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Teltow-Fläming Liebesbriefe-Lesung im Schloss Baruth
Lokales Teltow-Fläming Liebesbriefe-Lesung im Schloss Baruth
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15:17 18.03.2019
Sybille Böversen und Heinz Klevenow tragen bei „Love Letters“ Inhalte der Liebesbriefe vor.         Quelle: Andreas Staindl
Baruth

Was passiert, wenn sich zwei Menschen über lange Zeit Briefe schreiben? Wenn sie sich über das, was sie sich schreiben, ineinander verlieben. Einfach so, ohne sich regelmäßig gesehen zu haben. Die szenische Lesung „Love Letters“ gibt Antworten darauf. Sie wurde am Sonntagnachmittag im Schloss Baruth aufgeführt.

Nur 25 Besucher im Saal

Das Interesse hielt sich allerdings in Grenzen. Etwa 25 Besucher waren dabei, zahlreiche Stühle blieben frei. Wilken Straatmann war dennoch nicht unzufrieden: „Der Anfang ist gemacht. Es wird weitere ähnliche Veranstaltungen geben.“ Der Geschäftsführer der Unoment GmbH mit Sitz im Museumsdorf Baruther Glashütte will anspruchsvolle Kultur an besondere Orte bringen. Mit der Neuen Bühne in Senftenberg (Oberspreewald-Lausitz) gibt es einen exzellenten Partner, der seit etwa einem Jahr mit dem Museumsdorf in Glashütte kooperiert. Erste gemeinsame Veranstaltungen gab es schon in der Alten Hütte und in der Schule in Baruth. Jetzt gastierte die Neue Bühne mit „Love Letters“ im Schloss Baruth. Die Schauspieler Sybille Böversen und Heinz Klevenow schlüpften in die Rollen der beiden Akteure. Andy Makepeace und Melissa Gardner heißen diese im 1988 uraufgeführten Stück von Albert Ramsdell Gurney. Beide sind gutbürgerliche Königskinder aus dem 20.Jahrhundert in Amerika Er liebt sie und sie liebt ihn. Sie finden dennoch nicht zueinander, schreiben sich allerdings 50 Jahre lang Briefe.

Schauspieler agieren hervorragend

Was sie schreiben, das brachten die beiden Schauspieler den Besuchern näher. Sybille Böversen und Heinz Klevenow verstehen es hervorragend, nicht nur Worte und Sätze wiederzugeben sondern auch die jeweilige Gefühlslage der beiden Briefpartner darzustellen. Sie schaffen es, einen Spannungsbogen aufzubauen, lassen die Zuhörer quasi am Leben der beiden Schreibenden teilhaben. Ihre Körpersprache, Mimik und Gestik sind einfach köstlich. Eifersucht, Schwärmerei, Entfremdung und wieder zueinanderfinden. Die so unterschiedlichen Charaktere der beiden verstärkt die Wirkung, spitzt ihre Beziehung regelrecht zu. Andy ist karrierebewusst, steif, dafür aber beherrscht, Melissa dagegen emotional, chaotisch, später dem Alkohol verfallen. Beide lernen sich schon als Grundschüler kennen, bleiben jahrzehntelang per Briefe in Kontakt, obwohl sie jeweils andere Partner heiraten, mit ihnen auch Kinder bekommen.

Emotionales und kritisches Stück

„Love Letters“ ist nicht nur unterhaltsam sondern auch ein gesellschaftskritisches Stück, weil es die Rolle der Frau in der bürgerlichen Gesellschaft darstellt. Mehr als 90 Minuten tragen Sybille Böversen und Heinz Klevenow die Liebesbriefe vor. Romantische und einfühlsame Worte wechseln mit frechen, manchmal sogar leicht vulgären Bemerkungen. Der Brief-Dialog lebt genau davon.

Von Andreas Staindl

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