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Luckenwalde Kunstwerke am Boulevard werden restauriert
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11:33 26.06.2019
Die Künstlerin Alice Bahra und Maurer Wolfgang Falticzka montierten am Dienstag die neuen Teile der Murmelbahn. Quelle: Elinor Wenke
Luckenwalde

Auf dem Luckenwalder Boulevard können Kinder an einem gemauerten Kunstwerk bald wieder ihre Murmeln herunter rollen lassen. Die tönerne Murmelbahn, die im Jahr 1988 auf dem zweiten Abschnitt der Fußgängerzone errichtet worden war und mittlerweile in die Jahre gekommen ist, wird derzeit restauriert.

Alice Bahra mit den gewichtigen neuen Elementen. Quelle: Elinor Wenke

Dazu hat die Stadt eigens die Künstlerin Alice Bahra aus Potsdam ausfindig gemacht, um sie mit der Restaurierung zu beauftragen. Die heute 73-jährige hatte die Murmelbahn vor 31 Jahren kreiert und erschaffen.

Das gemauerte Ensemble, zu dem auch noch der Bär, ein Trinkbrunnen und andere Elemente gehören, wurde einst von mehreren Künstlern geschaffen. „Wir gehörten damals zur Sektion Formgestaltung und Kunsthandwerk im Verband Bildender Künstler und haben vom VEB Umweltgestaltung und Bildende Kunst die Aufträge für den Boulevard erhalten“, berichtet Alice Bahra und erinnert sich an die Intension ihres Vorhabens.

Die Murmelbahn auf dem Luckenwalder Boulevard wird restauriert. Quelle: Elinor Wenke

„Ich wollte unbedingt etwas für Kinder schaffen. Der Boulevard war ja eine Art geschützter Raum, und während die Eltern einkaufen gingen, konnten die Kinder spielen“, erzählt die Bildende Künstlerin. Aus Ton wurden Röhren geformt, die ein bisschen an Dachrinnen erinnern, und anschließend gebrannt. Etwa zehn Meter Murmelbahnen sind auf diese Weise entstanden.

Die rotbraunen Röhren sind teils erhalten geblieben, teils aber auch Vandalismus zum Opfer gefallen. Die fehlenden Stücke hat Alice Bahra jetzt erneuert. Sie wurden wieder per Hand geformt, in Glindow gebrannt und diesmal mit türkisfarbener Glasur verziert. „So kann man die alten braunen Röhren von den neuen unterscheiden“, sagt die Künstlerin.

Wolfgang Falticzka beim Einbau der Teile. Quelle: Elinor Wenke

Weil die angegebene Schwindung des Tons beim Trocknen nicht ganz exakt war, gab es beim Anbau erste Probleme, die Röhren waren etwas zu groß. Doch für den erfahrenen Maurer Wolfgang Falticzka war das kein Problem.

Alice Bahra hatte 1981 schon einmal ihre Spuren in der Fußgängerzone hinterlassen. Damals schuf sie für den ersten Bauabschnitt eine begehbare tönerne Spirale, die bis heute unbeschadet geblieben ist.

Die „Spirale“ im ersten Bauabschnitt des Boulevards. Quelle: Elinor Wenke

Torsten Dutschke vom Stadtplanungsamt ist froh, dass die ursprünglichen Kunstwerke wieder aufgemöbelt werden. „Sie sind ein unverwechselbarer Bestandteil des Boulevards. Es wäre schade, wenn ein Teil davon gänzlich verschwunden wäre“, sagt Dutschke.

Umbau wäre zu teuer

Auch der ehemalige Trinkbrunnen, der 1988 von Peter Dietrich erschaffen wurde, ist restauriert, bleibt allerdings trocken. „Die Trinkwasseranlage konnten wir leider nicht wieder aktivieren, da die heutigen Anforderungen laut Trinkwasserverordnung mit der damaligen Installation nicht vereinbar sind“, erklärt Dutschke. Ein völliger Umbau wäre zu teuer geworden und hätte zu viel Substanz des Ursprungs-Brunnens zerstört. Als „Entschädigung“ soll in unmittelbarer Nähe ein neuer Trinkbrunnen entstehen.

Von Elinor Wenke

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