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Luckenwalde Debatte um Auswahl der Turmfest-Künstler
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16:47 07.01.2020
Wer beim Turmfest auftritt, entscheidet die Stadt. Quelle: Frank Neßler
Luckenwalde

Die Vorbereitungen fürs Luckenwalder Turmfest 2020 sind bereits im Gange, denn das städtische Kulturamt wurde noch im Dezember von den Stadtverordneten ermächtigt, Verträge bis zu 183.000 Euro abzuschließen. Damit hat die Verwaltung weitgehend freie Hand.

Doch ginge es nach der Fraktion LÖS/Grüne, so hätten die Stadtverordneten entgegen bisheriger Praxis bei der Buchung von Künstlern ein Wörtchen mitzureden. In einem Antrag forderte Fraktionsvorsitzende Anja Jürgen, dass die Auswahl der Künstler mit den Stadtverordneten abgestimmt wird. Zudem sollten sie erfahren, warum bestimmten Künstlern der Auftritt untersagt oder gewährt wird. „Die Besucherzahl ist zurückgegangen und in den letzten Jahren sind immer weniger prominente Künstler aufgetreten“, sagte Anja Jürgen, „das hat die Attraktivität des Turmfestes geschwächt.“ Es müsse ein ausgewogenes Turmfestprogramm für alle Altersgruppen geboten werden.

60 Prozent der Künstler aus der Region

Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide (SPD) hielt dagegen: „60 Prozent der Künstler kommen aus der Region“, sagte sie. Liedtexte lasse man sich vorher nicht vorlegen, aber man beachte Belange des Verfassungsschutzes. „Wir bemühen uns um eine Bandbreite an unterschiedlichen Genres, aber einen Konsens von 28 Stadtverordneten-Geschmäckern werden wir wohl nicht finden.“

Skepsis bei den Stadtverordneten-Kollegen

Auch bei den Stadtverordneten stieß Anja Jürgens Ansinnen auf Skepsis und Ablehnung. „Der Antrag suggeriert, dass es in der Verwaltung zu Unregelmäßigkeiten und Mängeln gekommen ist. Das stimmt nicht“, sagte Peter Gruschka (SPD). „Jedem Bürger kann man nicht das optimale Programm bieten“, so Erik Scheidler (Linke). Auch Harald-Albert Swik (SPD) will am bisherigen Verfahren festhalten. „Wir geben uns einer Illusion hin, dass wir als Stadtverordnete ein besseres Programm auf die Beine stellen als die Verwaltung“, sagte er.

Das Luckenwalder Turmfest 2019. Quelle: Margrit Hahn

Dem stimmte Carsten Nehues (CDU) zu: „Wir sollten nicht die Arbeit der Verwaltung machen.“ Zudem hänge die Besucherresonanz nicht nur von den Künstlern, sondern auch vom Zeitpunkt ab. „Am langen Wochenende waren viele verreist“, so Nehues. Er regte jedoch an, bei der Evaluierung im Fachausschuss Wünsche der Bürger abzufragen und einzubeziehen. Anja Jürgen zog daraufhin ihren Antrag zurück.

Von Elinor Wenke

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