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Luckenwalde Ärger über Wegweiser auf der Fläming-Skate
Lokales Teltow-Fläming Luckenwalde Ärger über Wegweiser auf der Fläming-Skate
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17:03 12.07.2019
Verblasst: Einwohner kritisieren, dass die Qualität der Schilder und Wegweiser entlang der Fläming-Skate schlechter geworden ist. Quelle: Victoria Barnack
Luckenwalde

Mit Bauarbeiten ist es so eine Sache: Einerseits sollen Straßen instand gehalten werden. Andererseits beschweren sich Anwohner immer wieder über Einschränkung in dieser Zeit. So ähnlich ist es auch mit der Fläming-Skate. Seit März diesen Jahres wird sie saniert. Die Verjüngungskur für die längste zusammenhängende Rad- und Skaterstrecke Europas wird noch mehrere Monate dauern. Mit ihr werden wohl auch die Diskussionen weitergehen.

Denn nicht nur der Landkreis als Bauträger hatte vor wenigen Wochen Kritik aufkommen lassen – und zwar an wenig umsichtigen Nutzern (die MAZ berichtete). Immer wieder werden seit dem Start des ersten Bauabschnitts entlang der Strecke Absperrungen beiseite geräumt. In der Kreisverwaltung zeigte man sich darüber entrüstet und fürchtete um die Sicherheit der weniger ortskundigen Radfahrer und Skater.

Auch auf der derzeit abgefrästen Strecke zwischen Schlenzer und Fröhden wurden Absperrungen entfernt. Quelle: Victoria Barnack

Auf den Artikel in der MAZ hin meldeten sich gleich mehrere Leser und Fläming-Skate-Nutzer zu Wort. Allesamt äußerten sie wiederum Kritik an der Beschilderung, die der Landkreis entlang den 230 Kilometern Strecke angebracht hat – oder vermissen ließ.

Beschilderung ist schlecht geworden“

„Die Beschilderung auf den Straßen ist teilweise echt schlecht geworden“, schrieb ein Leser, „das war mal viel besser und muss dringend wieder so werden, sonst ist der gute Ruf ganz schnell dahin.“ Mehrere pflichteten ihm bei.

Ein anderer Einwohner wünschte sich, dass die Beschilderung an der Strecke auch die aktuellen Baustellen und damit die gesperrten Abschnitte zeigt.

Auf den Karten entlang der Fläming-Skate sind die aktuellen Sperrungen nicht gekennzeichnet. Quelle: Victoria Barnack

Auf MAZ-Anfrage erklärt die Verwaltung nun, warum sie auf Baustellen-Sperrpläne bewusst verzichtet hat. Nicht nur ein personeller Aufwand und zusätzliche Kosten wären damit verbunden gewesen – die Sanierung an sich verschlingt immerhin schon allein mehrere Millionen Euro.

„Da, wo gerade gebaut wird, lässt sich ohnehin nicht auf eine Karte schauen“, erklären Mitarbeiter aus dem zuständigen Hauptamt sowie dem Amt für Wirtschaftsförderung und Kreisentwicklung in einer gemeinsamen Antwort auf die Reaktionen.

„Erstaunt, verwundert und enttäuscht“ über Kritik

Ohnehin ist die Kreisverwaltung – gelinde gesagt – unglücklich über die kritischen Reaktionen der Einheimischen. Habe man sich doch endlich der Mammutaufgabe Fläming-Skate-Sanierung gestellt, um die teilweise bald 20 Jahre alten Strecken fit für die Zukunft und sicher für Radfahrer und Skater zu machen.

Im Gegensatz zur Kritik von Gastronomen und Hoteliers, die durch die Bauarbeiten zeitweise Standortnachteile hinnehmen müssen, ist man im Kreishaus über die Kritik der Einwohner „erstaunt, verwundert und enttäuscht zugleich“.

Weil immer wieder Absperrung zur Seite geworfen werden, spricht die Kreisverwaltung inzwischen von „Vandalismus“. Quelle: Victoria Barnack

Inzwischen ist sogar die Rede von „Vandalismus“. Baustellenabsperrungen würden immer wieder entfernt, in den Wald geworfen oder zerstört – ein weiterer Grund, nicht extra neue Baustellen-Pläne für den Streckenrand anfertigen zu lassen. „Es ist davon auszugehen, dass auch mit zusätzlichen Schildern nicht besser umgegangen wird“, heißt es aus der Kreisverwaltung.

Einen Kritikpunkt sieht man seitens der Behörden dann aber doch ein: Markierungen auf der Strecke, die seit vielen Jahren als Wegweiser über die verschiedenen Rundkurse und Zubringer dienen, seien inzwischen zum Teil verblasst.

Von Victoria Barnack

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