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Luckenwalde Haag bleibt weiterhin gesperrt
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17:24 14.08.2019
Straßensperrung im Luckenwalder Haag. Quelle: Elinor Wenke
Luckenwalde

Der Brand an der Industrieruine im Haag 12 beschäftigt noch immer die Gemüter und jetzt auch die Kommunalpolitiker. In der denkmalgeschützten ehemaligen Fabrik Formdrehteile war am Sonntag ein Feuer ausgebrochen. Teile des Daches stürzten ein. Wegen der Einsturzgefahr kann das Gebäude nicht betreten werden. Deshalb wurden auch angrenzende Straßen abgesperrt.

„Für eine Aussage zur Zukunft des Gebäudes ist es noch zu früh“, sagte Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide (SPD) auf Anfrage von Nadine Walbrach (CDU) im Hauptausschuss. „Die Aufgabe der Stadt war, das Feuer zu löschen. Es ist gelöscht, jetzt wird noch eine Brandwache abgesichert“, so Herzog-von der Heide.

Statiker gefragt

Die Polizei hat mit den kriminaltechnischen Ermittlungen begonnen. Die Beurteilung der Standfestigkeit sei Aufgabe der Unteren Bauaufsicht. „Es muss ein Statiker ran“, ist die Bürgermeisterin überzeugt. So lange die Sicherheitsfragen nicht geklärt seien, könnten auch die Straßensperrungen nicht aufgehoben werden, sagt die Rathauschefin.

Doch der Haag als ehemalige B 101 ist eine der Hauptverkehrsadern in der Stadt und nun eine erhebliche Einschränkung. „Die tagelange Sperrung führt zu Irritationen“, sagte Stefan Pinkawa (CDU), „durch die fehlende Beschilderung finden Ortsfremde nicht mal zum Krankenhaus.“ Laut Bürgermeisterin hatte die Stadt noch in der Sonntagnacht die Straßen ohne verkehrsrechtliche Anordnung gesperrt. Die Anordnung und Ausschilderung der Umleitung sei nun Sache des Straßenverkehrsamtes des Kreises.

Löscheinsatz kostenfrei

„Wer bezahlt den Löscheinsatz?“, wollte Felix Thier (Linke) wissen. „Der Feuerwehreinsatz ist erst mal kostenfrei“, sagte Herzog-von der Heide. Für nachfolgende Maßnahmen und Sicherungsaufgaben sei der Eigentümer zuständig. Die Immobilie befindet sich derzeit in einem Eigentümerwechsel, bei dem nicht so recht klar scheint, ob noch der bisherige oder der neue Eigentümer in der Verantwortung ist. „Entscheidend sind die Festlegungen im Kaufvertrag“, erklärt Herzog-von der Heide. Die Kreisverwaltung werde dies prüfen.

Eigentümer hat Sicherungspflicht

Tom Ritter (Grüne) verwies auf weitere leer stehende Gewerberuinen. „Gibt es Überlegungen, diese Ruinen auf eine mögliche Gefährdung zu prüfen?“, fragte er. „Zunächst ist jeder Eigentümer selbst verpflichtet, sein Grundstück zu sichern“, stellte die Bürgermeisterin klar. Nur wenn davon eine Gefahr ausgehe, könne es zu Ersatzvornahmen kommen. „Dabei muss aber immer das mildeste Mittel angewendet werden“, so Herzog-von der Heide. eli

Von Elinor Wenke

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