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Teltow-Fläming So wollen die Kandidaten das drohende Verkehrschaos rund um den BER verhindern
Lokales Teltow-Fläming So wollen die Kandidaten das drohende Verkehrschaos rund um den BER verhindern
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18:33 28.08.2019
Am 1. September findet die Landtagswahl statt. Quelle: dpa
Teltow-Fläming

Sieben Kandidaten bewerben sich um das Direktmandat im Wahlkreis Teltow-Fläming III (WK 25). Auf MAZ-Anfrage haben sie Fragen zu ihren Plänen als Landtagskandidat beantwortet und sich kurz vorgestellt – dafür gab es jeweils eine vorgegebene Maximallänge für die Antworten. Das wollen sie bezüglich der Verkehrssituation um den BER erreichen.

Ortwin Baier (SPD): Mehr ÖPNV und SPNV möglichst kostengünstig im Zehn-Minuten-Takt anbieten. Die Erkenntnisse der neuen Verkehrsstudien der IHK und des Dialogforums BER aus 2019 in konkrete Maßnahmen unter finanzieller Beteiligung aller BER-Gesellschafter umsetzen. Anwohnerschallschutz vor Verkehrslärm umsetzen.

Robert Trebus (CDU): Die Verkehrsplanung ist über 20 Jahre alt und muss dringend auf den Prüfstand. Primär müssen die Umlandgemeinden geschützt werden und der Individualverkehr muss durch attraktive ÖPNV-Angebote reduziert werden. Gleichzeitig dürfen wir die Wirtschaft nicht vergessen. Ein Park & Ride Zentrum mit einer intelligenten Anbindung kann eine Lösung sein.

Carsten Preuß (Linke): Der Luftverkehr am BER sollte nicht uferlos wachsen. Ich bin daher für ein Nachtflugverbot, gegen den Bau einer 3. SLB und für die Einführung der Kerosinsteuer. Für die Bewältigung des Verkehrsaufkommens sind großräumige, intelligente Verkehrslenkungssysteme erforderlich. Die Bahnangebote zum Flughafen müssen verstärkt, der Ausbau der Dresdener Bahn forciert werden. Die U 7 sollte bis zum BER verlängert werden. Erforderlich ist eine Attraktivierung des öffentlichen Verkehrs.

Daniel Freiherr von Lützow (AfD): Zusätzliche Buslinien, wie zum Beispiel den 275er, aus Lichtenrade wieder nach Blankenfelde-Mahlow fahren zu lassen. Den Flughafenzubringer in Mahlow halten zu lassen und somit den Individualverkehr zu minimieren.

Philipp Maaßen (Grüne): Damit der Verkehr rund um den BER nicht eskaliert, darf es keine weitere Zunahme des Flugverkehrs geben. Eine dritte Start- und Landebahn lehne ich ab. Wenn die Kapazität nicht ausreicht, ist nicht der Flughafen zu klein, sondern der Luftverkehr zu groß. Auch braucht es ein Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr. Ich befürworte lärmabhängige Gebühren.

Matthias Stefke (BVB/FW): Ein Verkehrsinfarkt für die Umlandgemeinden ist – erst recht wegen des sogenannten „Masterplan 2040“ für den BER mit dann bis zu 60 Millionen Passagieren – absehbar. Dessen Lage im Raum macht Lösungen so extrem schwierig. Abhilfe kann, wenn überhaupt, nur eine deutliche Steigerung des öffentlichen Personennahverkehrs bringen.

Corina Jäger (FDP): Aus unserer Sicht muss der Flughafen Tegel im Betrieb bleiben, damit insbesondere auch die Verkehrsbelastung rund um den BER (sollte dieser jemals in Betrieb gehen) entlastet wird. Darüber hinaus müssen Blankenfelde-Mahlow an den Flughafenexpress angeschlossen und das ÖPNV-Angebot ausgeweitet werden.

Hier geht es zu den weiteren Fragen

Übersicht über die Kandidaten und deren Antworten auf MAZ-Fragen

Von MAZonline