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Luckenwalde Grüne Woche: Besucher sollen auf den Geschmack kommen
Lokales Teltow-Fläming Luckenwalde Grüne Woche: Besucher sollen auf den Geschmack kommen
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17:40 07.01.2020
Aussteller für die Grüne Woche IGW in Berlin aus Teltow-Fläming Quelle: Victoria Barnack
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Luckenwalde

Bunt und wuselig wie auf einem Marktplatz: So kennen die Besucher die Brandenburghalle auf der Grünen Woche in Berlin. In diesem Jahr wird alles anders sein. Das Land hat seine Halle umgestaltet und der Landkreis Teltow-Fläming nutzt die Chance, um ebenfalls mit einem neuen Konzept zu starten.

Tourismus, Kulinarik und Vernetzung

„Schon kurz nach der letzten Grünen Woche habe ich gemeinsam mit verschiedenen Ausstellern überlegt, was wir am Auftritt des Landkreises verbessern können“, berichtet Johann Meierhöfer, Leiter des Landwirtschaftsamtes. Die neue Strategie setzt in erster Linie auf Vernetzung. Tourismus und Kulinarik sollen dabei weiter im Fokus stehen.

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So wird die neu gestaltete Brandenburghalle auf der Grünen Woche aussehen. Quelle: Victoria Barnack

Die wichtigste Neuerung wird mit dem Start der Messe am 17. Januar offensichtlich sein. Statt des altbewährten, runden Marktplatzes wird ab 2020 auch die Brandenburghalle im eckigen und hellen Design erscheinen. Die neue Anordnung der Stände dürfte vielen Besuchern aus anderen Länderhallen bekannt vorkommen.

„Auf den ersten Blick mag die neue Brandenburghalle ein wenig klinisch und deutlich mehr nach einer Fachmesse aussehen“, erklärt Meierhöfer, „es gilt, sie mit Leben zu füllen.“

Johann Meierhöfer erklärt den Ausstellern, wo der Stand von Teltow-Fläming zu finden ist. Quelle: Victoria Barnack

Der Amtsleiter sieht aber auch Vorteile. Teltow-Fläming habe einen Platz gegenüber der Gastronomie ergattern können, berichtet er. Besucher müssen sich beim Schlendern also nicht entscheiden, ob sie sich das Angebot links oder rechts des Weges ansehen. Gegenüber lädt das Schloss Diedersdorf quasi als Caterer zum Verweilen ein.

Acht Städte und Gemeinden sind dabei

Sieben Städte und Gemeinden nutzen die Chance, sich am Stand des Landkreises zu präsentieren. Erstmals ist Blankenfelde-Mahlow dabei. Jüterbogs Bürgermeister Arne Raue (WsJ) hingegen hat seine Stadt abgemeldet. Stattdessen präsentieren der Heimatverein Jüterboger Land und der Landgasthof Jüterbog die Kleinstadt auf eigene Faust.

Auch inhaltlich ist das Ziel des Landkreises jetzt konkreter als in den Jahren zuvor. „Die Gemeinden sollen ihren Tag auf der Messe nutzen, um Besuchern zu zeigen, was sie hier vor Ort erwartet“, sagt Meierhöfer und meint damit vor allem Vielfalt.

Eine Woche vor der Grünen Woche stimmen sich alle Aussteller gemeinsam auf die Messe ein und probieren sich schonmal durchs Buffet. Quelle: Victoria Barnack

Beispiel Nuthe-Urstromtal: Dass es die Obermühle in Gottsdorf gibt – Brandenburgs einzige noch betriebene Wassermühle – wissen wohl viele. Dass es direkt nebenan auch Bio-Fleisch zu kaufen und vielleicht sogar den Elch zu sehen gibt, wissen nur die wenigsten.

„Der Besucher soll verstehen, dass es hier mehr zu entdecken gibt, als den einen Aussteller, den sie an diesem Tag sehen“, erläutert Meierhöfer. Dafür hat der Landkreis auch digital aufgestockt. Flachbildschirme zeigen täglich Fotos aus der Region.

