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Luckenwalde Luckenkiener Narren feiern im Sportlertreff
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16:17 09.02.2020
Das Männerballett in Schulmädchen-Uniform – mit Ringelsöckchen und karierten Röckchen. Quelle: Elinor Wenke
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Luckenwalde

Von Müdigkeit ist bei den Jecken des Luckenkiener Karnevalklubs (LKK) keine Spur, auch wenn sie die große Jubiläums-Gala zum 60-jährigen Bestehen des Vereins bereits zum Jahresende in der Fläminghalle bestritten haben. Am Sonnabend traf man sich in etwas abgespeckter Runde zum Faschingsabend im Sportlertreff am Werner-Seelenbinder-Stadion.

„Wir sind mitten drin in den Feierlichkeiten und die Saison läuft bisher richtig gut“, sagte LKK-Präsident Heiko Liefeld. „Und für heute Abend haben wir das Programm wieder ein bisschen verändert, damit die Leute einen Anreiz haben, wiederzukommen.“

Mit heißem Temperament und bunten Kostümen verbreiteten die Narren des Luckenkienener Karnevalklubs im Sportlertreff am Werner-Seelenbinder-Stadion gute Laune.

So präsentierte das beliebte, zumeist dickbäuchige Männerballett neben seinem Auftritt in Ringelsocken und karierten Röckchen auch eine Neuauflage des Balletts „Schwanensee“. Weil Heiko Liefeld im Jubiläumsjahr mit vielen anderen organisatorischen Dingen beschäftigt war, konnte er diesmal beim Männerballett nicht mitmischen. „Ich beherrsche den Tanz nicht mal“, gab er zu, „aber ein bisschen bedauere ich das schon.“

Nach der Eröffnung der Tanzrunden durch das Prinzenpaar Aileen I. und Philipp I. hatte Petra Huhnstock als Moderatorin alle Hände voll zu tun, die Akteure herbei zu rufen und durchs Programm zu geleiten.

Show-Tanz für die nächste Saison

Die neun- bis zwölfjährigen „Fünkchen“ sind aus den vorjährigen „Spatzen“ hervorgegangen und werden jetzt von Anke Liebenberg und Patricia Mangold trainiert. Sie hatten einen Cowboy-Tanz einstudiert. Im März sind sie in Beelitz bei einem zweitägigen Funken-Seminar dabei. „Dort lernen sie einen neuen Showtanz, den wir dann in der nächsten Saison präsentieren“, kündigte Anke Liebenberg an.

Auch die etwas älteren „Funken“ kamen mit ihrem Programm „Love, Music and Dance“ nicht ohne Zugabe von der Bühne. Genau wie die „Pelikan-Puppen“ unter Leitung von Aileen Huhnstock, die mit ihrem Captain Justin in die Unterwelt der Meere eintauchten und als anmutige Quallen übers Parkett segelten.

Frecher Schlagabtausch

Premiere auch für Sabine und Olaf Radtke. Sie lieferten sich einen frechen Schlagabtausch als altes Ehepaar, obwohl sie gar keins sind. „Neben den einstudierten Texten haben wir auch ordentlich improvisiert“, verriet Sabine Radtke.

Das Publikum war zwischen ganz jung und Mitte 80 gut gemischt und sogar international. Rudi Brink und Ciro Evers aus den Niederlanden richten derzeit im Luckenwalder Betrieb Köhler-Beton Maschinen ein. „Am Wochenende wollten wir nicht nach Hause fahren und sind hier beim Karneval gelandet“, berichtete Rudi Brink; beide jungen Männer hatten ihren Spaß.

Die „Pelikan-Puppen“ mit Captain Justin reisten in die Tiefen der Meere. Quelle: Elinor Wenke

Lilo Boßdorf (85) und Ingrid Winkel (79) gehören zu den Stammgästen. „Ich komme jedes Jahr zu den Partys“, berichtete Lilo Boßdorf, „ich finde es toll, was die Mädchen und Männer hier so auf die Beine stellen.“ Ingrid Winkel war früher selbst bei den „Nuthe-Nixen“ dabei.

Als Zaungast vom benachbarten Elsholzer Karnevalsklub stattete Michael Schade vom dortigen Elferrat dem LKK einen Besuch ab. „Ich komme gerne her, weil ich mit vielen schon lange persönlich befreundet bin“, sagte er, „es ist fast wie eine Familie.“

Viel unterwegs

In Elsholz werden auch die Luckenkiener Narren zur Fröhlichkeit beisteuern, wahrscheinlich mit einem Auftritt des Männerballetts. „Außerdem sind wir mit Abordnungen in Teltow, Dabendorf und Niemegk bei den Karnevalsfeiern vertreten“, stellte der LKK-Präsident in Aussicht.

Doch vor allem sind die LKK-Jecken in ihrer Heimatstadt Luckenwalde zu erleben – am 16. Februar beim Kinderfasching im Sportlertreff und am 7. März bei der Herrensitzung in Kolzenburg.

Von Elinor Wenke

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