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Luckenwalde Luckenwalder Gablona-Ruine steht vor dem Abriss
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Luckenwalde: Gablona-Ruine steht vor dem Abriss

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18:09 22.11.2021
Die Luckenwalder Gablona-Ruine in der Beelitzer Straße 9 soll nun doch abgerissen werden.
Die Luckenwalder Gablona-Ruine in der Beelitzer Straße 9 soll nun doch abgerissen werden. Quelle: Elinor Wenke
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Luckenwalde

Die marode Luckenwalder Gablona-Ruine in der Beelitzer Straße 9 beschäftigt Behörden, Bürger und Eigentümer nun schon seit Monaten und ist für viele ein endloses Ärgernis. Doch nun signalisiert die Untere Bauaufsicht des Landkreises, dass es mit dem Schandfleck bald ein Ende haben könnte.

Sicherungsarbeiten am Giebel der Gablona-Ruine zu Beginn des Jahres. Quelle: Margrit Hahn

Zu Beginn dieses Jahres hatte sich der Giebel an der baufälligen Industriebrache – die sich in Privatbesitz befindet – gelöst. Das alte Fabrikgebäude des ehemaligen VEB Gablona drohte einzustürzen; Bewohner des benachbarten Hauses mussten in einer spontanen Rettungsaktion evakuiert werden. Die viel befahrene Beelitzer Straße war zeitweise in diesem Abschnitt voll gesperrt.

Nach einer Auflage der Unteren Bauaufsicht wurde das baufällige Gebäude inzwischen abgerissen, der Berg an Bauschutt ist noch zu sehen. Das angrenzende Gebäude der alten Gablona-Fabrik wurde vor geraumer Zeit ebenfalls eingerüstet, dann wieder abgerüstet und wieder eingerüstet. Es soll abgerissen werden.

Akute Gefahr wurde Anfang November beseitigt

Teltow-Flämings Baudezernentin Dietlind Biesterfeld teilt dazu mit: „Die Abbrucharbeiten wurden von der Eigentümerin des Gebäudes in Eigenregie begonnen. Das wurde von der Unteren Bauaufsichtsbehörde aus Sicherheitsgründen gestoppt.“ Der akute Gefahrenzustand, der unter anderem von einem instabilen Giebel herrührte, sei Anfang November durch ein von der Behörde beauftragtes Unternehmen im Rahmen einer Ersatzvornahme beseitigt worden, so Biesterfeld.

Bauaufsicht verfügt die Beseitigung des Gebäudes

„In Kürze wird die Behörde die komplette Beseitigung des Gebäudes verfügen. Für derartige Arbeiten ist eine Fachfirma zu beauftragen oder selbst Sachkunde nachzuweisen“, erklärt Dietlind Biesterfeld.

Radfahrer fühlen sich gefährdet

Viele Zeitgenossen empfinden die Verkehrssituation für Radfahrer und Fußgänger als wenig komfortabel oder sogar gefährlich, denn der Geh- und Radweg endet an der Baustelle abrupt. Doch Dietlind Biesterfeld erklärt: „Der Geh- und Radwegbereich vor dem Grundstück ist fachgerecht abgesperrt. Somit ist eine Gefahr für Passanten ausgeschlossen, wenn sie sich vorschriftsmäßig verhalten.“

Fußgänger müssten den Gehweg auf der anderen Straßenseite nutzen und könnten für eine sichere Querung die Ampelanlagen an der Puschkinstraße oder der Kreuzung zum Haag nutzen, so Biesterfeld.

Vorübergehend Tempo 30

Der Landesbetrieb für Straßenwesen als Baulastträger hat für diesen Bereich ein vorübergehendes Tempolimit von 30 km/h veranlasst. In Abstimmung mit dem Landesbetrieb hat die Stadt nun festgelegt, dass Sicherheitsmarkierungen angebracht werden. „Sie sollen das Runterfahren vom Radweg auf die Straße und das Wiederauffahren kennzeichnen“, sagt Jürgen Schmeier, Leiter des städtischen Straßenamtes. Die Markierungen sollen zeitnah aufgebracht werden.

Von Elinor Wenke