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Luckenwalde Parkraumkonzept geht in die Öffentlichkeit
Lokales Teltow-Fläming Luckenwalde Parkraumkonzept geht in die Öffentlichkeit
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19:39 09.10.2019
Der Park-and-Ride-Platz am Bahnhof ist mit 185 Stellplätzen fast immer voll belegt. Quelle: Elinor Wenke
Luckenwalde

In der Stadt Luckenwalde gibt es insgesamt 12.500 Stellplätze. Während die Parksituation in einigen Bereichen relativ entspannt ist, zeigen sich in anderen Bereichen Konflikte und ein hoher Parkdruck.

So ist der Parkplatz am Bahnhof mit 185 Stellplätzen oftmals hoffnungslos belegt. Ebenso reichen die Stellplätze am Krankenhaus in hoch frequentierten Zeiten nicht aus. Im Wohnquartier Straße des Friedens, Jahnstraße und Arndtstraße gibt es vor allem bei Veranstaltungen im Seelenbinder-Stadion nicht genügend Plätze. Und auch in der südlichen Innenstadt rund um Kreishaus und Parkstraße sind Parkplätze tagsüber Mangelware.

Höherer Parkdruck erwartet

Durch die weitere Belebung der Innenstadt, zunehmende Pendlerzahlen und die Aufwertung der Wohnsubstanz wird in den kommenden Jahren ein noch größerer Parkdruck erwartet. Um diese Probleme in den Griff zu bekommen und das Parkverhalten künftig zu regulieren, hat die Stadt vor zwei Jahren ein Parkraumkonzept in Auftrag gegeben. Den Zuschlag erhielt die PGT Umwelt- und Verkehrs GmbH.

Deren Geschäftsführer Heinz Mazur stellte den Entwurf in dieser Woche den Stadtverordneten vor. Sie beschlossen einstimmig, das Konzept jetzt in der Öffentlichkeit zu diskutieren. „Im Grunde genommen ist Luckenwalde im Vergleich mit anderen Städten noch paradiesisch“, sagte Heinz Mazur, „aber es gibt Tendenzen, auf die Sie reagieren müssen.“

Bewohner bleiben auf der Strecke

Für die Bewertung der Parksituation hat die PGT die Stadt in mehrere Teilräume eingeteilt und insgesamt 9600 Stellplätze detailliert untersucht. So sind Parkplätze in der Innenstadt am Vormittag bis zu 75 Prozent ausgelastet, am Klinikum gibt es zeitweise keine freien Plätze. Stellflächen rund um die Parkstraße werden zu großen Teilen von Behördenmitarbeitern belegt, während das teils kostenpflichtige Rewe-Parkhaus nur rar genutzt wird. Bewohner bleiben oftmals auf der Strecke.

Das Rewe-Parkhaus am Kreishaus wird nur spärlich genutzt. Quelle: Alexander Engels

Das Konzept bietet auf 63 Seiten Lösungen und Empfehlungen an. So entsteht derzeit auf dem alten Gaswerksgelände ein Parkplatz mit 100 Stellplätzen, die die Situation am Bahnhof entspannen können. „Dann müsste aber auch ein direkter Zugang zum Bahnsteig geschaffen werden“, sagte Mazur. Er regt außerdem an, den Bahnhof in Woltersdorf ebenfalls als Park-and-Ride-Platz zu nutzen.

Parkzeitbegrenzungen geplant

Im Stadtkern sollen Langzeitparker zugunsten von Kurzzeitparkern verdrängt werden. Dafür schlägt das Konzept Parkzeitbegrenzungen zwischen 30 und 90 Minuten vor; Dauerparker sollen in zumutbare Entfernungen gelenkt werden. Für Bewohner sind Anwohner-Parkzonen geplant, für die auf Antrag Parkausweise ausgegeben werden. Beschäftigte könnten zu Angeboten „zweiter Wahl“ geleitet werden, wie zum Beispiel zum Parkhaus. „Jeder ist mit ein bisschen Druck lernfähig“, sagte Mazur.

Beschlussreif im nächsten Jahr

Das Konzept soll nun öffentlich kommuniziert und mit dem Stadtmarketingverein, Betrieben, Einrichtungen und Bürgern beraten werden, zunächst voraussichtlich im Bereich Dahmer Straße. Stadtplanungsamtsleiter Peter Mann hofft, dass es im nächsten Jahr für die Stadtverordneten beschlussreif ist. „Wir werden das Konzept nicht sofort flächendeckend umsetzen können“, sagt Peter Mann, „aber wir haben eine gute Grundlage.“

Von Elinor Wenke

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