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Luckenwalde Folgen des Brandes noch nicht beseitigt
Lokales Teltow-Fläming Luckenwalde Folgen des Brandes noch nicht beseitigt
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17:07 15.05.2019
Im Wartezimmer der Lungenärztin stehen Gebläsetrockner. Quelle: foto: Margrit Hahn
Luckenwalde

 Das Wartezimmer der pneumologischen Praxis von Mandy Weidlich im Luckenwalder Krankenhaus kann noch immer nicht von ihren Patienten genutzt werden.

In der vergangenen Woche wurde damit begonnen, ein Teil der Decke und des Fußbodens sowie die Tapeten von den Wänden zu entfernen. Und ein Ende scheint nicht in Sicht. Ein Lüfter soll dafür sorgen, die Feuchtigkeit aus dem Mauerwerk zu ziehen. Die Lungenärztin weiß inzwischen nicht mehr, was sie ihren Patienten sagen soll, da sie über die weiteren Arbeiten nicht informiert wird.

Sprechstunden mussten ausfallen

Durch den Brand am 21. März auf der Geriatrie des Luckenwalder Krankenhauses wurde die darunter liegende pneumologische Praxis stark in Mitleidenschaft gezogen. Der Brand war wohl durch einen technischen Defekt ausgelöst worden. Nach Darstellung der Brandermittler könnte es sich um einen Kabelbrand in der Decke gehandelt haben. Brandstiftung wurde ausgeschlossen. Patienten waren nicht verletzt worden. (die MAZ berichtete). Die Lungenärztin, die ihre Räume angemietet hat, konnte die ersten Wochen nicht praktizieren, so dass die Sprechstunden ausfallen mussten.

Kein Warteraum für Patienten

Nach Aussage des Gutachters sollten die Trocknungsarbeiten, die aufgrund des massiven Wasserschadens notwendig waren, bis zum 5. April fortgesetzt werden. Doch inzwischen ist der Brand knapp zwei Monate her. Der Brandgeruch im Wartezimmer ist noch immer nicht restlos verzogen. Um den Praxisbetrieb aufrecht erhalten zu können, hat Mandy Weidlich mit Hilfe ihrer Versicherung Trennwände ziehen lassen. Dadurch sind der betroffene Warteraum sowie die Anmeldung für die Patienten nicht zugänglich. Dies sorgt für Verwirrung, da die Anmeldung weder zu sehen noch mit Personal besetzt ist.

Kein Verständnis

„Es gibt Patienten, die für unsere Situation, in die wir schuldlos geraten sind, kein Verständnis haben“, sagt die Lungenärztin. Es wurde ihr vorgeworfen, dass sie zu Lasten der Patienten renoviere. Diese müssten auf dem Flur warten, wo nicht gelüftet werden kann. „Wir haben wenigstens einen Kaffeeautomaten aufgestellt, um es den Patienten ein wenig angenehmer zu machen. Mehr können wir im Moment nicht tun“, so Mandy Weidlich.

Sie hatte anfangs gehofft, dass es ausreichen würde, wenn richtig durchgelüftet wird und die Wände abgetrocknet sind. Doch diese Hoffnung schwindet.

Miete voll bezahlt

Mandy Weidlich weiß nicht, wie es weitergeht und kann so ihren Patienten auch nicht mitteilen, wann alles wieder in gewohnten Bahnen verläuft. Durch die Übernahme des Krankenhauses durch den neuen Eigentümer hat sie aktuell keinen Ansprechpartner. Ihre Miete für die vergangenen Monate hat sie trotzdem voll bezahlt.

Wie Martin Wohlrabe, Geschäftsführer der Consilium Rechtskommunikation GmbH auf MAZ-Anfrage zur aktuellen Situation mitteilt, läuft momentan die Wandtrocknung mittels Gebläsetrockner. Anschließend ist der Austausch von abgehängten Deckenelementen und Wandvorbauten mit entsprechenden Malerarbeiten vorgesehen. Dies betreffe den Warteraum sowie eine Wand in der Anmeldung der Praxis.

Geriatrie bereits trockengelegt

„Im Bereich der Geriatrie ist die Gebäudetrocknung abgeschlossen“, so Wohlrabe. Die gereinigten Installationskanäle der Station werden verschlossen und gestrichen. Der gesamte Flurbereich muss aufgrund der Verrußung malermäßig instand gesetzt werden.

Das direkt vom Brand betroffene Zimmer mit Nasszelle wird komplett aus der Rohbausubstanz saniert.Da das ausführende Bauunternehmen nicht ständig vor Ort ist, sondern tageweise arbeitet, folgen zwischenzeitlich Phasen des Stillstands.

Ende der Fertigstellung ungewiss

Allerdings würde man den Anbieter anmahnen, um möglichst schnell zum Abschluss zu kommen. Ein genauer Zeitpunkt der Fertigstellung könne deshalb nicht genannt werden. „Die Kosten der Sanierung trägt der Sachversicherer“, fügt Wohlrabe hinzu.

Von Margrit Hahn

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