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Luckenwalde Stadt pflanzt bienenfreundliche Sträucher
Lokales Teltow-Fläming Luckenwalde Stadt pflanzt bienenfreundliche Sträucher
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10:52 28.08.2018
Hinweisschild auf einen Futter- und Blühstreifen am Frankenfelder Berg in Luckenwalde.
Hinweisschild auf einen Futter- und Blühstreifen am Frankenfelder Berg in Luckenwalde. Quelle: Elinor Wenke
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Luckenwalde

An bisher vier Standorten in Luckenwalde weist die Stadt mit Schildern auf sogenannte Futter- und Blühstreifen für Bienen hin. Die leuchtend gelben Schilder signalisieren: Hier wird der Grünstreifen absichtlich nicht gemäht, sondern bleibt als Standort mit Wildblumen, Gräsern und Disteln für die Bienen eine willkommene Futterquelle.

Die Stadt Luckenwalde hat beschlossen, Bankettstreifen nur noch zweimal statt dreimal im Jahr mähen zu lassen, um den Insekten die blühenden Wildpflanzen länger zu erhalten. Das betrifft 26.425 Quadratmeter Fläche. Damit leistet sie einen Beitrag zum Stadtverordnetenbeschluss, Luckenwalde bunt und bienenfreundlich zu gestalten. Michaela Hoffmann und Astrid Mai vom Grünflächenamt zogen im städtischen Umweltausschuss Zwischenbilanz der Aktivitäten.

Bienenvölker in zehn Kleingartenanlagen

In Zusammenarbeit mit dem Verband der Kleingärtner und Imkern stellt die Stadt Flächen für die Besiedlung mit den nützlichen Insekten zur Verfügung. „In mindestens zehn Kleingartenanlagen wurden inzwischen Bienenvölker angesiedelt“, bilanziert Michaela Hoffmann. Außerdem hat ein Imker aus Niedergörsdorf am Fichtesportplatz, am Kirchhofsweg und auf dem Friedhof Jüterboger Tor Magazinbeuten mit tausenden Honigbienen aufgestellt.

Informationsstände, ein Frühlingsfest mit Pflanzenbörse und ein Bienenschaugarten in der Gartenanlage „Am Stadtpark“ waren und sind weitere Angebote, um die Einwohner für das Wohl der Bienen zu sensibilisieren.

Neue Linden als Ersatzpflanzung

Künftig will die Stadt bei Grünmaßnahmen noch stärker auf eine insektenfreundliche Bepflanzung achten. Am neuen Spielplatz in der Bergsiedlung wurden unter anderem Scharlach-Rosskastanien, Eschen, Weidensträucher, Waldaster-Stauden und Felsenbirne-Sträucher in die Erde gebracht. Auch am Boulevard, an der Bibliothek und am Treuenbrietzener Tor wurde auf den Speisezettel der Bienen geachtet.

Als nächstes stehen Ausgleichs- und Ersatzpflanzungen für die Dahmer Straße auf dem Plan. Dort werden 24 Linden gepflanzt. Mehr können dort nicht untergebracht werden. Deshalb sind weitere 24 Linden der Sorte „Henryana“ für die Festwiese vorgesehen. „Diese Sorte ermöglicht den Insekten ein Futterangebot bis in den September“, kündigte Michaela Hoffmann an.

Von Elinor Wenke