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Teltow-Fläming Freispruch für die Angeklagte
Lokales Teltow-Fläming Freispruch für die Angeklagte
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01:15 11.02.2019
Das Luckenwalder Amtsgericht am Markt. Quelle: Hartmut F. Reck
Luckenwalde

Mit einem Freispruch für Sandy P. endete am Freitag am Amtsgericht Luckenwalde der Prozess um die „Nichtanzeige geplanter Straftaten“. Der 43-Jährigen hatte die Staatsanwaltschaft vorgeworfen, von den Brandanschlags-Plänen ihres Bruders Dirk P. und zwei weiterer Täter gewusst zu haben, ohne etwas dagegen zu unternehmen. Die drei inzwischen verurteilten Täter hatten in der Nacht des 1. Oktober 2016 eine Asylunterkunft in Jüterbog mit selbst gebauten „Molotowcocktails“ angegriffen. Verletzt wurde damals niemand, dennoch lautete die Anklage auf versuchten Mord und schwere Brandstiftung.

Die Männer sollen zuvor im Beisein von Sandy P. und einer weiteren Zeugin verabredet haben, dass man etwas gegen die Flüchtlinge unternehmen und das Asylbewerberheim „abfackeln“ müsse. „Die Angeklagte soll davon erfahren haben zu einer Zeit, da man die Tat noch hätte abwenden können“, erklärte der Staatsanwalt.

Kein Zeuge bestätigt die Vorwürfe

Doch keiner der geladenen Zeugen bestätigte am Freitag diese Vorwürfe. Chris P., der Neffe der Angeklagten, der zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden war, verweigerte mit Hinweis auf die Verwandtschaftsbeziehung die Aussage.

Ebenso Dirk P., der Bruder der Angeklagten, der als Haupttäter damals zu sechseinhalb Jahren Freiheitsstrafe verurteilt worden war. Aus einer Justizvollzugsanstalt war er am Freitag nach Luckenwalde gebracht und mit aufwendiger Justiz-Begleitung in Handschellen vorgeführt worden. Nach seiner Aussageverweigerung verließ er selbstbewusst und gut gelaunt nach zwei Minuten wieder den Gerichtssaal.

Staatsanwalt plädiert auf Freispruch

Der dritte, zu drei Jahren Jugendstrafe verurteilte Täter, Felix G., und auch die Zeugin Janine N., die Ex-Freundin eines der Verurteilten, konnten sich nicht daran erinnern, dass die Angeklagte etwas von den Anschlagsabsichten mitbekommen habe.

Der Staatsanwalt hob die Hände: „Der Verdacht lässt sich nicht erhärten, es gibt keine Beweise“, sagte er, „mir bleibt nichts anderes übrig, als auf Freispruch zu plädieren.“

Der Anwalt war zufrieden: „Es kommt selten vor, dass ich mich den Worten des Staatsanwaltes anschließe“, sagte er. Dem hatte Richterin Stephanie Haensel nichts hinzuzufügen.

Von Elinor Wenke

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