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Luckenwalde Luckenwalder Krankenhaus bekommt wieder eigene Geschäftsführung
Lokales Teltow-Fläming Luckenwalde Luckenwalder Krankenhaus bekommt wieder eigene Geschäftsführung
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00:23 13.04.2019
Das Krankenhaus in Luckenwalde wurde bisher von Thüringen aus gemanagt. Quelle: Margrit Hahn
Luckenwalde

Für das Luckenwalder Krankenhaus wird es bald wieder eine eigene Geschäftsführung geben. Das geht aus Gesprächen zwischen dem Landkreis Teltow-Fläming und dem neuen Betreiber, den KMG Kliniken, hervor.

„Unsere große Befürchtung war es, dass es erneut ein zentrales Management geben wird“, berichtete die Erste Beigeordnete und Dezernatsleiterin Kirsten Gurske (Linke) in dieser Woche. Nach einem ersten Gespräch mit dem KMG-Vorstandsvorsitzenden Stefan Eschmann könne man nun aber wieder auf einen autonomen Status des Krankenhauses hoffen, sagte sie weiter. „Luckenwalde wird künftig wohl nicht mehr ferngesteuert und müsste somit auch nicht mehr für die Defizite der Thüringer Häuser herhalten“, erklärte die Vize-Landrätin.

Stefan Eschmann ist Vorstandsvorsitzender der KMG Kliniken. Quelle: Claudia Bihler

Eschmann habe dem Landkreis zudem versichert, dass das Engagement der KMG über den Erhalt des Versorgungsauftrages hinausgehen wird. „Es soll zudem keine Umstrukturierungen geben, die zulasten der weniger profitablen Stationen in Luckenwalde gehen würden“, berichtete Gurske.

Beteiligung des Landkreises weiter offen

Wie der Landkreis Teltow-Fläming künftig in Entscheidungen des Krankenhauses einbezogen wird, ist derweil noch unklar. Die KMG Kliniken und die Kreisverwaltung seien weiter in Gesprächen, sagte Gurske. Eine finanzielle Beteiligung des Kreises Teltow-Fläming steht momentan nicht in Aussicht. Deshalb würde man nun „alternative Formen der Beteiligung“ suchen, erklärte die Erste Beigeordnete.

„Aus Sicht des Landkreises wünschen wir uns einen Neustart“, sagte Kirsten Gurske, „den hat uns der Vorstand der KMG Kliniken inzwischen auch zugesichert.“ Von der alten Form des Kuratoriums, das bei Entscheidungen rund um das Luckenwalder Krankenhaus zwar beratend zur Seite stand, jedoch keinen Einfluss hatte, distanzierte sich der Landkreis erneut.

„Nägel mit Köpfen können wir aber wohl erst nach dem Abschluss des Insolvenzverfahrens machen“, erklärte sie. Die KMG Kliniken planen derzeit damit, das bisherige DRK-Krankenhaus in Luckenwalde und die zugehörigen Thüringer Häuser zum Juli übernehmen zu können.

Von Victoria Barnack

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