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Luckenwalde Geldsegen für Digitalisierung der Schulen in TF
Lokales Teltow-Fläming Luckenwalde Geldsegen für Digitalisierung der Schulen in TF
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15:33 12.08.2019
Viele Kommunen haben selbst vorgearbeitet: Die Linden-Grundschule in Jüterbog hat 2018 auf Stadtkosten und dank Fördermitteln moderne Geräte bekommen. Quelle: Victoria Barnack
Teltow-Fläming

Es ist ein Geldsegen für die Schulen in Teltow-Fläming. Mehrere Millionen Euro überlassen der Bund und das Land den Bildungseinrichtungen, um sich fit zu machen in Sachen Digitalisierung. Die Fördermittel aus dem „Digitalpakt Schule“ können sie beispielsweise in die Anschaffung mobiler Endgeräte wie Tablets oder Laptops, in die Ausstattung der Schulen mit WLAN oder in digitale Tafeln (Whiteboards) investieren.

Der Unterricht mit Smartphone, Tablet und co. soll bald zum Schulalltag werden. Quelle: Victoria Barnack

Ende Juli stellte Brandenburgs Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) die ersten Details vor. Bis Mitte 2020 haben die Schulen nun Zeit, um konkrete Förderanträge zu stellen – und diese Zeit brauchen sie dringend. Denn an TFs Schulen gibt es noch nicht überall ein Medienkonzept und wenn doch, ist es in vielen Fällen nicht mehr aktuell.

Landkreis: „Zunächst medienpädagogische Konzepte erarbeiten“

„Für welche Einzelmaßnahmen das Geld an den kreiseigenen Schulen verwendet wird, kann noch nicht benannt werden“, sagt Karsten Dornquast, Amtsleiter für Bildung und Kultur in der Kreisverwaltung.

„Dazu sind zunächst medienpädagogische Konzepte in den Schulen zu erarbeiten beziehungsweise fortzuschreiben und mit dem Schulträger abzustimmen.“

Von dem Geld könnten sich die Schulen beispielsweise interaktive Smart-Boards anschaffen. Quelle: Victoria Barnack

Knapp 1,4 Millionen Euro erhalten allein die weiterführenden Schulen des Kreises, also unter anderen die Gymnasien in Jüterbog, Luckenwalde, Rangsdorf und Ludwigsfelde. Pro Schule sollen es mindestens 20.000 Euro sein plus 409 Euro je Schüler.

Auch für die Volkshochschule steht Geld bereit. Das Oberstufenzentrum Teltow-Fläming sahnt sogar besonders ab. Hier gibt es 612 Euro pro Schüler. Denn das Land will endlich den „rasanten Veränderungen der Arbeits- und Berufswelt“ gerecht werden.

So viel Geld gibt es für die Schulen in TF:

Das Oberstufenzentrum Teltow-Fläming erhält dank einem höheren Fördersatz das meiste Geld. 771.000 Euro stehen zur Verfügung. Mehr als 1200 Schüler bereiten sich hier auf ihre berufliche Zukunft vor.

Blankenfelde-Mahlow erhält von allen Städten und Gemeinden in TF das meiste Geld für seine Schulen. Knapp über eine Million Euro fließen hierhin.

Neben Ludwigsfelde (747.000 Euro) sind auch Zossen (881.000 Euro) und Luckenwalde (636.000 Euro) schülerreich und bekommen deshalb viel Geld.

Freie Träger bekommen ebenfalls Geld für ihre Schulen. Für die Seeoberschule Rangsdorf sind beispielsweise 36.000 Euro eingestellt, für die evangelischen Grundschulen in Jüterbog und Mahlow sind es 65.000 sowie 84.000 Euro.

Die Schule für Gesundheitsberufe in Luckenwalde wird auch profitieren (39.000 Euro) genauso wie die Volkshochschule TF (51.000 Euro).

Spät ja, aber nicht zu spät kommt das Digitalisierungsgeld von Bund und Land, wenn man die Träger in Teltow-Fläming fragt. „Es gab in der Vergangenheit vom Landkreis in Anspruch genommene Förderprogramme des Landes mit dem Zweck, die Schulen mit IT-Technik auszustatten“, sagt Dornquast, „der Förderumfang des Digitalpaktes dagegen überschreitet diese erheblich.“

Träger wollen Fördermittel definitiv in Anspruch nehmen

Einhellig positiv ist deshalb die Antwort auf die Frage, ob die Schulträger das Geld in Anspruch nehmen wollen. Die Gemeinde Niedergörsdorf beispielsweise will für ihre einzige Grundschule in Blönsdorf digitale Tafeln anschaffen. Im Amt Dahme soll das Medienkonzept fortgeschrieben werden.

Am Marie-Curie-Gymnasium in Ludwigsfelde wird der Unterricht mit einer Schulcloud getestet. Quelle: Julian Stähle

Und das obwohl in so gut wie allen Städten und Gemeinden bereits tausende Euro in die Digitalisierung der Schulen investiert wurden. In Ludwigsfelde beispielsweise sind bis jetzt bereits 32 Klassenräume mit Anzeige- und Interaktionsgeräten, sogenannten Smart-Boards, ausgestattet worden.

„Ferner hat die Stadt für das Schuljahr 2018/2019 im Segment mobiler Endgeräte drei Notebookwagen angeschafft“, berichtet Paul Niepalla, Fachbereichsleiter der Stadt für Soziales, Familien, Sport und Kultur. „Und seit 2017 erfreuen sich die Schüler und Lehrer der Gottlieb-Daimler-Oberschule an zwei 3D-Druckern. Hinzu kommen Anschaffungen unterschiedlichster Softwareprogramme.“

An der Otfried-Preußler-Oberschule Großbeeren sind neue Medien im Einsatz - neben den Whiteboards in den Klassenzimmern und Laptops für Schüler sind dort inzwischen drei digitale schwarze Bretter im Einsatz. Quelle: Jutta Abromeit

Niepalla sieht das Fördergeld weniger als Geschenk denn als eine Notwendigkeit. Die Stadt strebt mit den Mitteln in einem ersten Schritt ein gesamtheitliches Medienkonzept für die Ludwigsfelder Schulen an.

„Eine voll digitalisierte Schule, die nicht am schnellen Internet angebunden ist, wird nicht funktionieren“, sagt Niepalla. Für die Zukunft seien zielgerichtete Vorgaben und Standards unerlässlich, die im gesamten Land und nicht nur in einer Kommune gelten. „Der Rahmenlehrplan und die Unterrichtsgestaltung muss sich auf eine digitalisierte Schule aus- und einrichten“, erläutert Niepalla.

„Unterhaltung der digitalen Infrastruktur bleibt an Kommunen hängen“

Auch andernorts ist man nach der Nachricht über die hohen Fördersummen nicht restlos zufrieden gestellt. Dahmes Amtsdirektor David Kaluza (parteilos) ist sich nicht sicher, ob das Geld ausreichen wird, um die Schulen komplett auf den aktuellen Stand der Technik zu bringen. Die Förderung will man im Amt Dahme aber unbedingt nutzen.

„Die große Frage ist, was danach kommt“, sagt Kaluza, „die Unterhaltung der digitalen Infrastruktur bleibt allein bei den Kommunen hängen.“ Seine Verwaltung hatte sich im vergangenen Jahr dazu entschlossen, auf eigene Kosten einen IT-Betreuer für das gesamte Amtsgebiet einzustellen.

Von Victoria Barnack

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