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Luckenwalde Neuer Betreiber des Luckenwalder Krankenhauses steht fest
Lokales Teltow-Fläming Luckenwalde Neuer Betreiber des Luckenwalder Krankenhauses steht fest
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01:16 21.03.2019
Das Krankenhaus in Luckenwalde ist am Montag verkauft worden. Quelle: Fotos: Margrit Hahn (2)
Luckenwalde

Der neue Betreiber des Luckenwalder Krankenhauses steht nun nach Wochen der Unsicherheit fest: Die KMG-Kliniken, ein Gesundheitskonzern mit Sitz in Bad Wilsnack (Prignitz) haben am Montagabend um 17.30 Uhr den Kaufvertrag unterschrieben. Zuvor hatte der vorläufige Gläubigerausschuss am späten Nachmittag dem entsprechenden Vorschlag der Eigenverwaltung und des Sachverwalters einstimmig zugestimmt.

500 Arbeitsplätze gesichert

Die Entscheidung, so heißt es, wurde unter Berücksichtigung der Interessen aller Beteiligter – Mitarbeiter, Gläubiger und Politik – getroffen. Es steht noch die Zustimmung der Gläubigerversammlung zum Insolvenzplan an, der die Übertragung der DRK-Anteile an KMG vorsieht. Neben dem Luckenwalder Krankenhaus wurden auch die zu der Klinikgruppe gehörenden Standorte in Sömmerda, Sondershausen und Bad Frankenhausen (Thüringen) übernommen. 500 Arbeitsplätze und die medizinische Versorgung in Luckenwalde wären damit wieder gesichert.

Größter Arbeitgeber

Die KMG ist ein privater Gesundheitskonzern und betreibt unter anderen mehrere Akut- und Rehakliniken im Norden Brandenburgs und den angrenzenden Bundesländern sowie zehn Pflegeheime für Senioren und Menschen mit Behinderung. Die Gesellschaft ist mit 3600 Beschäftigten einer der größten Arbeitgeber im Land Brandenburg. 

Im Dezember hatte der bisherige Betreiber, die DRK-Krankenhausgesellschaft Thüringen-Brandenburg, Insolvenz angemeldet. Ende Februar endete die Bieterfrist, bei der sich potenzielle Käufer sowohl um den gesamten Klinikverbund als auch ausschließlich um das Luckenwalder Krankenhaus bewerben konnten. Die Verhandlungsgespräche mit den Bietern sowie mit der Politik dauerten anschließend über zwei Wochen.

Gute Nachricht

Stefan Eschmann, Vorstandsvorsitzender der KMG Kliniken, unterschrieb am frühen Montagabend den Vertrag. Gesundheitsministerin Susanna Karawanskij, Teltow-Flämings Landrätin Kornelia Wehlan und die Luckenwalder Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide zeigten sich über diese Entscheidung sehr erfreut: die Übernahme sei eine sehr gute Nachricht für die ganze Region. Der Krankenhausstandort Luckenwalde sei damit langfristig gesichert.

Der Dank gehe besonders an die Ärzte und das gesamte medizinische, pflegerische und technische Personal, das trotz der schwierigen Situation in den zurückliegenden Wochen alles dafür getan habe, dass der Klinikbetrieb uneingeschränkt fortlaufen konnte. Sie haben jetzt die Sicherheit, dass es in Luckenwalde weitergeht.

Endlich Klarheit

Stefan Eschmann erklärte gestern: „Ich freue mich sehr und bin stolz darauf, dass das Krankenhaus in Luckenwalde zukünftig Teil der KMG Kliniken ist“. Ihm sei bewusst, dass hinter den Mitarbeitern des Krankenhauses eine Zeit großer Unruhe und Unsicherheit liegt. Umso wichtiger sei es, dass nun Klarheit über den zukünftigen Träger des Krankenhauses Luckenwalde besteht.

„Gemeinsam mit den Mitarbeitern des Krankenhauses werden wir den Standort Luckenwalde, der bereits heute eine medizinische Versorgung auf sehr hohem Niveau anbietet, weiterentwickeln. Dabei werden wir selbstverständlich eng mit dem Landkreis Teltow-Fläming zusammenarbeiten“, so Eschmann.

Landkreis bei Entscheidungen einbinden

Landrätin Kornelia Wehlan betonte: „Die Klarheit über den neuen Betreiber ist wichtig für den Standort und die Region. Ich erwarte, dass die KMG Kliniken einen Weg finden, den Landkreis in Entscheidungsprozesse für den Standort Luckenwalde einzubinden.“

„Mit der KMG wird ein Betreiber tätig, der sehr gute Erfahrungen in der Ausbildung und Zusammenarbeit mit Hochschulen hat“, so Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide. „Das macht mich zuversichtlich für die Gesundheitsschule in Luckenwalde.“ Der SPD-Landtagsabgeordnete Erik Stohn zeigte sich ebenfalls erfreut: „Damit sind die medizinische Versorgung in unserer Region und die über 500 Arbeitsplätze gesichert“, sagte er. Die jetzige Rettung sei das eine, aber auch für die Zukunft müsse investiert werden.

Ende der Hängepartie

Auch Felix Thier, Vorsitzender des Kreisverbandes Die Linke und stellvertretender Fraktionsvorsitzender im Kreistag Teltow-Fläming, begrüßt die Entscheidung: „Gut ist, dass endlich die Hängepartie für Ärzte, Pflegepersonal und Patienten sowie für die Region zum Verkauf des Luckenwalder Krankenhauses beendet ist.“ Danny Eichelbaum (CDU) bedauert, dass mit der Zuschlagsentscheidung an die KMG Kliniken die Chance vergeben wurde, das Luckenwalder Krankenhaus zu kommunalisieren und damit die medizinische Versorgung in staatliche Hand zu geben. 

Von Margrit Hahn und Victoria Barnack

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