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Luckenwalde Bernhard Hoëcker bringt Luckenwalde zum Lachen
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01:16 25.02.2019
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Luckenwalde

Aus Berlin, Herzberg und Dresden reisten am Donnerstagabend Zuschauer an, um den Komiker Bernhard Hoëcker im Stadttheater Luckenwalde live zu sehen. Bekannt wurde der Schauspieler, Moderator und Synchronsprecher durch Comedy- und Ratesendungen wie „Switch” und „Wer weiß denn so was?”.

Der Quizshow-Dauerkandidat punktet dort mit seinem umfangreichen Allgemeinwissen. „Ich will, dass die Menschen neugieriger sind“ sagte er am Donnerstag. Besserwissen sei deshalb für ihn kein negativ behaftetes Wort, solange es selbstkritisch sei.

Kulturelle Missverständnisse

Hoëcker redet in seinen Programmen, wie in dem aktuellen „So liegen Sie richtig falsch“, über Dinge, die ihn selbst interessieren – warum Giraffen lange Beine und lange Hälse haben, über die Wahrnehmung, Missverständnisse und sogar über das Wappen von Luckenwalde und dessen Geschichte.

Die Quelle seiner Inspiration sind dabei die Menschen selbst: „Menschen sind ein unfassbar großer Topf, aus dem man immer wieder etwas rausholen kann“, meint der Komiker, der in Luckenwalde schnell das Publikum auf seiner Seite hatte. In seinem Programm nahm er Missverständnisse aufs Korn, die im Alltag auf ganz unterschiedliche Weise entstehen, etwa wie die Geste, den Daumen nach oben zu recken. In Deutschland symbolisiert er ein „gut gemacht“, in Griechenland ist dies jedoch eine schwere Beleidigung.

Wenn der Schweigefuchs auf dem Metal-Konzert auftaucht

Verwunderlich sind diese interkulturellen Missverständnisse nicht, selbst innerhalb einer Kultur gibt es verschiedene Bedeutungen für ein Handzeichen. So ist der „Schweigefuchs“ für Personen, die beruflich mit Kindern arbeiten, das Symbol für absolute Ruhe – für Metalfans ein Zeichen der Begeisterung. Ein Dilemma, das den bekennenden Metal-Fan und Vater Hoëcker selbst betrifft. Mit etwas Fingerspitzengefühl ließen sich jedoch beide Zeichen voneinander unterscheiden: das Schweigezeichen sei eher einem „Schäferhund“ ähnlich, das zum Schreien eher dem „Mops“.

In seine Show baute Hoëcker Interaktionen mit dem Publikum ein – dabei erfuhr man so einiges über die Zuschauer: Einige nutzen zwar Smartphones, aber kein Internet - „ist so, nennt man Brandenburg“ scherzte Hoëcker. Andere sind nur in Luckenwalde, weil sie dort „falsch ausgestiegen sind“. Auch dabei traten die im Programm thematisierten Missverständnisse auf, und so lag Ludwigsfelde plötzlich „im Speckgürtel von Luckenwalde“.

„Man darf Witze über alles machen – nur nicht immer und überall.“ Hoëcker hat dafür ein gutes Gespür, und Luckenwalde gefiel das: lautstark forderte das Publikum eine Zugabe.„Selten so gelacht“ lobte Zuschauerin Anita Piersch.

Von Antonia Engel

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