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Luckenwalde Krankenhaus gliedert 80 Mitarbeiter aus
Lokales Teltow-Fläming Luckenwalde Krankenhaus gliedert 80 Mitarbeiter aus
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16:26 19.09.2019
Seit Juli gehört das Krankenhaus in Luckenwalde zum Konzern der KMG Kliniken. Quelle: Elinor Wenke
Luckenwalde

Im Luckenwalder Krankenhaus werden Teile des Betriebs ausgegliedert. Das bestätigte die Pressesprecherin des Betreibers KMG Kliniken, Kathrin Grützmacher, in dieser Woche der MAZ. Demnach sollen der Hol- und Bringedienst, die Technikabteilung, Küche und Catering, Reinigung, Stationsservice und die Sterilisation in neue Tochterfirmen übergehen. Rund 80 Mitarbeiter sind betroffen.

Betriebsrat verhandelt Details aus

Die KMG Kliniken hatten das Luckenwalder Krankenhaus und die drei Schwesternhäuser in Thüringen nach der Insolvenz im Juli übernommen. Bis auf wenige Kündigungen wurden die knapp 500 Mitarbeiter und auch die über 250 Betten in Luckenwalde vollständig beibehalten.

Die genauen Bedingungen der Ausgliederung von Technik, Küche und anderen Abteilungen würden derzeit vor Ort verhandelt, heißt es von der KMG. „Der Zeitpunkt für die Umsetzung der Maßnahmen sollte in Abhängigkeit von den Verhandlungen mit den Betriebsräten zeitnah feststehen“, erklärt Sprecherin Grützmacher.

Zahlen und Fakten

Rund 550 Mitarbeiter sind insgesamt im Krankenhaus Luckenwalde beschäftigt.

253 Betten stehen im einzigen Krankenhaus im Süden des Landkreises Teltow-Fläming für Patienten bereit.

10.700 Patienten werden im Luckenwalder Krankenhaus jährlich stationär behandelt.

24.500 Patienten werden laut den Angaben des Betreibers jährlich ambulant behandelt.

Die KMG beteuert, dass es keine negativen Auswirkungen geben soll. Sprecherin Grützmacher spricht noch unter Vorbehalt von dem Vorhaben: „Das bedeutete unter anderem, dass die Beschäftigungszeiten erhalten blieben“, erläutert sie, „und die Arbeitsbedingungen in ihrer zum Zeitpunkt des Übergangs geltenden Fassung angewandt würden. Sämtliche Servicegesellschaften gehören zum KMG Kliniken Konzern.“

Gesetz schützt Mitarbeiter vor Kündigung

Dass sich mit dem Trägerwechsel ihre Arbeitsbedingungen verändern würden – im schlimmsten Fall verschlechtern – war die große Sorge vieler Mitarbeiter im Luckenwalder Krankenhaus. Durch das Bürgerliche Gesetzbuch sind sie rein rechtlich mindestens vor einer Kündigung geschützt. Ihnen steht es dennoch frei, aus eigenen Stücken zu kündigen.

Auf Änderungen im Arbeitsvertrag, die vor dem Wechsel in das neue Unternehmen zwischen Arbeitgeber und Mitarbeiter getroffen werden, ist der rechtliche Schutz nicht ausgeweitet.

Landrätin Kornelia Wehlan (Die Linke) hat auch die Mitglieder des Kreistages bereits informiert. Quelle: Hartmut F. Reck

Über das Vorhaben der KMG sind inzwischen auch Landrätin Kornelia Wehlan (Linke) und die Mitglieder im Kreistag informiert. Die Politiker hatten sich nach der Insolvenz-Nachricht geschlossen für den Erhalt des Krankenhauses und die Übernahme aller Mitarbeiter eingesetzt.

Zwischen KMG Kliniken und dem Landkreis gibt es inzwischen einen Kooperationsvertrag. Der greift nun aber noch gar nicht, obwohl der Unternehmenswechsel für die Mitarbeiter ein einschneidendes berufliches Ereignis sein dürfte. Doch weder der Aufsichtsrat noch der Klinik-Beirat wurden bisher gegründet.

Ende Juni hatten die Führungen von Landkreis und KMG Kliniken einen Kooperationsvertrag unterschrieben. Quelle: Victoria Barnack

„Die Etablierung wird noch etwas Zeit in Anspruch nehmen“, heißt es dazu von der KMG. Offenbar liegt der Firmensitz noch immer in Thüringen und nicht in der KMG-Heimat in Bad Wilsnack (Prignitz).

„Übergang mit gleichen Rechten und Pflichten“

Landrätin Kornelia Wehlan rechnet mit der Gründung der beiden Gremien im November. Auch sonst zeigt sie sich zuversichtlich, was die Zukunft der betroffenen Mitarbeiter angeht. „Wie an allen Standorten der KMG Kliniken ist die Pflege und medizinische Betreuung der Patienten Kerngeschäft und eigenständig organisiert“, erklärt sie gegenüber der MAZ.

„Die für den Betrieb eines Krankenhauses wichtigen Bereiche, wie Küche und Technik, sind in einer eigenen Tochtergesellschaft strukturiert.“ Aus einem Gespräch mit dem Geschäftsführer des Luckenwalder Krankenhaus sei hervorgegangen, dass der Übergang der Beschäftigten „mit gleichen Rechten und Pflichten“ erfolgen solle.

Von Victoria Barnack

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