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Luckenwalde Rita Totzke geht in den Ruhestand
Lokales Teltow-Fläming Luckenwalde Rita Totzke geht in den Ruhestand
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11:12 14.12.2019
Es wird angestoßen auf Abschied und Neuanfang. Quelle: Margrit Hahn
Luckenwalde

Rita Totzke geht in den Ruhestand. Sie hat in den fast 30 Jahren, die sie als Verbraucherberaterin tätig war, einiges erlebt. Vielen, die übers Ohr gehauen oder abgezockt wurden, konnte sie aus der Klemme helfen. Aber es gab auch beratungsresistente Mitbürger. So hatte ein älterer Herr immer noch an sein Gewinnversprechen geglaubt, nachdem er schon kräftig gezahlt und ihm die Verbraucherberaterin erklärt hatte, dass er sein Geld nicht mehr wiedersehen würde.

Teures Telefonat

Auch an einen unappetitlichen Fall erinnert sie sich. Ein Mann hatte die 0900-Nummer für die Beratung der Verbraucherzentrale gewählt. Er berichtete, dass er eine Büchse Bohnensuppe gekauft und diese zur Hälfte aufgegessen habe. Erst dann sah er, dass die andere Hälfte der Büchse voller Maden war. Rita Totzke riet ihm, mit dem Kassenzettel und der restlichen Bohnensuppe ins Geschäft zu gehen, um sich das Geld zurückgeben zu lassen. Schmunzeln musste sie schon, denn letztendlich war der Anruf teurer als die ganze Suppe.

Hohe Dunkelziffer

Sie weiß auch, dass es Ratsuchenden in manchen Fällen peinlich ist, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Wenn es beispielsweise um die Rechnung einer Sexhotline geht und Mahnungen von tschechischen Inkassobüros ins Haus flattern, trauen sich viele nicht, die Beratungsstelle aufzusuchen. Deshalb rechnet sie mit einer hohen Dunkelziffer.

Breitere Palette

Luckenwaldes Bürgermeisterin Elisabeth Herzog- von der Heide (SPD) verwies darauf, dass sich im Laufe der Jahre die Arbeit und die Form der Beratung in den Verbraucherzentralen geändert hat. Waren es anfangs Rheumadecken, die einem bei Butterfahrten angedreht wurden, kamen später unseriöse Handyverträge oder Schlüsseldienste hinzu. Die Liste wurde immer länger. „Sie haben immer versucht, die Leute vom Haken zu holen, wenn sie schon dran hingen“, lobte sie die Arbeit von Rita Totzke.

Abschied mit lachendem und weinenden Auge

Landrätin Kornelia Wehlan (Linke) war am Freitag bei der Verabschiedung nicht dabei, hatte Vize-Landrätin Kirsten Gurske aber ein Schreiben mitgegeben, indem sie sich für das engagierte Wirken bei Rita Totzke bedankt. Den Worten von Friedrich Schiller „Der Abschied von einer langen und wichtigen Arbeit ist immer mehr traurig als erfreulich“, fügte Wehlan hinzu, dass sich bei Rita Totzke neben der Freude und dem wohlverdienten Ruhestand gewiss auch ein klein wenig Trauer mischen werde. „Immerhin waren Sie seit fast drei Jahrzehnten Gesicht, Herz und Hirn der Verbraucherzentrale in Luckenwalde“, so Wehlan.

Lebensnahe Hilfe

Für Sylvia Schönke, Leiterin des Regionalzentrums West war Rita Totzke immer eine Instanz in der Stadt, die lebensnahe Hilfe geboten hat. Und das nicht nur in Luckenwalde, sondern auch am Beratungsstützpunkt in Lübben sowie bei der telefonischen Rechtsberatung.

Rita Totzke (l.) überreicht den Staffelstab an Dunja Neukamp. Quelle: Margrit Hahn

Rita Totzke hat ihre Arbeit immer sehr gern gemacht. Vor allem der direkte Kontakt zu den Menschen hat ihr gefallen. Jetzt will die Mutter von zwei Töchtern und Oma von vier Enkeln erst einmal die Ruhe genießen.. Sie wird sich weiterhin sportlich betätigen. „Ich bin froh, erstmal keine Verpflichtungen zu haben. Ob ich mich später für ein Ehrenamt entscheide, steht noch nicht fest“, sagt die 64-Jährige.

Ab 13. Januar geht es weiter

Fest steht, dass die Beratungsstelle am Markt 12 a den Verbrauchern nicht mehr zur Verfügung steht. Dort wird im kommenden Jahr ein Teil des Rathauses untergebracht, das saniert werden soll. Ab 13. Januar wird Dunja Neukamp die Verbraucherberatung in der Luckenwalder Kreisverwaltung Am Nuthefließ übernehmen. Die 49-jährige ist Juristin bei der Verbraucherzentrale und wird künftig Fragen zum Allgemeinen Verbraucherrecht beantworten. Zweimal im Monat wird Christian Stock vor Ort sein, um die kostenlose Energieberatung fortzusetzen.

Von Margrit Hahn

„Wir wollen den Jugendlichen zeigen: Ein Game mag cool sein, aber das echte Leben ist mindestens genauso cool“, sagt Sabine Decker. Im Landkreis Teltow-Fläming ist sie für die Gesundheitsförderung zuständig und hat nun mehr als 100 Schüler eingeladen.

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