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Teltow-Fläming Landratswahl in Teltow-Fläming ist gestartet
Lokales Teltow-Fläming Landratswahl in Teltow-Fläming ist gestartet
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17:34 09.09.2013
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Luckenwalde

Der bisherige Landrat  von Teltow-Fläming, Peter Giesecke, war 2012 abgewählt worden. Der SPD-Politiker war wegen Untreue und Vorteilsnahme verurteilt worden.

Sie alle haben die Chance, bei der Landratswahl für Teltow-Fläming am 9. September das Rennen zu machen. Am Montag stellten sich 33 Kandidaten im Kreistag in Luckenwalde vor - 31 von ihnen ließ sich fotografieren.

Eigentlich sollte sein Nachfolger direkt von den Bürgern gewählt werden. Doch das Interesse in Teltow-Fläming war gering. So gering, dass die Wahl jetzt an den Kreistag, sprich die Kreistagsabgeordneten zurückfällt.

Ende März waren die Teltow-Fläminger das erste Mal aufgerufen, einen Nachfolger für Peter Giesecke zu wählen. Bis zwei Wochen vor der Wahl galt eigentlich Gieseckes Parteigenosse Frank Gerhard als klarer Favorit für den Posten. Doch kurz vor der Wahl geriet er in eine Korruptionsaffäre. So konnte seine härteste Konkurrentin Kornelia Wehlan von den Linken Boden gut machen.

Nach der ersten Wahl am 24. März lag dann auch Kornelia Wehlan mit  36,7 Prozent deutlich vor Frank Gerhard (24,2 Prozent). Weil Wehlan nicht die absolute Mehrheit erreichte, wurde eine Stichwahl zwischen ihr und dem SPD-Politiker nötig.

Die Stichwahl fand am 14. April statt. Und auch hier gab es keinen Sieger. Zwar setzte sie sich erneut deutlich gegen Gerhard durch - mit 66,2 Prozent. Allerdings hätten mehr Bürger ihre Stimme abgeben müssen. Bei einer Direktwahl müssen für einen Kandidat mehr als 15 Prozent aller Wahlberechtigten stimmen. Das erreichte Wehlan nicht. 541 Stimmen fehlten ihr am Schluss.

Die Direktwahl war damit also gescheitert. Statt der Bürger müssen nun die Kreistagsabgeordneten einen neuen Landrat bestimmen.

Die Stelle war öffentlich ausgeschrieben, 63 Bewerbungen gingen in Luckenwalde ein. 33 Interessenten haben sich kürzlich im Kreistag vorgestellt. Die Wahl beginnt um 17 Uhr und wird sich wahrscheinlich sehr lange hinziehen. Denn die Kreistagsfraktionen können noch vor der Wahl Vorschläge abgeben. Bei der geheimen Wahl werden alle 56 Kreistagsmitglieder namentlich aufgerufen und müssen ihren Stimmzettel abgeben. Im ersten Wahlgang gewinnt, wer 29 von 56 Stimmen bekommt. Gelingt dies keinem Kandidat, gibt es einen zweiten Durchgang. Dann reicht die einfache Mehrheit.

Auch Kornelia Wehlan tritt wieder an. Ihre Fraktion, die Linke, hat im Kreistag 14 von 56 Mandaten. Als Favoritin geht sie daher nicht ins Rennen. Das ist Andreas Fredrich, der als gemeinsamer Kandidat der CDU und der SPD ins Rennen geht.

MAZ

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