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Luckenwalde Industrieruine nach Brand einsturzgefährdet
Lokales Teltow-Fläming Luckenwalde Industrieruine nach Brand einsturzgefährdet
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17:16 12.08.2019
Mit der Drehleiter konnte auch am Montag nur von außen über das Dach und die Fenster gelöscht werden. Quelle: Elinor Wenke
Luckenwalde

Das Feuer in der Luckenwalder Industrieruine Haag 12, das am Sonntagnachmittag ausgebrochen war, hält die Feuerwehrleute auch am Tag danach noch auf Trab. „Der Brand ist unter Kontrolle, aber noch nicht gänzlich gelöscht“, sagte Einsatzleiter Michael Lehmann von der Trebbiner Feuerwehr am Montagmittag. Seine Leute hatten die Luckenwalder Kameraden um 10 Uhr abgelöst.

„Wir sind mit acht Einsatzkräften vor Ort und sichern die Nachlöscharbeiten ab“, sagt Lehmann. Diese gestalten sich wegen der akuten Einsturzgefahr der leer stehenden Fabrik äußerst schwierig. „Wir können nicht ins Gebäude rein, sondern nur von außen löschen“, sagt Lehmann.

Nachdem am Sonntag im Luckenwalder Haag 12 ein Feuer ausgebrochen war, dauerten die Löscharbeiten an der Industrieruine auch am Montag an. Das Gebäude ist akut einsturzgefährdet, deshalb konnte nur von außen gelöscht werden.

Unter Atemschutz fahren zwei Feuerwehrmänner auf der Drehleiter in die Höhe und spritzen über das eingestürzte Dach oder die Fensterhöhlen 400 bis 800 Liter Wasser pro Minute auf die Glutnester. Zusätzlich gehen zwei Einsatzkräfte mit einem handgeführten Strahlrohr zu Werke. „Die Drehleiter wird an den Hausecken positioniert, die sind immer noch die stabilsten Plätze“, sagt Lehmann.

Beißender Geruch

Rund um den Brandort breitet sich noch immer ein beißender Geruch aus; immer wieder qualmt es aus den Fenstern. Im Innern türmen sich eingestürzte Balken und Dachpappe. „Die Geruchsbelästigung können wir auch weiterhin nicht ausschließen“, sagt Luckenwaldes Stadtbrandmeister Jens Reichwehr. Unter seiner und der Regie von Einsatzleiter Christoph Roggenbuck hatten 77 Feuerwehrleute aus Luckenwalde, Woltersdorf und Jüterbog am Sonntag gegen die Flammen gekämpft.

Statik wird geprüft

Der Haupteinsatz wurde um 1.30 Uhr beendet und in der Nacht die Brandwache abgesichert. Am Montagnachmittag lösten die Luckenwalder die Trebbiner wieder ab. Reichwehr hält die extreme Einsturzgefahr für das größte Problem. „Wir müssen mit äußerster Vorsicht vorgehen. Die Steine an der Fassade sind zum Teil ausgeplatzt, Teile der Stahlträger gucken raus“, sagt er. Die Statik soll von externen Gutachtern geprüft werden. Auch die Straße bleibt zwischen Ampelkreuzung und Poststraße vorerst gesperrt.

Bürgermeisterin Elisabeth-Herzog-von der Heide (SPD) zollt den Feuerwehrleuten Respekt. „Es beeindruckt, mit welcher Souveränität und Kompetenz in außergewöhnlichen Gefahrenlagen das Richtige getan wird“, sagt sie.

Polizei ermittelt

Die Polizei hat die Ermittlungen wegen des Verdachts der Brandstiftung aufgenommen. „Wir können aber derzeit auch jede andere Brandursache nicht ausschließen“, teilt Polizeisprecherin Therese Franz mit. „Eine kriminaltechnische Untersuchung war bisher nicht möglich, da das Gebäude noch nicht betreten werden kann“, so Franz.

Neuer Eigentümer ahnungslos

Kalt erwischt wurde der neue Immobilien-Eigentümer in spe. Er erfuhr über die MAZ von dem Feuer. Die „Haag XII Entwicklungsgesellschaft“ hatte im Frühjahr das Grundstück samt Gebäude gekauft und will es zu Wohnungen umbauen. Trotz des Kaufvertrages hatte der Noch-Eigentümer den Wechsel immer wieder behindert und verzögert. „Wir sind im Grundbuch vorgemerkt und hoffen nun, dass das in Kürze vollzogen wird“, sagt Geschäftsführer Till-Jonathan Patzschke. An den Bauplänen soll trotz des Brandes festgehalten werden.

Von Elinor Wenke

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