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Luckenwalde Ausstellung über das Leben Einzelner
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14:56 30.09.2019
Jan Schütze, Ines Glöckner, Birgit Peter und Anke Habelmann (v.l.) in der „Wir-Ausstellung“ im Luckenwalder Heimatmuseum. Quelle: Margrit Hahn
Luckenwalde

Die Ausstellung „Wir-Luckenwalde für Integration und Respekt“ im Luckenwalder Heimatmuseum ist noch bis zum 20. Oktober zu sehen. Anke Habelmann, Koordinatorin für Flüchtlingsintegration, und Birgit Peter, Mitarbeiterin im Projekt „Vielfalt als Chance“, hoffen, dass bis zur Finissage noch viele Besucher kommen.

Die Fotografin Ines Glöckner und der Kommunikationsdesigner Jan Schütze waren monatelang unterwegs, um sowohl Personen zu porträtieren, die in Deutschland geboren wurden, als auch jene, die nach Deutschland migrierten.

Lange vorbereitet

Die Idee zu einer solchen Ausstellung entstand bereits im Frühjahr 2018. Das Projekt ist in Zusammenarbeit der Stadt Luckenwalde mit der Volkssolidarität und dem Quartiersmanagement entstanden. Ziel war es, einzelnen Personen ein Gesicht zu geben. In Luckenwalde leben rund 21.000 Einwohner. Fünf Prozent davon haben einen Migrationshintergrund. Viele leben seit Jahren in der Stadt, andere sind erst in den vergangenen Jahren nach Luckenwalde gekommen.

Die Ausstellung gewährt Einblicke in das Leben einzelner Menschen dieser Stadt. Ines Glöckner und Jan Schütze sind mit viel Feingefühl an die Sache gegangen. Auszüge aus Gesprächen, Fotos und Filmaufnahmen sind 2018 und 2019 entstanden. Man erfährt von den Protagonisten, wie sie ihre Stadt sehen, welche Probleme und welche Wünsche sie haben, auch, warum sie nach Deutschland gekommen sind. „Wir waren bei den meisten zu Hause. Das war ein großer Vertrauensbeweis“, sagt Ines Glöckner. Die Interviews, die geführt wurden, sind zwischen 60 und 90 Minuten lang. Daraus hat Jan Schütze kurze Film zusammengestellt, den man sich in der Ausstellung anschauen kann.

Teilnehmer nicht bloßstellen

„Als wir den Fördermittelantrag gestellt haben, wollte man von uns wissen, warum wir uns für Ines Glöckner und Jan Schütze entschieden haben“, sagt Anke Habelmann. „Wir wollten genau die beiden, weil wir wussten, dass es passt“, fügt sie hinzu. Wichtig war vor allem, dass die Teilnehmer nicht bloßgestellt werden. Andererseits sollte sie aber auch ihre Meinung sagen – und das unverblümt.

„Jeder hat Eindrücke hinterlassen, die sich eingeprägt haben“, sagt Ines Glöckner. So denkt sie gern an bei Aisha zurück, die ursprünglich aus Somalia kommt. „Ich habe bei ihr so viel Herzenswärme erfahren, wie noch nie zuvor“, so die Fotografin.

Die Ausstellung kann als Wanderausstellung ausgeliehen werden. Interessierte Schulklassen, Gruppen oder Einzelpersonen können sich an die Stadt Luckenwalde an Anke Habelmann oder Birgit Peter wenden.

Von Margrit Hahn

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