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Luckenwalde Die SPD startet durch
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02:10 27.05.2019
Das Rathaus in Luckenwalde.
Das Rathaus in Luckenwalde. Quelle: Margrit Hahn
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Luckenwalde

Wenn die SPD einen Mutmacher braucht, dann kann sie nach Luckenwalde schauen. Dort ist sie jetzt sogar stärkste Partei in der Stadtverordnetenversammlung geworden – und hat damit die Linke abgelöst. Dass Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide (SPD) dabei als Zugpferd antrat, ohne in die Stadtverordnetenversammlung einziehen zu wollen, hatte schon vorab für Kritik gesorgt. Tatsächlich holte sie 3995 der insgesamt 6973 Stimmen der SPD, kein anderer Bewerber kam dem nah.

Gewonnen, aber auch verloren

Der Erfolg der Partei bedeutet aber nicht, dass die Sozialdemokraten nicht an Zustimmung eingebüßt hätten, das haben sie sogar recht deutlich. Sie kamen jetzt auf 28 Prozent und verloren somit 5,8 Prozentpunkte. Doch die Linken traf es eben noch heftiger. Sie liegen jetzt bei 22 Prozent, und verloren damit 13,7 Prozent im Vergleich zur Kommunalwahl 2014.

Letzterem Wert entspricht fast identisch der Gewinn der AfD, die 2014 in Luckenwalde gar nicht angetreten war und aus dem Stand auf glatte 15 Prozent der Stimmen kam. Die CDU konnte sich mit 16,6 Prozent (bei Verlusten von 3,9 Prozent) knapp davor behaupten.

Erfolgreiche Premieren

Die Grünen stellten sich erstmals zur Wahl und erreichen 8,1 Prozent. Auch die Freien Wähler Luckenwalde (FWL) waren neu angetreten und kommen auf 4,1 Prozent. Die FDP verliert 1,4 Prozentpunkte und liegt nun bei 2,8 Prozent. Der Bauernverband (BV) bleibt bei 2,3 Prozent. Die NPD büßt 2,4 Prozentpunkte ein und kommt auf einen Prozent.

Damit ist die NPD nicht mehr in die Stadtverordnetenversammlung vertreten. Die 28 Sitze verteilen sich wie folgt: SPD (8), Linke (6), CDU (5), AfD (4), Grüne (2) und jeweils ein Sitz für FWL, FDP und BV. Die AfD wird trotzdem nur mit zwei Mitgliedern vertreten sein – sie hatte nur zwei Kandidaten ins Rennen geschickt.

Von Ekkehard Freytag