jahresende das Ergebnis eines Sicherheitsaudits vorlegen werde. Dabei wird die Straße unter dem Gesichtspunkt der Sicherheit für Radfahrer geprüft. Durch viele Kurven und Leitplanken gilt die Strecke als besonders gefährlich. Dies könnte trotz vergleichsweise geringer Auslastung eine eigene Fahrradtrasse rechtfertigen.

Zum geplanten Radweg von Kummersdorf-Gut bis kurz vor Sperenberg musste Gärtner mitteilen, dass das Verfahren kurz vor der Ausschreibung unterbrochen worden ist. Der Naturschutzverband BUND hat beim Kreis Teltow-Fläming Widerspruch gegen die Ausbaupläne eingelegt, weil die Untere Naturschutzbehörde ihn nicht ordentlich an dem Verfahren beteiligt habe.

Das Straßenverkehrsaufkommen

Im Jahr 2010 und erneut 2015 wurden Straßenverkehrszählungen in Brandenburg durchgeführt.

Erst, wenn eine Straße von mindestens 2500 motorisierten Fahrzeugen innerhalb von 24 Stunden genutzt wird, kommt sie beim Landesbetrieb Straßenwesen für straßenbegleitende Radwege in Betracht.

Dabei wird an mindestens sechs Zähltagen eine Statistik erstellt. Hierbei werden Schul- und Ferientage, sowie Werktage und der Verkehr am Wochenende berücksichtigt.

Von Peter Degener

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