Finger Food, um auf den Geschmack zu kommen: Kartoffeln aus Jüterbog, Gulasch aus Gottsdorf und Biokräuter aus Markendorf. Quelle: Victoria Barnack

„Der Schwerpunkt soll auch 2020 auf dem Essen liegt“, betont der Leiter des Landwirtschaftsamtes trotz der vielen Neuerungen. Wie das geht, zeigen an den zehn Messetagen gleich mehrere Kooperationen zwischen Landwirten, Produzenten und Gastronomen aus der Region.

Gastronomen aus TF im Live-Kochstudio

Koch Daniel Glinga-Gutwald vom Landgasthof Jüterbog hat beispielsweise Häppchen vorbereitet: Aus Jüterboger Kartoffeln, Gottsdorfer Rindern und Markendorfer Biokräutern zaubert er einen Gulasch auf Püree.

Glinga-Gutwald wird auch im Live-Kochstudio sein Können zeigen, auch seine Kollegen von der Turmklause Luckenwalde und vom Flair Hotel Reuner in Zossen sind dabei.

Der Dahmenser Taler besteht aus Fleisch aus Ukro sowie Brötchen und Spezialitäten aus Schöna. Quelle: Victoria Barnack

Auch der neue „Dahmenser Taler“ ist eine Kooperation zwischen zwei regionalen Lebensmittelherstellern. Ganz neu dabei ist zudem die Initiative „Lammfleisch aus der Region“: Schäfer Jürgen Körner aus Borgisdorf, Fleischer Philipp Kliem aus Trebbin und Edeka Specht in Ludwigsfelde kooperieren erst seit einigen Wochen, um die regionale Spezialität zu vermarkten.

Den Vorwurf, die Grüne Woche sei eine reine „Fressorgie“ – so hatte das Kreistagspolitikerin Ricarda Voigt (Grüne) zuletzt gesagt – lässt der Amtsleiter vor der Messe nicht unkommentiert. „Natürlich kommen die Besucher, um zu naschen“, sagt Meierhöfer, „und wir hoffen, dass sie auf den Geschmack von Teltow-Fläming kommen.“

Das Programm auf der Grünen Woche:

Am Freitag, den 17. Januar, eröffnet die Gemeinde Am Mellensee den TF-Stand. Es gibt Wurst und Fleisch vom Saalower Kräuterschwein und touristische Infos.

Am Sonnabendfolgt die Stadt Zossenmit ihren Ausstellern. Die Fleischerei Klauck und die Fischerei Kallinchen sind dabei.

Am Sonntag feiert Blankenfelde-Mahlow seine Premiere auf der Grünen Woche. Das Dahlewitzer Unternehmen Jouis Nour bietet Biosalate an.

Am Montag, dem Brandenburgtag, wird TF von Baruthvertreten. Die Landbrotbäckerei Merzdorf ist dabei, sowie das Museumsdorf Glashütte und der Wildpark Johannismühle.

Am Dienstag präsentiert sich Nuthe-Urstromtal. Mit von der Partie ist Landwirt Markus Röthel von Obermühle Gottsdorf samt Fleisch von seinen Welsh-Black-Rindern.

Der Mittwoch steht am TF-Stand im Zeichen einer kreisweiten Initiative: „Lammfleisch aus der Region“.

Am Donnerstag ist Dahmedran. Neben dem Schloss Wahlsdorf präsentiert das Unternehmen Dahmequell Landprodukte ihre Speiseöle, Fruchtaufstriche und andere Spezialitäten.

Am Freitag, den 24. Januar, gestaltet der Tourismusverband Flämingdas Bühnenprogramm.

Die Stadt Luckenwaldevertritt den Landkreis am Freitag und Samstag mit der Mühle Steinmeyer und Konditorin Maxi Schenk vertreten.

Zum Abschluss am Sonntaggibt es vom Heimatverein und dem Landgasthof JüterbogDelikatess-Häppchen aus regionalen Produkten und Klemmkuchen.

Täglichflankiert der Landkreis das Angebot am TF-Stand, unter anderen mit Infos zur Fläming-Skate.

Von Victoria Barnack

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