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Luckenwalde Bauhaus-Jubiläum auf der Theaterbühne
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16:15 24.03.2019
Regisseurin Doris Ullrich (l.) und die „Bauhaus-Crew“ – ein kreatives Gespann aus Luckenwalder Schauspielern, Schülern und Lehrern. Quelle: Elinor Wenke
Luckenwalde

Wie sich die Gründung des Bauhauses vor 100 Jahren nicht nur auf die Architektur, sondern auch auf das Leben der Menschen ausgewirkt hat, konnten die Besucher des Luckenwalder Stadttheaters am Wochenende in zwei ausverkauften Veranstaltungen auf der Studiobühne quasi hautnah miterleben. „Hausgemachtes“ hieß die Aufführung mit einem Mix aus Theaterspiel, Film und Leseszenen.

Die „Bauhaus-Crew“, wie Regisseurin Doris Ullrich ihr kreatives Gespann aus Luckenwalder Schauspielern, Schülern und Lehrern liebevoll nennt, hatte in aufwendiger Kleinarbeit die hundertjährige Bauhaus-Geschichte recherchiert, analysiert, auf Luckenwalde heruntergebrochen und in zeitgemäßen Kostümen schließlich lebendig gemacht. „Wir wollen die Wechselwirkung zwischen Architektur und menschlichen Beziehungen in einer Gesellschaft aufzeigen“, sagte Doris Ullrich.

Schülerinnen der Jahn-Oberschule mit ihrem triadischen Tanz. Quelle: Elinor Wenke

Bereits im vorigen Jahr war die Crew zur Geburtsstube des Bauhaus nach Weimar gereist, um historische Szenen im Schwarz-Weiß-Film festzuhalten. Später ging es zum heutigen Bauhaus-Zentrum nach Dessau, der Geburtsstadt Doris Ullrichs, die sich vielleicht auch deshalb so mit Herzblut ihrem Drehbuch widmete.

Erinnerung an Rolf Danzmann

Ein wenig Wehmut schwang am Wochenende mit in der ansonsten so erfrischenden Aufführung. Denn einer der Hauptakteure konnte die Premiere nicht mehr miterleben. Rolf Danzmann, der die Rolle des Bauhaus-Begründers Walter Gropius übernommen hatte, starb am 5. März im Alter von 80 Jahren. „Lieber Rolf, du bis trotzdem immer bei uns“, sagte eine sichtlich gerührte Doris Ullrich und überreichte einen Blumenstrauß an dessen Witwe Anita Danzmann. Auch Tochter Rita Eisner und Sohn Thoma Danzmann waren am Sonnabend dabei. Sie erlebten ihren Vater doch noch einmal auf der Bühne, denn Rolf Danzmanns Stimme als Bauhaus-Erzähler wurde eingespielt.

Verschiedene Rollen

In die Rolle von Walter Gropius schlüpfte quasi in letzter Minute Gymnasiallehrer Michael Zschille. Genauso wie die schon bühnenerfahrenen Akteure Kathrin Woischnik, Lucia Steinmeyer, Tobias Sachse und Sven Müller präsentierte er sein Talent in verschiedenen Rollen.

Unterstützt wurden die Hobby-Künstler von Schülerinnen der Jahn-Oberschule unter Leitung von Kunstlehrerin Carsta Scherneck mit ihrem triadischen Tanz und von der Mädchen-Band „Tsylka“ unter Leitung von Gerald Bassing, der selbst auch am Piano saß.

Die 100-jährige Bauhaus-Geschichte und die Auswirkungen auf das Leben der Menschen haben Luckenwalder Schauspieler am Wochenende auf die Studiobühne gebracht. Die „Bauhaus-Crew“ erhielt viel Applaus.

Wie das gesamte Publikum honorierte auch Anita Danzmann das Stück mit viel Applaus. „Es ist unglaublich, was Doris Ullrich da geleistet hat“, sagte sie. „Sie hat alle Texte selbst geschrieben.“ Rita Eisner ergänzte: „Meinem Vater hätte es gefallen, die Bühne war sein Leben und er war immer gern mittendrin.“

Ein kleiner Doris-Ullrich-Fanclub hatte sich mit Christel Plichta, Hannelore Nowak und Karin Schäfer in der ersten Reihe platziert. „Ich bin mit Rolf Danzmann zur Schule gegangen und die früheren Aufführungen der Schauspieler über die Märker und Berliner haben wir uns auch angesehen“, sagte Christel Plichta. Die Bauhaus-Premiere erhielt sehr gute Noten. Die Abwechslung zwischen Spiel, Film und Musik sei sehr kurzweilig und unterhaltsam, befand das Damen-Trio.

Von Elinor Wenke

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