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Luckenwalde Altes Gaswerksgelände: Bangen um den Baustart wegen Zauneidechsen
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16:07 12.07.2019
Noch bestimmen Hügel und Wildwuchs den Anblick auf dem alten Gaswerksgelände. Ab August soll sich das ändern. Quelle: Victoria Barnack
Luckenwalde

In der ersten Augustwoche sollen die Arbeiten auf dem alten Gaswerksgelände nahe des Luckenwalder Bahnhofs beginnen. Das teilte die Stadtverwaltung in dieser Woche mit. Bisher fehlt allerdings eine entscheidende Voraussetzung: Noch sei unklar, ob die Untere Naturschutzbehörde die Fläche bis dahin freigibt, heißt es aus dem Rathaus.

Zauneidechsen sind in Deutschland streng geschützt und müssen deshalb vor Baubeginn umquartiert werden. Quelle: Bernd Geske

In den vergangenen Monaten wurde die Brachfläche von Experten nach Zauneidechsen abgesucht. Die Reptilien stehen unter strengem Artenschutz. Auf dem Areal direkt neben der neuen Feuerwache werden sie eingesammelt und in ein Ausweichquartier am Zapfholzweg gebracht.

Okay kommt erst nach drei Tagen ohne Eidechsenfund

Weil das Areal in den vergangenen Jahren dank Umzäunung und Wildwuchs sich selbst überlassen war, wurde es zum Paradies für die kleinen Tiere. Der Baustart auf dem ehemaligen Gaswerksgelände darf erst erfolgen, wenn das Umquartieren der Zauneidechsen abgeschlossen ist.

Die Untere Naturschutzbehörde gibt das Okay erst dann, wenn die Experten an drei aufeinanderfolgenden Tagen keinen Befund melden, das heißt wenn keine weiteren Zauneidechsen gefunden wurden.

Auf dem Gelände sollen unter anderen 100 Parkplätze entstehen. Quelle: Elinor Wenke

Sind die Naturschützer abgerückt, folgen die ersten Baufirmen. Zur Vorbereitung wurde Ende Juni bereits Baumaterial angeliefert: 40 Lkw-Ladungen Schotter warten nun darauf, verarbeitet zu werden. Noch im August soll die knapp 10.000 Quadratmeter große Fläche mit schwerem Gerät beräumt werden.

Das jetzt noch hügelige und zugewachsene Gelände wird dann geebnet und aufgeschüttet. Denn die Stadt will das Areal an der Ecke zwischen Dessauer und Brandenburger Straße komplett umgestalten.

Brandenburgs Infrastrukturministierin Kathrin Schneider (SPD, r.) brachte bereits Fördermittel für das Projekt. Quelle: Elinor Wenke

Für insgesamt 1,9 Millionen Euro sollen eine öffentliche Grünfläche, eine Feuerwehr-Übungsstrecke und 100 neue Parkplätze entstehen. An denen mangelt es nämlich rund um die Brachfläche, seitdem der Fahrradschutzstreifen in der Brandenburger Straße und die neu gebaute Feuerwache in der Dessauer Straße das Angebot verknappten, während in Bahnhofsnähe ohnehin seit langem Parkplatznot herrscht.

Der Plan zur Gestaltung altes Gaswerksgelände ist bereits fertig. Quelle: Elinor Wenke

Bevor die Luckenwalder Autofahrer von den neuen Parkplätzen profitieren können, müssen sie sich allerdings noch einmal einschränken. Denn die Fläche neben der Feuerwache, die zwischenzeitlich als temporärer Parkplatz hergerichtet wurde, fällt für die Bauzeit erneut weg, teilte die Stadt mit. Denn sie wird in die Umgestaltung integriert.

Umbau dauert bis Frühjahr 2021

Im Stadtplanungsamt rechnet man damit, dass die Umgestaltung bis ins Frühjahr 2021 dauern wird – Komplikationen nicht ausgeschlossen. Denn während der Bauzeit muss die Stadt weiter mit einem Labor und dem Umweltamt zusammenarbeiten. Regelmäßig sollen Bodenproben genommen und untersucht werden.

Die einstige Nutzung als Gaswerk hatte schlimme Folgen für Umwelt und Bodenqualität auf dem Gelände. Wegen der Kontaminierung muss die Fläche deshalb weiterhin unter ständiger Beobachtung bleiben.

Von Victoria Barnack

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