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Luckenwalde Kita öffnet wieder eine Stunde länger
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16:28 08.04.2019
Die Kita Vier Jahreszeiten öffnet ab Mai wieder eine Stunde länger. Quelle: Margrit Hahn
Luckenwalde

 In der Kita „Vier Jahreszeiten“ in Luckenwalde werden ab Mai die bisher verkürzten Öffnungszeiten um eine Stunde verlängert. Ende 2018 hatte die Kitaleitung die Öffnungszeiten aufgrund von Personalproblemen reduziert, und zwar auf die Zeit von 7 bis 16 Uhr. Viele Eltern waren erbost. Vor allem, weil sie erst kurz vor Weihnachten informiert wurden und wegen der Feiertage kaum Möglichkeiten hatten, zu reagieren (die MAZ berichtete).

Betreuung nicht in vollem Umfang

Wie die Kitaleitung der MAZ gegenüber sagt, war die Verkürzung unumgänglich, da Mitarbeiter lange krank oder in Elternzeit waren oder beruflich neu orientierten. „Wenn die Aufsichtspflicht nicht mehr gewährleistet werden kann und die Kinder nicht in vollem Umfang betreut werden können, müssen wir handeln“, sagt Sonja Glätzer, Referentin für Kinder-, Jugend- und Familienhilfe des Landesverbands der Volkssolidarität.

Im Labor der Kita Vier Jahreszeiten in Luckenwalde führen die ältesten Kinder Experimente durch. Bekleidet mit weißen Kitteln hantieren sie mit Pipetten und Lösungen und staunen, wenn es zischt und pufft. Foto: privat

Dank intensiver Bemühungen aller Beteiligten sei es gelungen, die Personalsituation zu entschärfen beziehungsweise zu stabilisieren und so einen reibungslosen Kita-Alltag zu gewährleisten. Die Kita wird ab dem 2. Mai von 6.30 bis 16.30 Uhr öffnen. Zwar fehlt dann immer noch eine Stunde zur regulären Öffnungszeit, die wolle man aber zeitnah anbieten. „Uns ist daran gelegen, lieber kleine Schritte zu vollziehen, die sicher sind, als die Eltern abermals vor den Kopf zu stoßen“, fügt Sonja Glätzer hinzu. Mit der Kitaleitung dankte sie den Mitarbeitern für Einsatzbereitschaft und Durchhaltevermögen; ebenso aber den Eltern „für das gezeigte Verständnis sowie für deren Organisationstalent bei der Meisterung dieser besonderen Situation“.

Angebot nicht genutzt

Es hätte die Möglichkeit bestanden, Kinder, die einen bescheinigten Betreuungsbedarf von mehr als neun Stunden am Tag haben, in den Randzeiten in der Kita „Burg“ zu betreuen. Wobei die Volkssolidarität in diesem Fall die Wegebegleitung abgesichert hätte. Von diesem Angebot sei bis Ende Februar kein Gebrauch gemacht worden.

Um künftigem Personalmangel vorzubeugen, hat die Kita „Vier Jahreszeiten“ angehende Erzieher des Oberstufenzentrums eingeladen. Am 23. Mai werden sich die Auszubildenden des zweiten Lehrjahres mit der Praxis vertraut machen. Vielleicht entscheidet sich jemand nach bestandener Prüfung, in der Kita „Vier Jahreszeiten“ zu arbeiten.

Azubi gesucht

Derzeit betreuen dort 23 Erzieher 150 Kinder. „Wir haben momentan zwei Auszubildende – eine im ersten und eine im zweiten Ausbildungsjahr. Und wir wollen im kommenden Schuljahr noch einen weiteren Azubi einstellen“, berichtet Kitaleiterin Carmen Scheibe.

In der jüngsten Stadtverordnetenversammlung erkundigte sich Nadine Walbrach (CDU/FDP), ob die Stadtverwaltung der Kita bei der Lösung der Personalprobleme helfen könne. Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide (SPD) sagte, dass das pädagogische Personal, das bei der Stadt beschäftigt ist, benötigt wird, um die städtischen Einrichtungen wie die Kita „Regenbogen“, das Jugendzentrum Go 7 und das Ringerwohnheim zu betreuen.

Duales System

Die Bürgermeisterin wies auf das duale Ausbildungssystem hin, das sich am Oberstufenzentrum etabliert habe. Dabei geht es um eine tätigkeitsbegleitende Qualifikation von Erziehern. Der Vorteil für den Auszubildenden sei, dass er ein eigenes Einkommen bezieht und von Anfang an praktisch tätig ist. Dafür haben die Einrichtungen jemanden, der 20 Stunden in der Woche für die Kinderbetreuung zur Verfügung steht und bei späterer Festeinstellung keine Einarbeitung benötigt.

Von Margrit Hahn

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