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Luckenwalde Jugendliche wollen eine Disco in der Stadt
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17:35 03.04.2019
Jugendliche vor dem Luckenwalder Rathaus – sie wünschen sich eine Disco und suchen Hilfe bei der Stadt. Quelle: Elinor Wenke
Luckenwalde

Sie wollen gehört werden und sich nicht abwimmeln lassen: Viele Jugendliche wünschen sich in Luckenwalde eine Disco und suchen dafür Hilfe bei der Stadt. Nachdem die jungen Leute bereits im Bildungsausschuss ihr Anliegen vorgetragen hatten, füllten sie am Dienstagabend die Gästebänke bei der Stadtverordnetensitzung.

Brief an die Bürgermeisterin

Initiator Maximilian Reschke hatte wieder knapp 20 Gleichgesinnte zusammengetrommelt. „Wir haben inzwischen Kontakt mit Stadtverordneten aufgenommen und einen Brief an die Bürgermeisterin verfasst“, sagte der 16-Jährige.

Unterstützung gab es von Beate Riedel, Mutter einer 18-jährigen Tochter. „Ich finde es wichtig, dass sich junge Leute zur Disco treffen können, statt im Park rumzulaufen oder vor Supermärkten rumzuhängen“, sagte die 56-Jährige. „Zu meiner Zeit gab es das G-Haus, das Bergschlösschen, den Fichtesportplatz und die Mensa.“

In ihrem Brief an Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide (SPD) und die Stadtverordneten äußerten die Jugendlichen sehr konkrete Vorstellungen. „Wir wünschen uns eine Disco für alle Altersklassen ab 16 Jahren. Sie sollte um 20 Uhr beginnen, damit die minderjährigen Besucher etwas vom Abend haben“, heißt es.

Altersspanne bis 60 Jahre

Der Tanzabend sollte bis 5 Uhr betrieben werden können. „Eine gut geführte Disco könnte eine Altersspanne bis 60 Jahre ansprechen, denn die Erwachsenen sollte man nicht vergessen“, sagte Maximilian Reschke.

In jedem Fall müsse das Jugendschutzgesetz eingehalten werden. „Unsere Idee ist, dass Gäste über 18 Jahre ein farbiges Band bekommen“, so Reschke, damit Minderjährige keine hochprozentigen Getränke erhalten. Von der Stadt wünschen sich die Jugendlichen Vorschläge für geeignete Standorte. „Und weil wir nicht nur fordern wollen, beteiligen wir uns am 13. April im Stadtpark beim Frühjahrsputz“, kündigte Reschke an.

Gespräch mit potenziellem Betreiber

„Der Erfolg einer Disco hängt davon ab, ob sich ein Investor findet, der die finanzielle Power und das richtige Händchen hat“, sagte die Bürgermeisterin. Mit dem neuen Betreiber des ehemaligen Tanzpalastes trifft sich die Verwaltung in der nächsten Woche.

„Es ist also genau der richtige Zeitpunkt, um Ihr Schreiben dort mit einzubringen“, wandte sie sich an die jungen Besucher, ohne etwas versprechen zu wollen. Den Hinweisen von Kerstin Reiter (52) zu potenziellen Disco-Standorten und Einflussmöglichkeiten der Stadt begegnete Herzog-von der Heide mit einem Angebot: „Da Sie sich offensichtlich mit der Materie gründlich beschäftigt haben und vom Fach sind – lassen Sie uns gemeinsam auf den Stadtplan schauen.

Von Elinor Wenke

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