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Teltow-Fläming Linkenpolitikerin besucht Agrargenossenschaft
Lokales Teltow-Fläming Linkenpolitikerin besucht Agrargenossenschaft
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20:30 21.08.2019
Kirsten Tackmann nahm sich Zeit, um mit den Meinsdorfer Landwirten aktuelle Probleme in der Agrarpolitik zu sprechen. Quelle: Uwe Klemens
Meinsdorf

Im Rahmen ihrer alljährlichen Sommertour besuchte die Bundestagsabgeordnete Kirsten Tackmann am Mittwochnachmittag die Meinsdorfer Agrargenossenschaft Ländeken. In ihrer Eigenschaft als Obfrau im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft informierte sich die Linken-Politikerin über die aktuellen Sorgen der Landwirte allgemein, sowie die konkreten Probleme der Meinsdorfer Genossenschaftsbauern. Neben der Geschäftsführerin des Kreisbauernverbandes Teltow-Fläming nahmen die Linken-Politiker Carsten Preuß, umweltpolitischer Fraktionssprecher im Landtag, Wolfgang Mädlow, Referent für Umwelt, Landwirtschaft und Verbraucherschutz im Landtag, sowie der Kreisvorsitzende Teltow-Fläming, Felix Thier, an der Gesprächsrunde teil.

Biogas-Anlage ist das Rückgrat des Betriebes

Größtes Problem des Meinsdorfer Betriebes ist derzeit der Erhalt seiner vor knapp 20 Jahren errichteten Biogasanlage. Obwohl die Genossenschaft seit langem wegen der innerbetrieblichen Kreislaufwirtschaft als Vorzeigebetrieb gilt, machen neue Regelungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes und neue Standards bei der Einspeisung ins Edis-Netz dem Unternehmen zu schaffen. Die Anlage verwertet die bei der Schweinemast anfallenden Abfallprodukte und kann sich dadurch mit Strom und Wärme selbst versorgen. Der Verkauf überschüssiger Energie ist eine der wichtigsten Säulen der Wirtschaftlichkeit.

Umstrittene Ferkel-Kastration

Zweites, konkretes Thema des Besuchs war die Kastration von männlichen Ferkeln. Nach geltendem Recht dürfte dies in Deutschland nur mit Betäubung geschehen, wird aber von der Fleischindustrie-Lobby mit nicht rentablen Aufkaufpreisen unterlaufen, wie Tackmann erbost feststellte. Die Meinsdorfer selbst haben sich für die Isofluran-Narkose entschieden, die allerdings als umstritten gilt, da die Dosierung unter einer Maske nicht hundertprozentig erfolgen kann und an den Seiten austretendes Gas auf Dauer die Gesundheit der Mitarbeiter gefährdet. Für Tackmann, die selbst gelernte Tierärztin und Tierseuchenbekämpferin ist, gibt es nur zwei akzeptable Methoden: Der generelle Verzicht auf die Kastration oder aber die vorherige Betäubung mit der Spritze.

Weitere Themen des Nachmittags waren die nicht genug ausgewogenen Förderungen für Landwirte, bürokratische Hindernisse und die Marktbeherrschende und -bestimmende Rolle der Industrie und des Handels.

Von Uwe Klemens

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