Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Teltow-Fläming Landkreis warnt: Türen und Fenster geschlossen halten
Lokales Teltow-Fläming Landkreis warnt: Türen und Fenster geschlossen halten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:49 06.06.2019
Der Qualm aus Jüterbog wurde am Dienstag bis nach Berlin und Potsdam geweht. Quelle: Julian Stähle
Jüterbog

Wegen des Waldbrandes bei Jüterbog rät der Landkreis Teltow-Fläming weiter nachdrücklich dazu, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Der Rauch war bis weit über die Grenzen des Landkreises hinaus zu bemerken, wie die Behörde mitteilte. Das werde voraussichtlich auch heute wieder der Fall sein. Auch Berlin und Potsdam waren von Rauch- und Geruchsbelästigungen betroffen.

Bei Waldbränden entstehen Rauchgase, vergleichbar wie beim Lagerfeuer. Wenn sie von Waldbränden in die umliegenden Regionen ziehen, bekommen auch Menschen, die weit vom Ort des Geschehens entfernt sind, sogenannten „Brandsmog“ ab. Winzige Staub- und Rauchpartikel reizen Rachen, Bronchien und Lunge, besonders bei Menschen mit Atemwegserkrankungen. 50 Kilometer entfernt vom Brandherd ist der Rauch aber bereits so stark verdünnt, dass keine Gesundheitsgefahr besteht.

Immer noch über 500 Hektar in Flammen

In unmittelbarer Nähe des Brandes kann er hingegen lebensbedrohlich sein. Seine Hitze kann die Atemwege zuschwellen lassen und die Schleimhaut zerstören. Außerdem entsteht bei der Verbrennung das Gas Kohlenmonoxid: Wer es einatmet, leidet unter Sauerstoffmangel, der zunächst Schwindel und Kopfschmerzen auslöst und unbehandelt zum Tod führen kann.

Seit Montag kämpft die Feuerwehr auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Jüterbog gegen das Feuer. Am Mittwoch brannten noch über 500 Hektar, wie der Landkreis mitteilte. „Nach wie vor brennt es bei Frankenförde“, hieß es. „Aktuell hat die Rauchentwicklung zwar etwas nachgelassen, sie wird aber im Laufe des Tages mit steigenden Temperaturen mit Sicherheit wieder zunehmen.“

In Brandenburg ist die Waldbrandgefahr auch am Mittwoch wieder sehr hoch. In 13 von 14 Landkreisen gilt die höchste Gefahrenstufe 5, wie das Umweltministerium auf seiner Internetseite mitteilte. Das Wetter bleibt nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes vorerst weiter heiß und trocken. Am Mittwoch sollten die Temperaturen demnach auf bis zu 36 Grad steigen. Erst am Donnerstagmittag seien kräftige Schauer und Gewitter möglich.

Lesen Sie mehr:

Das bedeuten die Waldbrandgefahrenstufen

Brandgeruch erreicht Potsdam

Karte: hier brennt es in Brandenburg

3500 Quadratmeter in Wolfslake in Flammen

Von MAZonline/dpa

Immer noch brennen bis zu 600 Hektar Wald auf dem ehemaligen Schießplatz bei Jüterbog. Laut dem brandenburgischen Umweltministerium gab es im Land seit der Wende keinen größeren Waldbrand.

05.06.2019

Immer noch brennen bis zu 600 Hektar Wald auf dem ehemaligen Schießplatz bei Jüterbog. Laut dem brandenburgischen Umweltministerium gab es im Land seit der Wende keinen größeren Waldbrand.

08.06.2019

600 Hektar - die Fläche ist riesig und dazu mit Munition verseucht. Gegen Flammen und Glutnester sind die Löschkräfte Tag und Nacht im Dauereinsatz. Der Rauch treibt mittlerweile bis nach Brielow, Radewege und Brandenburg/Havel.

05.06.2019