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Luckenwalde Besitzerin lädt zum Mithelf-Tag in die Fähndrich-Villa
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15:01 31.05.2019
Melanie Dyllick (M.) hat die Villa 2011 gekauft. Ihr Lebensgefährte Hinrich Jacob (r.) und Freund Felix Bläsing helfen bei der Sanierung. Quelle: Victoria Barnack
Luckenwalde

Die Fähndrich-Villa im Elsthal ist in den vergangenen Wochen mehrfach dem Vandalismus zum Opfer gefallen. Das berichtet die Besitzerin des knapp 150 Jahre alten Prunkhauses, Melanie Dyllick. „Vor einer Woche hat die Polizei im Gebäude mehrere Jugendliche auf frischer Tat ertappt“, sagt sie gegenüber der MAZ.

Die Zehn- bis 13-Jährigen waren illegal in die Villa eingedrungen. Wochen zuvor hatten sich andere Jugendliche beim Einbruch in das Haus verletzt, als sie ein Fenster eintraten. Bis heute zeugt eine Blutlache von dem Unfall.

Ein großer Blutfleck zeugt noch immer vom Einbruch in die Villa. Quelle: Victoria Barnack

Nun will die Eigentümerin die Fähndrich-Villa wieder für die Öffentlichkeit zugänglich machen. „Ende Juni laden wir Interessierte zu einem Mithelf-Tag ein“, sagt Melanie Dyllick. Ihre Hoffnung: Dank Hausführungen und dem eigenen Engagement vor Ort sollen sich die Luckenwalder wieder mit den Gebäude identifizieren und der Vandalismus dadurch abnehmen.

„Mit unserer Präsenz und den Bauaktivitäten wollen wir die Villa wieder in das Bewusstsein der Menschen bringen“, erklärt Dyllick.

Am 30. Juni lädt Eigentümerin Melanie Dyllick Interessierte zum Helfen in die Fähndrich-Villa ein. Wer will, kann sich durch das Haus führen lassen. Die MAZ hat vorab schon reingeschaut.

Die junge Berlinerin hatte die Villa vor acht Jahren gekauft (die MAZ berichtete). Inzwischen ist sie – nach einem langwierigen Rechtsstreit – auch die Eigentümerin der umliegenden Gartengrundstücke.

Nur darüber ist die Villa mit den Baumaschinen zu erreichen, die für eine Sanierung nötig sind. So ist beispielsweise das Dach der alten Fabrikantenvilla dringend erneuerungsbedürftig. Die fehlende Zufahrt wiederum hatte bisher eine Genehmigung des Bauantrages verhindert.

Der Anblick der alten Villa ist heute von Vandalismus, Müll und dem Wildwuchs der Pflanzen geprägt. Quelle: Victoria Barnack

Acht Jahre nach dem Kauf der Villa tut sich auf dem Grundstück nun auch bautechnisch etwas. Gemeinsam mit freiwilligen Helfern hat Melanie Dyllick begonnen, den großen Balkon zu erneuern. „Nur der Ansatz des Hauptbalkens war noch Instand“, berichtet Felix Bläsing, der dabei hilft, den Balkon nach originalem Vorbild zu restaurieren.

Villa soll gegen Einbrecher geschützt werden

Für den Mithelf-Tag am 30. Juni haben sich Dyllick und ihre Mitstreiter aber zunächst kleinere Arbeiten vorgenommen. „Wir wollen zum Beispiel ein großes Kellerfenster verschließen, um es gegen weitere Einbrüche abzusichern“, sagt die Hausbesitzerin.

Die Einbrecher hinterlassen nicht nur kaputte Fenster, sondern auch Schmierereien an den Wänden. Quelle: Victoria Barnack

Durch den Vandalismus der vergangenen Wochen und Monate seien erneut auch Fenster an dem Gebäude zerstört worden. Dyllick hatte sie seit dem Kauf im Jahr 2011 nach und nach erneuern lassen, damit Unbefugte keinen Zugang mehr zum Haus haben.

Die Eigentümerin selbst ist zwei- bis dreimal in der Woche vor Ort. „In der jüngsten Zeit finden wir wieder vermehrt Dinge, die zerstört wurden, oder Schmierereien an den Wänden“, erzählt sie.

Knapp 750 Quadratmeter sind in dem Gebäude aus dem 19. Jahrhundert zu sanieren. Quelle: Victoria Barnack

„Genug zu tun gibt es aber auch für alle, die nicht so schwer anpacken können“, erläutert Melanie Dyllick. Trotz unzähliger Stunden voll Aufräumarbeiten befindet sich noch immer jede Menge Müll in der Villa und im Garten vor und hinter dem Haus.

Auch Letzteren wollen die junge Frau und ihre Mitstreiter beim Mithelf-Tag ein wenig auf Vordermann bringen. „Freuen würden wir uns schon über ein Paar helfende Hände, die Brennnesseln rausreißen“, sagt sie.

Gemeinsam mit freiwilligen Helfern hat Melanie Dyllick begonnen, den Balkon zu erneuern. Quelle: Victoria Barnack

Zum Dank gibt es nicht nur Getränke und eine warme Suppe für die Unterstützer. „Wer will, kann sich bei einer Führung das Haus von innen ganz legal angucken“, erklärt Dyllick.

Immerhin bezieht ihr Plan für die künftige Nutzung der alten Fabrikantenvilla auch die Menschen aus Luckenwalde und Umgebung mit ein. „Wir wollen nicht nur selbst in dem Haus wohnen“, sagt sie, „sondern es auch für gemeinschaftliche Angebote wieder herrichten.“

Der Mithelf-Tag in der Fähndrich-Villa beginnt am 30. Juni um 10 Uhr.

Von Victoria Barnack

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