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Teltow-Fläming Erinnerungen an eine unbeschwerte Zeit
Lokales Teltow-Fläming Erinnerungen an eine unbeschwerte Zeit
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00:18 05.02.2019
Andrea Kilz erinnert sich gern an ihre Kindheit auf dem Dorf zurück. Quelle: Isabelle Richter
Hohenahlsdorf

 Röststullen vom Herd und Gummihopse mit den Freunden – nur zwei von vielen Kindheitserinnerungen, auf die Andrea Kilz gern zurückblickt. Um sie für immer festzuhalten, hat die 44-Jährige Ende vergangenen Jahres ein Buch mit dem Titel „Erinnerungen eines Dorfkindes in der DDR“ veröffentlicht.

Am Sonntag liest sie ab 14.30 Uhr Auszüge daraus im Hohenahlsdorfer Bauernstübel. Die Anzahl an Plätzen ist bereits ausgeschöpft. Einen Zusatztermin soll es deshalb am 17. Februar zur selben Zeit am selben Ort geben.

Ein besonderes Geschenk für die Mutti 

Andrea Kilz wuchs in der heutigen Gemeinde Niederer Fläming im Ortsteil Welsickendorf auf. Ihre Mutter stammt von dort – ihr Vater aus Hohenahlsdorf. Oft verbrachte sie deshalb auch dort viele gemeinsame Stunden mit ihren Großeltern und ihrer Tante. Inzwischen lebt die selbständige Physiotherapeutin und Autorin an einem ruhigen Fleckchen in der Stadt Falkenberg (Elbe-Elster).

Andrea Kilz liebt die Natur. Für sie bedeute sie Freiheit. Ein Gefühl, dass sie Dank ihrer Kindheit schon früh zu schätzen lernte. „Ich bin sehr, sehr dankbar auf dem Dorf groß geworden zu sein“, sagt die 44-Jährige.

Aus dieser Dankbarkeit heraus ist auch ihr neuestes Buch entstanden. „Ich habe schon vor vielen Jahren damit begonnen, meine Kindheitserinnerungen niederzuschreiben. Der Geburtstag meiner Mutti im vergangenen Jahr, war der Anlass, den ersten Teil endlich fertigzustellen“, berichtet die Autorin.

Kurz darauf gab es die erste Lesung in ihrem Heimatort Welsickendorf. „Es ist schön zu sehen, wie die Geschichten bei den Zuhörern selbst ganz viele Erinnerungen wecken“, sagt die 44-Jährige.

„Es ist der Überfluss, der uns Stress macht“

Obwohl sie in der DDR aufgewachsen ist, kann Andrea Kilz rückblickend guten Gewissens behaupten, dass es ihr als Kind an nichts gefehlt hat. Denn obwohl es bestimmte Dinge nur einmal in der Woche gab oder sie die Badewanne noch umständlich per Eimer befüllen musste, war das Leben aus ihrer Sicht lockerer und unbeschwerter als heute.

Trotz Smartphones und Supermärkten an jeder Ecke, die einem das Leben oft erleichtern, findet Andrea Kilz: „Wir leben in einer schnelllebigen Zeit – viele Dinge sind so selbstverständlich. Ich glaube heute ist es der Überfluss, der uns Stress macht.“

10 Mark für ein Poster der Lieblingsband

Beim Thema Wertschätzung erinnert sich die Autorin sofort an eine witzige Anekdote. „Früher war es auch etwas ganz Riesiges, wenn jemand mal eine Bravo aus dem Westen bekommen hatte. Da waren immer diese Poster drin. Die haben wir entweder getauscht oder sogar dafür bezahlt. Unsere Eltern haben uns dann einen Vogel gezeigt, weil wir dafür zehn Mark ausgegeben haben.“

Was sich übrigens hinter dem Titel ihrer Lesung „Von Dankbarkeit bis Pykaryl“ oder dem Satz „Einen Fußball verschlucken ist nicht schwer“ auf ihrem Buchcover verbirgt, will Andrea Kilz noch nicht verraten. Sicher ist aber, dass es beim Besuch der Lesung eine Antwort darauf gibt.

Darüber hinaus bekommen die Gäste auch noch Wissenswertes zum Thema Gesundheit geboten. Denn neben ihren Kindheitserinnerungen wird die 44-Jährige außerdem von ihren gesammelten Erfahrungen als Physiotherapeutin und Naturliebhaberin berichten. Auch darüber hat Andrea Kilz nämlich ein ganzes Buch geschrieben.

Von Isabelle Richter

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