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Luckenwalde Zwei Stadtverordnete weniger
Lokales Teltow-Fläming Luckenwalde Zwei Stadtverordnete weniger
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00:24 30.05.2019
Das Rathaus Luckenwalde –Tagungsort der Stadtverordnetenversammlung. Quelle: Hartmut F. Reck
Luckenwalde

Die etablierten Parteien haben bei der Wahl zur Luckenwalder Stadtverordnetenversammlung eingebüßt – und sind trotzdem noch die stärksten Kräfte. Die Sozialdemokraten schafften es auf 28 Prozent der Stimmen und sind damit größte Fraktion. Das verdanken sie vor allem Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide (SPD). Sie holte fast 4000 Stimmen. Dass die SPD dennoch im Vergleich zur vorigen Kommunalwahl 5,8 Prozentpunkte verloren hat, kann Herzog-von der Heide in ihrer Euphorie nicht bremsen. „Ich weide mich momentan nur daran, dass die Luckenwalder SPD dem allgemeinen Trend zum freien Fall getrotzt hat und stattdessen sogar stärkste Partei geworden ist“, erklärt sie. Ihr Stadtverordnetenmandat nimmt sie nicht an.

Im Wahllokal in der Luckenwalder Friedrich-Ebert-Schule. Quelle: Hartmut F. Reck

Der neuen Zusammensetzung im Gremium stellt sie sich selbstbewusst. In der Vergangenheit habe es weder eine absolute Mehrheit der SPD noch Koalitionen mit anderen Parteien gegeben. Deshalb sei sie es gewohnt, um Mehrheiten zu ringen, so die Bürgermeisterin. „Wenn es also vordringlich um die Sache geht und weniger darum, der Bürgermeisterin eins reinzuwürgen, ist mir nicht bange“, so Herzog-von der Heide.

AfD: „Nicht mit so großer Resonanz gerechnet“

Statt wie bisher drei größere Fraktionen wird es künftig acht Parteien und Gruppierungen geben. Die AfD, die bisher gar nicht vertreten war, startet von null auf 15 Prozent und erringt vier Sitze. Mit Christian Block und Klaus-Werner-Lehmann gab es aber nur zwei Bewerber, die sich zur Wahl gestellt hatten. Das heißt: Zwei Sitze bleiben künftig leer, das neue Gremium wird nur 26 Stadtverordnete zählen. „Mit vielen Wählerstimmen für die AfD haben wir gerechnet, mit so einer großen Resonanz aber nicht“, sagt Christian Block. Er bedauert, dass man dem Wählerauftrag quantitativ nicht gerecht werden kann.

Am Wahlsonntag in der Luckenwalder Friedrich-Ebert-Schule. Quelle: Hartmut F. Reck

Von der kleinteiligen Konstellation im Stadtparlament erhofft er sich, „dass nicht Parteipolitik im Vordergrund steht, sondern über Sachthemen entschieden wird“. Für den studierten Sozialpsychologen und gelernten Krankenpfleger stehen vor allem soziale Belange im Vordergrund. „Mich ärgert, dass Gehwege zu Stolperfallen werden und Familien, die von Berlin hierher ziehen, keinen Arzt in Luckenwalde finden“, sagt Block.

CDU: Chance für Sachthemen

Als Chance sieht Nadine Walbrach (CDU) die neue Konstellation. „Man sollte das Partei-Gedöns rauslassen und sich um Sachthemen kümmern“, sagt sie. „Ich habe mich immer für eine buntere Aufstellung in Luckenwalde stark gemacht“, so Walbrach. Ihre Partei zieht mit fünf Sitzen als drittstärkste Kraft hinter den Linken ein und büßt knapp vier Prozentpunkte ein. „Unser Ergebnis hätte besser ausfallen können, aber wir sind zufrieden“, so Walbrach. Die Schwerpunkte der Christdemokraten: „Mehr Transparenz in der Kommunalpolitik und ein Sprachrohr für die Jugend sein.“

Tom Ritter ist der Jüngste

Auf 8,1 Prozent der Stimmen und zwei Sitze bringen es die Neulinge LÖS/Bündnisgrüne. „Die neue Zusammensetzung wird künftige Entscheidungen vielleicht etwas schwieriger machen“, sagt Anja Jürgen, „aber eine fraktionsübergreifende Diskussion kann auch gute demokratische und bürgernahe Ergebnisse erzielen.“ Ihr Mitstreiter Tom Ritter wird mit 18 Jahren als Jüngster auf der Stadtverordnetenbank sitzen.

Von Elinor Wenke

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