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Luckenwalde Zu wenig Corona-Impfstoff – strenge Prioritäten
Lokales Teltow-Fläming Luckenwalde

Impfzentrum Luckenwalde arbeitet auf Hochtouren - strenge Prioritäten wegen Impfstoffmangels

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14:54 26.03.2021
Das Corona-Impfzentrum in Luckenwalde.
Das Corona-Impfzentrum in Luckenwalde. Quelle: Elinor Wenke
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Teltow-Fläming

Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Infektionen in Teltow-Fläming steigt weiter und liegt aktuell bei 128,2 und damit nahezu auf dem Niveau vom Dezember des Vorjahres. Das Robert-Koch-Institut meldete am Freitag für den Landkreis 50 Neuinfektionen. Damit ist die Zahl der Infizierten seit Beginn der Pandemie auf 5312 gestiegen. 4783 gelten als genesen. Die Zahl der Todesfälle hat sich in den letzten 24 Stunden nicht verändert und liegt weiter bei 178.

Impfzentrum auf Hochtouren

Das Impfzentrum Luckenwalde arbeitet derzeit auf Hochtouren. Auf vier Impfstraßen wird der Impftstoff Biontech verabreicht, auf zwei weiteren Astrazeneca. Für die geordneten Abläufe innerhalb des Impfzentrums gibt es viel Lob, aber auch immer wieder Irritationen und Enttäuschung, wenn Personen mit Impftermin abgewiesen werden, weil sie nicht zur aktuellen Prioritätsstufe gehören.

So war Andreas Isenberg aus Wünsdorf am Donnerstag voller Überzeugung, dass er als enge Kontakt- und Pflegeperson für eine schwerstbehinderte Frau (die nicht in einem Pflegeheim lebt) jetzt auch impfberechtigt ist. Der 58-Jährige musste jedoch unverrichteter Dinge wieder abziehen und fordert mehr Transparenz und exakte Auskünfte, denn in anderen Bundesländern sei eine Impfung dieser Personen offenbar möglich.

Das Corona-Impfzentrum Luckenwalde. Quelle: Elinor Wenke

Andreas Carl vom brandenburgischen Innenministerium bestätigt: „In der Tat können in Brandenburg enge Kontaktpersonen derzeit leider noch nicht geimpft werden.“ Das Land halte sich an die bundeseinheitlichen Prioritätsstufen. Zunächst hätten Personen der höchsten Priorität ein Impfangebot erhalten, dann für Astrazeneca auch die erste Personengruppe aus der Priorität 2, zum Beispiel mit hohem Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf.

Impfstoff reicht nicht

„Inzwischen konnten wir auch der zweiten Personengruppe aus Priorität 2 ein Angebot machen, den über 70-Jährigen“, so Carl. „In diesen Personengruppen sind aber bereits mehr Menschen enthalten, als uns aktuell Impfstoff zur Verfügung steht“, bedauert der Sprecher. „Wegen dieses Impfstoffmangels können wir leider noch nicht weitere Personengruppen aus der Priorität 2 freigeben. Sollte mehr Impfstoff zugesagt und geliefert werden, können wir weiteren Personengruppen ein Impfangebot machen“, versichert Andreas Carl.

Von Elinor Wenke