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Teltow-Fläming Sparkassen-Direktorin geht in den Ruhestand
Lokales Teltow-Fläming Sparkassen-Direktorin geht in den Ruhestand
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16:46 26.06.2019
MBS-Pressesprecher Robert Heiduck verabschiedet sich von der Filialdirektorin Monika Thinius. Quelle: Elinor Wenke
Luckenwalde

„Die Sparkasse war mein zweites Zuhause“, beschreibt Monika Thinius ihre berufliche Laufbahn, die sie nun nach 41 Jahren beenden wird. Die 61-jährige Luckenwalder Filialdirektorin geht dank einer Vorruhestandsregelung in die Freizeitphase des Ruhestands und hat am Freitag, dem 28. Juni, ihren letzten Arbeitstag.

Nach vier Jahrzehnten kennt Monika Thinius nicht nur ihre Sparkasse in- und auswendig. Sie selbst ist in der Region, bei Kunden, in Politik und Wirtschaft bekannt. Sie ist Vorstandsmitglied in der Bildung-, Jugend-, Kultur- und Sportstiftung in Teltow-Fläming und hat auch über die Verwendung von Spenden für Vereine und Organisationen mitentschieden.

Alsbald Führungsaufgaben

Nach ihrer Lehre zur Finanzkauffrau sattelte Monika Thinius ein Fernstudium zur Finanzökonomin auf. 1978 begann ihre Tätigkeit in der damaligen Kreissparkasse Zossen. Alsbald wurden ihr Führungsaufgaben übertragen.

Mit der Kreisgebietsreform im Jahr 1994 fusionierten auch die Sparkassen Luckenwalde, Jüterbog und Zossen zur Kreissparkasse Teltow-Fläming. Monika Thinius wurde Personalchefin und Leiterin des Vorstandssekretariats. Sie absolvierte noch ein Zusatzstudium zum Sparkassen-Betriebswirt.

Fusion als Zäsur

Die Fusion mit der Mittelbrandenburgischen Sparkasse im Jahr 2003 war eine Zäsur. „Ich wollte nicht nach Potsdam gehen, sondern in den Vertrieb“, berichtet die angehende Ruheständlerin. Sie wurde Regionaldirektorin und ist heute zuständig für 35 Mitarbeiter und sechs Geschäftsstellen – zwei in Luckenwalde und Jüterbog, je eine in Dahme und Baruth.

Zu den Sternstunden ihrer Karriere zählte die Währungsunion 1990. „Es war ein spannendes und erhebendes Gefühl. Jeden Abend gab es eine neue Info zu den Umtauschmodalitäten“, erinnert sich Monika Thinius. Die Euro-Umstellung lief dagegen relativ unspektakulär. „Die Fusion mit der MBS war eine schwierige Zeit. Da hab ich zum ersten Mal überlegt, alles hinzuschmeißen“, sagt sie. „Von der Geschäftsführung war keiner mehr da und ich habe die Emotionen der Mitarbeiter abgefangen.“ Bald kamen wieder bessere Zeiten.

Viel zu tun im Ruhestand

Einen Banküberfall hat Monika Thinius zum Glück nicht erlebt, musste aber Mitarbeiter in Dahme nach einem derartigen Trauma betreuen. Dass es in der Filiale Dahmer Straße einen Gas-Alarm gab, obwohl gar keine Gasleitungen liegen und dass ein Auto versehentlich in die Scheibe in der Filiale Weststraße fuhr, erlebte sie nur am Rande.

Ihr Ruhestand wird für die Sperenbergerin eher ein Unruhestand, denn Monika Thinius will nächstes Jahr den Trainingsschein für Yoga erlangen und mit ihrem Mann Dieter noch die halbe Welt bereisen.

Von Elinor Wenke

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