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Luckenwalde Informationen zu Pflegeberufen
Lokales Teltow-Fläming Luckenwalde Informationen zu Pflegeberufen
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01:15 31.03.2019
Doreen Knels (l.), Praxisanleiterin im Luckenwalder Krankenhaus zeigt das Aufziehen von Medikamenten. Quelle: Margrit Hahn
Luckenwalde

Die Schule für Gesundheitsberufe lud am Donnerstag zum Tag der offenen Tür ein. Viele Schüler vor allem aus dem Landkreis Teltow-Fläming nutzten die Möglichkeit, sich einen Überblick über verschiedene Pflegeberufe wie Gesundheits- und Krankenpfleger sowie Altenpfleger zu verschaffen. Der Tag, der von den Auszubildenden des zweiten Lehrjahres gestaltet wurde, bot dementsprechend viele Möglichkeiten: Neben Krankenhausführungen gab es auch praktische Übungen zum Mitmachen.

Hier werden Erste-Hilfe-Maßnahmen gezeigt. Quelle: Margrit Hahn

An seinem Stand zeigte der angehende Krankenpfleger Justin Philipp Gerads, wie die Sauerstoffversorgung des menschlichen Herzens funktioniert. Dies demonstrierte er an Schweineherzen, die er beim Fleischer bestellt hatte. „Ein menschliches Herz wiegt 300 Gramm“, berichtete er. Das Herz anzufassen, trauten sich wenige. Lea Wolf hatte damit aber kein Problem. Die Schülerin der Luckenwalder Oberschule nutzte den Tag der offenen Tür, um sich über den Beruf des Krankenpflegers zu informieren. „Ich könnte mir vorstellen, später in der Krankenpflege zu arbeiten“, so die Achtklässlerin. Wie die Schulleiterin Gabriele Peisker berichtet, wird es ab dem kommenden Jahr eine so genannte Generalistische Pflegeausbildung geben. Dann sollen Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege miteinander verbunden werden.

Justin Phillip Gerads (2.v.r.) zeigt wie die Sauerstoffversorgung am Schweineherzen funktioniert. Quelle: Margrit Hahn

Zu den Hinguckern des Tages gehörte Loreen Schiemenz. Die Schülerin im zweiten Ausbildungsjahr fiel in der alten Schwesternkleidung samt Haube auf, die einst Oberin Marianne Richter im Luckenwalder Krankenhaus getragen hatte. „1975 wurde der Haubenzwang am Luckenwalder Krankenhaus abgeschafft. Die Oberin hat die Haube aber noch viele Jahre weiter getragen, und es passte zu ihr“, so Gabriele Peisker. Auch an anderer Stelle waren die Gäste gefordert: Lisa Schmerler nahm Speichelproben, die an die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) geschickt werden. „Ich habe großes medizinisches Interesse und mich mit 17 Jahren registrieren lassen“, sagt die angehende Krankenpflegerin. Die ganze Prozedur dauert nur 60 Sekunden. „Mit dem Wattestäbchen wird die Mundschleimhöhle ausgestrichen“, erklärte sie. Der 20-jährige Lucas Vogler aus Zossen überlegte nicht lange. Die Aussicht, dass er einmal als Spender in Frage kommt, ist zwar gering. Doch ausschließen will er es nicht. Wie in den vergangenen Jahren hatten die Kranken- und Altenpflegerklassen auch in diesem Jahr für die Besucher ein Büfett zubereitet. Der Verkaufserlös geht an die DKMS.

Von Margrit Hahn

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