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Luckenwalde Ärger um private Wiese am Färberweg
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18:31 24.10.2019
Die Wiese am Färberweg in Luckenwalde sorgt für Diskussionen. Quelle: Margrit Hahn
Luckenwalde

Dennis Lederer kann die Diskussionen um die Wiese zum Färberweg in Luckenwalde nicht nachvollziehen. Anwohner hatten sich an die Stadt gewandt und sich gegen den Bebauungsplan ausgesprochen, der 38 Einfamilienhäuser vorsieht (die MAZ berichtete).

Der eingezäunte Teil der Wiese gehört der Stadt, der andere ist seit mehr als 30 Jahren im Besitz seiner Familie. Wie Dennis Lederer betont, gibt es bereits seit 1992 einen Bebauungsplan für den Färberweg.

„In den Jahren 2005, 2010, 2012 und 2013 hatten wir mit der Stadt beziehungsweise privaten Investoren bereits darüber verhandelt, einen Bebauungsplan für den Färberweg erstellen zu lassen“, sagt Dennis Lederer.

Zudem gab es 2015 Gespräche mit Anwohnern über den Verkauf des Grundstücks. „Deshalb verstehe ich auch nicht, dass jetzt plötzlich seitens der Anwohner Stimmung gegen das Bebauungsplanverfahren gemacht wird“, so Lederer.

In einer Pressemitteilung habe die Stadt im Oktober 2016 öffentlich über das Vorhaben informiert. „Auch die Stadtverordneten hatten dies 2016 bereits beschlossen“, fügt der Luckenwalder hinzu.

Argumente eher widersprüchlich

Ihn ärgert es, dass die Anwohner einerseits das Bauvorhaben kritisieren, anderseits aber seine Wiese illegal nutzen. Ein Beweis dafür seien Fotoaufnahmen. Darauf erkennt man Stallanlagen, aber auch Reifenspuren von Anwohnern, die über die Wiese fahren, um auf ihre Grundstücke zu gelangen.

„Auch einer Fremdbebauung und Fremdnutzung unseres Grundstückes mussten wir schon entgegenwirken. Selbst Müll wurde illegal auf der Wiese abgeladen“, betont Lederer.

Dass es den Anwohnern vor allem um das Grün gehen soll, ist für ihn schwer nachvollziehbar. „Wir werden ständig durch Bürgerhinweise, die dem Ordnungsamt mitgeteilt werden, dazu aufgefordert Bäume zu fällen, Bäume zu beschneiden und den Weidenbusch zu entfernen. Das erscheint mir dann doch widersprüchlich“, sagt er.

Da in jedem Bebauungsplanverfahren bestimmte Regeln einzuhalten sind und Bäume und Tiere geschützt werden, versteht er die Stimmungsmache der Anwohner nicht.

Von Margrit Hahn

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