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Luckenwalde Breitscheid-Straße bleibt Kopfsteinpflaster
Lokales Teltow-Fläming Luckenwalde Breitscheid-Straße bleibt Kopfsteinpflaster
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06:11 10.08.2019
In der Rudolf-Breitscheid-Straße sollen der Straßenbelag und der begrünte Mittelstreifen über die Bauarbeiten hinaus erhalten bleiben. Quelle: Victoria Barnack
Luckenwalde

Das große Kopfsteinpflaster und der begrünte Mittelstreifen machen die Rudolf-Breitscheid-Straße in Luckenwalde aus. Nun steht fest, dass das auch nach der Sanierung des Abschnittes zwischen der Mauerstraße und der Straße An den Giebeln so bleiben wird.

Die ersten Pläne für das erneuerte 200-Meter-Stück stellte Planer Markus Blümner kürzlich im Ausschuss für Stadtentwicklung, Wirtschaft und Umwelt vor. „Das Korsett ist eng, wir haben wenig Handlungsspielraum“, sagte er.

Holprig ist es in der Rudolf-Breitscheid-Straße. Das Kopfsteinpflaster soll bald wieder ordentlich verlegt werden. Quelle: Victoria Barnack

Grund dafür ist der Denkmalschutz. Die Strukturen auf und am Rande der Straße könnten kaum verändert werden. „Auf der Fahrbahn wird das vorhandene Großsteinpflaster wieder ordentlich eingebaut“, berichtet Blümner.

Zwei Varianten für den Gehweg

Stadt, Planer und Denkmalschutzbehörde hatten zu der Straße bereits mehrere Gespräche. Blümner konnte immerhin zwei Varianten für die künftige Gestaltung des Gehwegs aushandeln.

Der Planer bevorzugt Alternative Eins: Statt des kleinen Mosaikpflasters sollen große Gehwegplatten den Bereich besser strukturieren. Bisher liegt auf dem Teilstück hauptsächlich kleines Mosaikpflaster über die komplette Breite sowohl im Gehbereich als auch unter den Bäumen.

Ein Teil des Gehwegs könnte bald mit großen Gehwegplatten bestückt werden. Quelle: Victoria Barnack

In der zweiten Möglichkeit würde diese Bauweise so beibehalten, wäre allerdings knapp 40.000 Euro teurer. „Grünes oder zumindest halbgrünes Licht gibt es von der Denkmalbehörde für beide Varianten“, erklärte Blümner.

„Nuwab drängelt seit Jahren auf Baumaßnahme“

Dass das Stück Straße ab dem Oberstufenzentrum bis kurz vor die Kreuzung Am Schieferling überhaupt saniert wird, ist der Nuthe Wasser und Abwasser Gmbh (Nuwab) zu verdanken. „Sie drängelt seit Jahren auf die Baumaßnahme, weil es enorme Probleme mit der Entwässerung gibt“, berichtet Luckenwaldes Straßenamtsleiter Jürgen Schmeier.

Die Baumwurzeln sind der Übeltäter. Sie suchen sich seit Jahren ihre Wege – auch durch das Entwässerungsnetz hindurch. Quelle: Victoria Barnack

Missetäter sind die Bäume in der Rudolf-Breitscheid-Straße. „Ihre Wurzeln wachsen immer dort hin, wo das Wasser fließt“, erklärt Markus Blümner. „Das ist ganz natürlich, hat aber zu großen Schäden am Kanalnetz geführt.“ So groß, dass keine Fräsarbeiten oder Teilsanierungen mehr einen Erfolg gebracht hätten.

Deshalb steht schon jetzt fest, dass im Erdreich um die Bäume herum ein Wurzelschutz eingebaut wird. Wenn die Straße für die Bauarbeiten dann drei Meter tief aufgerissen ist, erneuert die Nuwab neben Schmutz- und Regenwasserleitungen auch den Trinkwasserkanal.

Baustart ist für 2020 geplant

Beginnen sollen die Arbeiten bereits im nächsten Jahr, so Planer Blümner. Wenn die Nuwab fertig ist mit den unterirdischen Medien, wird die Rudolf-Breitscheid-Straße ihr Gesicht wohl kaum verändert haben. Nicht nur das alte Pflaster für die Straße wird wieder verwendet. Auch alle Bäume und der grüne Mittelstreifen sollen in der heutigen Form erhalten bleiben.

Auch der erneuerte Gehweg kann für Radfahrer freigegeben werden. Quelle: Victoria Barnack

Eine Änderungen wünschen sich die Stadtverordneten aber doch: eine gute Lösung für Radfahrer. Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide (SPD) kann sie beruhigen. „In diesem Stadtbereich sind es die Menschen gewohnt, mit dem Rad auf dem Gehweg zu fahren“, sagte sie. „Daran sollten wir nichts verändern.“

Der neue Gehweg könnte dann für die Fahrradfahrer freigegeben werden. So ist es schon heute in anderen Teilen der Rudolf-Breitscheid-Straße geregelt.

Von Victoria Barnack

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