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Luckenwalde Schüler und DRK in einem Boot
Lokales Teltow-Fläming Luckenwalde Schüler und DRK in einem Boot
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16:41 16.05.2019
Niklas Marg (l.) und Lutz Müller (r.) vom DRK stellen den Schülern das Rettungsboot vor. Quelle: fotos: Elinor Wenke (2)
Luckenwalde

Zwei Unterrichtsstunden der besonderen Art konnten ausgewählte Acht- und Neuntklässler der Luckenwalder Jahn-Oberschule am Donnerstagvormittag erleben. Statt Mathe, Englisch oder Geschichte lernten sie die Arbeit des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) im Kreisverband Fläming-Spreewald kennen. „Die Veranstaltung ist für besonders interessierte Schüler aus vier Klassen heute eine Art Belohnung“, sagte Lehrerin Anja Wakendorf.

Uwe Grundmann hilft Anna beim Anprobieren des Tauch-Jackets. Quelle: Elinor Wenke

Lutz Müller, Uwe Grundmann, Niklas Marg und Klaus Kosmala – allesamt ehrenamtliche Mitarbeiter des DRK – stellten den Schülern die Wasserwacht sowie die Bereitschaftsarbeit und den Katastrophenschutz vor. Dazu waren sie mit vier Fahrzeugen auf dem Schulhof vorgefahren.

Doch zunächst gab Lutz Müller, Kreisleiter der DRK-Wasserwacht, mit einem kleinen Film einen Einblick in die Arbeit der Wasserretter. 400 Mitglieder engagieren sich ehrenamtlich, um für Sicherheit beim Baden und Wassersport zu sorgen und in Not Geratene vor dem Ertrinken zu retten.

Lehrerin Anja Wakendorf mit Tauch-Jacket und Vollmaske. Uwe Grundmann (l.) und Lutz Müller helfen. Quelle: Elinor Wenke

Müller stellte den modernen Tauch-Anhänger, das Rettungsboot und das Schlauchboot vor. „Mit dem Schlauchboot kommt man in jedes Gewässer“, sagte Müller, „und man kann mit dem Echolot-System bis 70 Meter tief suchen.“

Besichtigt werden konnte außerdem ein fast nagelneuer Notfall-Krankentransportwagen. Auch eine Drohne mit Wärmebildkamera zur Suche von Vermissten gehört zur Einsatztechnik der DRK-Ehrenamtler.

Taucher-Ausbildung ab 18

„Retten heißt vor allem schnell sein“, erklärte Müller. „So müssen Taucher innerhalb von drei Minuten einen Neopren-Anzug anziehen und das ist gar nicht so einfach“, sagte er. Mit 18 Jahren können Interessierte bei der Wasserwacht des DRK eine einjährige Ausbildung zum Taucher absolvieren. „Ab 15 könnt ihr schon den Rettungsschwimmer in Silber machen“, gab Müller den 14- bis 15-Jährigen mit auf den Weg.

Sie durften auf das Rettungsboot klettern, die Technik erkunden und auch mal ein Tauch-Jacket mit Sauerstoffflasche und Maske anprobieren. „35 bis 40 Kilo hat man da schon auf dem Rücken, wenn man ins Wasser steigt“, erklärte Uwe Grundmann, Vorsitzender des DRK-Ortsverbandes Jüterbog.

Lutz Müller gibt Erklärungen am Tauch-Anhänger. Quelle: Elinor Wenke

„Ich fand das gar nicht so schwer“, befand Anna aus der Klasse 8d, die das Jacket ausprobiert hatte, „die Maske ist ungewohnt, aber ich konnte ganz normal atmen.“ Die 14-Jährige empfand die DRK-Veranstaltung als äußerst spannend und gute Vorbereitung für ihre spätere Berufslaufbahn; sie möchte Notfall-Sanitäterin werden.

Auch Friedrich und Jeremy (beide 15) aus der 9d freuten sich über die kurzweilige Schulstunde. „Es ist interessant, wo die Retter zum Teil unterwegs sind und wie weit sie fahren“, sagte Friedrich.

„Total informativ“

„Ich finde die Veranstaltung total informativ“, schwärmte Lehrerin Anja Wakendorf. Für die Schüler sei es eine einmalige Gelegenheit, hautnah zu erfahren, wie Rettungstechnik funktioniert. „Man konnte selbst mal ausprobieren, wie schwer so eine Taucherausrüstung ist“, sagte die 33-Jährige, „im Fernsehen sieht das immer so leicht aus.“

Von Elinor Wenke

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