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Luckenwalde Für Schüler mit und ohne Handicap
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15:27 25.01.2019
Die Luckenwalder Arndt-Grundschule hat ein Konzept für „gemeinsames Lernen“ erarbeitet. Quelle: Elinor Wenke
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Luckenwalde

Die Luckenwalder Ernst-Moritz-Arndt-Grundschule will eine „Schule für gemeinsames Lernen“ werden. Ein entsprechender Antrag und ein 80-Seiten-Konzept wurden beim brandenburgischen Bildungsministerium eingereicht. Die Stadt als Schulträger hat dem Antrag zugestimmt, darüber informierte Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide (SPD) die Stadtverordneten.

Entscheiden wird das Land voraussichtlich im Februar. In diesem Schuljahr gibt es in Brandenburg insgesamt 188 Schulen mit diesem Konzept, darunter 138 Grundschulen. „Fürs nächste Schuljahr gibt es mehr Anträge, als das Land bewilligen kann“, sagt Schulleiterin Ulrike Heinze, die natürlich hofft, dass ihre Schule den Zuschlag erhält.

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Für Schüler mit und ohne Handicap

Ziel des Konzeptes ist es, Schüler mit und ohne Handicap gemeinsam zu unterrichten. So gibt es Schüler mit Lernschwierigkeiten, körperlichen Beeinträchtigungen, Verhaltensauffälligkeiten oder sozialer Benachteiligung. „Wir möchten einfach jedes Kind individuell bestmöglich fördern und fordern und fit fürs Leben machen“, sagt Ulrike Heinze, „und dafür brauchen wir mehr Stunden.“ Derzeit lernen an der Arndt-Grundschule 235 Schüler in zehn Klassen, Tendenz steigend. Sie werden von 15 Lehrern unterrichtet.

„Schulen für gemeinsames Lernen“ erhalten mehr Stunden und zusätzliches pädagogisches Personal. Die Klassenstärke soll zwischen 23 und 25 Schülern liegen, während in der Regelschule 25 bis 28 Kinder in einer Klasse lernen.

Zusätzliche Räume benötigt

Aber auch zusätzliche Räume werden benötigt, was in zahlreichen Schulen ein Problem ist. So konnte man sich auch in der Arndt-Schule erst im zweiten Anlauf über das Raumkonzept einigen. „Der Computerraum wird zum Klassenraum und die Schüler werden mit mobilen Geräten ausgestattet“, kündigt Ulrike Heinze an. Die Raumkapazitäten des Hortes werden nicht eingeschränkt.

Ulrike Heinze freut sich auf die neue Herausforderung, „auch wenn das nicht einfach aus dem Ärmel zu schütteln ist“, sagt sie. So habe man, unter anderem mit Unterstützung des Fördervereins, fast ein Jahr lang am Konzept gearbeitet. „Außerdem müssen die Lehrer durch eine aufwendige Fortbildung“, so die Schulleiterin.

Einen Ganztagsbetrieb bis 17 Uhr, wie von der Stadt vorgeschlagen, wird es an der Ernst-Moritz-Arndt-Grundschule nicht geben.

Von Elinor Wenke

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