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Luckenwalde Förderbescheide übergeben
Lokales Teltow-Fläming Luckenwalde Förderbescheide übergeben
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18:25 26.04.2019
Elisabeth Herzog-von der Heide, Michael Ortgiese (FH Potsdam), Klaus Martin Melzer (TH Wildau) und Staatssekretärin Ulrike Gutheil (v.l.) Quelle: foto: Margrit Hahn
Luckenwalde

  Schon bald wird in Luckenwalde getüftelt und experimentiert. Wissenschaftsstaatsekretärin Ulrike Gutheil überreichte am Freitag im Gewerbehof Luckenwalde Fördermittelbescheide an die Technische Hochschule (TH) Wildau und an die Fachhochschule Potsdam.

„Streng genommen sind wir Luckenwalder bei diesem Termin nur Zaungäste und dennoch empfinde ich uns als die Beschenkten“, stellte Luckenwaldes Bürgermeisterin Elisabeth Herzog- von der Heide (SPD) fest.

Die Staatssekretärin Ulrike Gutheil übergibt die Förderbescheide. Quelle: Margrit Hahn

Denn im regionalen Wachstumskern Luckenwalde entsteht eine Hochschulpräsenzstelle. Mit der Fördermittelübergabe wurde sozusagen der Startknopf gedrückt, um einen Prozess ins Laufen zu bringen, der der Stadt gut zu Gesicht steht.

So nehme Luckenwalde aus guten Gründen für sich in Anspruch „Werkstatt der Moderne- Labor der Zukunft“ zu sein. „Es entspricht dem Werkstattcharakter, dass hier innerhalb von nur sieben Monaten Nägel mit Köpfen gemacht worden sind“, sagte die Bürgermeisterin in ihrer Begrüßungsrede.

Großer Bahnhof in der Werkhalle im Gewerbehof Luckenwalde. Quelle: Margrit Hahn

Bereits im September des vergangenen Jahres hatten Siegmund Trebschuh und Marcel Penquitt von der Wirtschaftsförderung des Landkreises im Rathaus Vertreter der TH Wildau und der Stadtverwaltung zusammengeführt. Noch am selben Tag wurde die Halle im Gewerbehof besichtigt und als reizvolle Option eingeschätzt. Im März 2019 wurde der Beschluss gefasst, die Halle unentgeltlich für eine Hochschulpräsenzstelle zur Verfügung zu stellen. Und somit entsteht in Luckenwalde mehr als nur ein bloßes Beratungsbüro.

800 Quadratmeter große Werkhalle

In der 800 Quadratmeter großen ausgebauten Werkhalle können sich wissenschaftliche Methoden und Infrastrukturen entfalten. „Die Stätte bietet Raum, um Instrumente wie Co-Working und Maker Spaces zu etablieren und bedarfsgerecht zu entwickeln“, so Herzog- von der Heide. Derartige Angebote machen Wissenschaft für regionale Akteure erfahrbar, wecken Experimentierlust und setzen Kreativität frei, die auch Initialzündung für Start-Ups und Hochschulkarrieren sein können.

Klaus Martin Melzer Vizepräsident für Forschung und Transfer der TH Wildau Quelle: Margrit Hahn

Die Luckenwalder Hochschulpräsenzstelle der TH Wildau ist als belebter Marktplatz der Möglichkeiten zu verstehen. jedermann ist eingeladen, um sich mit neuen Technologien vertraut zu machen und hat die Gelegenheit zum fachlichen Austausch. Es können Kontakte zu Hochschule geknüpft werden, man kann an Vorträgen teilnehmen oder selbst initiieren.

Zusammenarbeit stärken

Wie Ulrike Gutheil betonte, sei das Ziel neuer Präsenzstellen, die Zusammenarbeit von Wissenschaft mit Wirtschaft als auch von Politik und Zivilgesellschaft zu stärken. Es gehe darum, die Hochschulen näher an die Unternehmen heranzubringen. „Wir wollen das gesamte leistungsstarke Angebot und das Wissen unserer Brandenburger Hochschulen vor Ort sichtbarer machen und Kooperationen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft fördern“, erklärte sie. Damit könnten Unternehmen leichter und besser Zugang zu aktuellen Forschungs- und Transferthemen finden.

Michael Ortgiese Vizepräsident für Forschung und Transfer der FH Potsdam Quelle: Margrit Hahn

Die Präsenzstellen sollen gerade in den Wachstumskernen, die nicht selbst Hochschulstandort sind, Brücken zu leistungsstarken brandenburgischen Wissenschaftseinrichtungen bilden und sind nicht zuletzt auch eine regionale Anlaufstelle für interessierte Studenten. In der Stadt Luckenwalde wird erstmalig eine Präsenzstelle in Kooperation zweier Hochschulen aufgebaut und betrieben.

250 000 Euro für das Jahr 2019

Zur Förderung der Präsenzstelle Luckenwalde überreichte Ulrike Gutheil den Hochschulen für das Jahr 2019 einen Förderbescheid in Höhe von 250 000 Euro und stellte für das kommende Jahr eine Summe von weiteren 300 000 Euro in Aussicht.

Klaus Martin Melzer, Vizepräsident für Forschung und Transfer an der TH Wildau hofft, dass dieses Projekt ein Erfolg wird. Er bedankte sich beim Ministerium für die finanzielle Unterstützung und bei Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide für „den Geist, der in dieser Stadt so offensiv vorhanden war.“

Von Margrit Hahn

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