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Luckenwalde Sieben-Meter-Kuppel entsteht auf dem Gelände des alten E-Werks
Lokales Teltow-Fläming Luckenwalde Sieben-Meter-Kuppel entsteht auf dem Gelände des alten E-Werks
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10:35 02.08.2019
Tobias und Markus Sieber helfen beim Bau des Geodoms. Quelle: Margrit Hahn
Luckenwalde

 Auf dem Gelände des Luckenwalder E-Werks entsteht derzeit ein sieben Meter hoher Geodom, eine Kuppel aus Holz und Folie – ein Fluxdome.

Die Inhaber des E-Werks, Pablo Wendel und Helen Turner, haben die Vision, das einstige Kohlekraftwerk als nachhaltiges Kunststromkraftwerk zu aktivieren. Außerdem soll sich das E-Werk als Ort für transdisziplinäre Projektarbeit und zeitgenössische Kunst etablieren.

Große Außenfläche

Das Gelände in der Rudolf- Breitscheid-Straße umfasst eine Gesamtfläche von mehr als 10 000 Quadratmetern. Groß genug, um dort eine geodätische Kuppel zu bauen. Diese ist 18 Meter im Durchmesser und soll sieben Meter hoch werden. Bevor mit dem Bau begonnen wurde, musste tonnenweise Erde und der Boden mit Platten und kleinen Steine ausgelegt werden. Dann begann die eigentliche Arbeit. Der Geodom besteht aus 120 Holzdreiecken mit einer Schenkellänge von drei Metern, die mit Gewächshausfolie bespannt werden. Noch in dieser Woche soll das Kuppeldach fertig gestellt sein.

Bisher ist der Geodom fünf Meter hoch. Noch in dieser Woche soll er fertig gestellt werden. Quelle: Margrit Hahn

„Wir freuen uns, dass sich so viele fleißige Helfer dafür gefunden haben“, sagt Assistentin Myrina Andrack. Unter der Leitung von Jann Spielle entstand in den vergangenen Monaten diese Skulptur. Mitgearbeitet haben auch die beiden Brüder, der Tischler Tobias Sieber und Zimmermann Markus Sieber. „Ich bin mit Pablo Wendel zusammen zur Schule gegangen, wir haben schon öfter Installationen und große Projekte zusammen gemacht“, berichtet Tobias Sieber aus Kassel. Allerdings muss man weder handwerklich geschickt sein, noch mit dem Eigentümer befreundet sein, wie Myrina Andrack betont. „Jede helfende Hand ist willkommen. Hier lernt einer vom anderen“ fügt sie hinzu. Momentan sind Helfer aus Spanien, Irland, Australien, Großbritannien und Italien vor Ort, die sich an den verschiedensten Projekten beteiligen.

Diese Holzdreiecke werden mit Gewächshausfolie bespannt und dann eingebaut. Quelle: Margrit Hahn

Die große Skulptur zeichnet sich nach der Fertigstellung durch ihre hohe Stabilität und ihr günstiges Verhältnis von Material zu Volumen aus. Sie bietet vorteilhafte Schallverteilung und Luftzirkulation. Die Kugelform ermöglicht außerdem eine konstante Sonnenbestrahlung während des ganzen Tages und somit eine bessere energetische Nutzung in kühleren Jahreszeiten.

Selbsttragende Kuppel

Jetzt, während des Baus, wird der Geodom noch mit Holzstützen vor Sturm gesichert. Sobald das Dach fertig ist, sind die Stützen überflüssig. Es wird noch überlegt, das Konstrukt winterfest zu machen. „Es handelt sich hier um eine selbsttragende Kuppel. Die könnte man auch an einen anderen Ort aufstellen. Dafür müsste nur die Verankerung im Boden entfernt werden“, erklärt Tobias Sieber.

Geodom für Veranstaltungen

Bis 2020 werden im E-Werk insgesamt vier architektonische Auftragsarbeiten ausgeführt. Eine davon ist der Geodom, der künftig für Veranstaltungen, Konferenz oder Dinner genutzt werden soll. Wasser- und Stromanschluss sind bereits vorhanden.

„Etliche Unternehmen der Region haben uns Material zur Verfügung gestellt“, berichtet Myrina Andrack. Das Holz stammt vom Unternehmen Nordholz in Luckenwalde. „Auch die Steine sind hier aus der Gegend, wobei wir darauf achten, nicht nur neue, sondern auch gebrauchte Materialien zu verwenden“, fügt sie hinzu.

Startschuss am 14. September

Am 14. September soll das E-Werk, das 1913 errichtet wurde, wieder ans Netz gehen. Dann werden alle Türen geöffnet und auch das angrenzende Stadtbad wird mit einbezogen. Es gibt Ausstellungen, Lichtinstallationen und jede Menge Musik. Nach wie vor werden Sponsoren gesucht, um alle Vorhaben verwirklichen zu können.

Von Margrit Hahn

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