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Luckenwalde Kunststoffbahn soll 1,6 Millionen Euro kosten
Lokales Teltow-Fläming Luckenwalde Kunststoffbahn soll 1,6 Millionen Euro kosten
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05:31 28.04.2018
Die Aschenbahn im Luckenwalder Werner-Seelenbinder-Stadion soll zur Kunststoffbahn umgebaut werden. Quelle: Margrit Hahn
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Luckenwalde

Die geplante Tartanbahn für das Luckenwalder Seelenbinder-Stadion wird teurer als erwartet. Planer Falk Ehmer präsentierte den Entwurf im städtischen Sportausschuss. Demnach kosten die beiden Bauabschnitte sowie zusätzliche Leistungen insgesamt mehr als 1,63 Millionen Euro.

Im ersten Bauabschnitt sollen die Runden-Laufbahn und die Sprintbahn von der derzeitigen Aschenbahnqualität zu einer Kunststoffbahn umgebaut werden. Die Kosten werden mit 641 000 Euro veranschlagt. Der zweite Bauabschnitt sieht die Sanierung der vorhandenen Segmente für Sportarten wie Weitsprung, Hochsprung oder Kugelstoßen vor – 583 000 Euro müssen dafür eingeplant werden.

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Entsorgung der Schlacke kostet eine halbe Million Euro

Für Zusatzleistungen zu den beiden Bauabschnitten werden weitere 411 000 Euro fällig. „Dazu zählen unter anderem umlaufende Gehwege, Barrieren und Ausstattungsgegenstände“, erläuterte Ehmer. Der Knackpunkt: „Allein für die Entsorgung der vorhandenen Schlacke müssen knapp 500 000 Euro aufgewendet werden“, sagte er. Der Boden muss einen halben Meter tief abgetragen werden.

Die Finanzierung läuft ähnlich wie beim Kunstrasenplatz. Man erhofft sich Fördermittel aus dem Kommunalinvestitionsprogramm (KIP). Als Antragsteller fungiert der Verein „Luckenwalder Lauf-Gemeinschaft“ (LLG). Sie hat den Förderantrag bereits gestellt. Den notwendigen Eigenanteil zahlt die Stadt Luckenwalde.

„Erschreckende“ Kosten

Doch im Rathaus ist man geplättet. „Die Kosten haben mich mehr als erschreckt“, gab Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide (SPD) zu, „wir hatten zunächst mit 600 000 Euro gerechnet.“ Sie hält deshalb vorerst nur den ersten Bauabschnitt „für leistbar“. Rechnet man zu den Lauf- und Sprintbahn-Kosten noch Zusatzleistungen hinzu, kommt man auf ein Investitionsvolumen von einer Million Euro. Selbst bei einer 75-prozentigen Förderung – und die steht noch in den Sternen – bliebe für die Stadt ein Anteil in Höhe von 250 000 Euro. Die Verhandlungen sollen in der Haushaltsdebatte 2019 geführt werden.

Mehreinnahmen werden für Kitaplätze gebraucht

Felix Thier (Linke) verwies auf Mehreinnahmen der Stadt durch die sinkende Kreisumlage, doch die Bürgermeisterin bremste die Hoffnungen: „Wir müssen im nächsten Jahr zusätzliche Kitaplätze bauen.“

Nutznießer der witterungsunabhängigen Kunststoffbahn wären vor allem der Schulsport und die LLG. Der Verein besteht seit 27 Jahren, hat 200 Mitglieder, leistet eine intensive Nachwuchsarbeit und zählt zu den größten Leichtathletikgemeinschaften des Kreises. Zudem gehören Speedskating, Rollkunstlauf und Volleyball dazu.

Von Elinor Wenke

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