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Luckenwalde Hochschul-Präsenzstelle zum Anfassen
Lokales Teltow-Fläming Luckenwalde Hochschul-Präsenzstelle zum Anfassen
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01:15 16.06.2019
Beim Tag der offenen Tür in der Präsenzstelle der TH Wildau wurden erste Kontakte geknüpft. Quelle: Elinor Wenke (2)
Luckenwalde

Noch wirkt die 800-Quadratmeter-Halle im Luckenwalder Gewerbehof ziemlich groß und leer, doch bald soll sie neu belebt werden. Die neue gemeinsame Präsenzstelle der TH Wildau und der FH Potsdam – ein gefördertes Projekt – hat dort ihren Sitz und lädt derzeit zu Tagen der offenen Tür ein. Die ehemalige Produktionshalle soll genutzt werden, um Kooperationen von Hochschule, Unternehmen, Bildungseinrichtungen, Vereinen und Bürgern zu initiieren. Der Umbau und die Ausstattung sollen möglichst den Bedürfnissen der Nutzer angepasst werden.

Tag der offenen Tür in der Präsenzstelle in Luckenwalde. Quelle: Elinor Wenke

Bislang sind ein Showroom, ein Makerspace, ein Co-Working, eine Kletterwand und ein Café geplant. Wie genau die Halle künftig aussehen wird, hängt von den Ideen und Projektwünschen ab. Und so war der Tag der offenen Tür am Donnerstag vor allem ein Herantasten und Kontaktaufnahme mit den Vertretern der Hochschulen.

Die 800 Quadratmeter große Halle im Gewerbehof. Quelle: Elinor Wenke

Für den Vormittag waren Schulen eingeladen. „Ich wäre gern mit meinen Schülern gekommen, aber das passte von der Zeit her überhaupt nicht“, sagte Sabine Bölter, die an der Luckenwalder Oberschule WAT unterrichtet. „Ich interessiere mich für Technik, die noch nicht am Markt ist“, sagte sie und empfahl: „Eigentlich müssen hier auch die Grundschulen her, denn Begeisterung für Technik fängt früher an.“

Fachsimpelei am Modell der Halle. Quelle: Elinor Wenke

Kathrin Feuerhak vom Friedrich-Gymnasium wünscht sich wechselnde Ausstellungen. „Wir können mit den Schülern nicht mal schnell zur Hochschule fahren, deshalb wäre der Kontakt hier vor Ort optimal“, sagte sie.

„Ein Stück Hochschule nach Luckenwalde gebracht“

Am Nachmittag kamen Unternehmen zu einer Stippvisite, zum Beispiel die Firma Grießbach aus dem Biotechnologiepark. Von 2012 bis 2017 hatte der Betrieb die Gewerbehof-Halle als Zwischendomizil genutzt, um die Fläche am Biopark zu erweitern. „Wir wollten natürlich mal schauen, wie jetzt die Halle aussieht“, sagte Heiko Gleißert, Abteilungsleiter Entwicklung. Aber er kann sich auch vorstellen, Studenten für künftige Aufgaben einzubeziehen.

Tag der offenen Tür in der Präsenzstelle. Quelle: Elinor Wenke

Geschäftsführer Jörg Zimmermann hofft zudem, Hochschulabsolventen als Nachwuchskräfte für den Betrieb zu gewinnen. Die Firma stellt Bedien- und Eingabesysteme sowie Steuertechnik für Industriemaschinen her. Zimmermann zeigt sich vorsichtig optimistisch. „Das hier ist heute noch wenig greifbar und mit zu vielen unbekannten Begriffen besetzt“, sagte er.

Markus Kinzel vom Unternehmen Schaeffler zeigte sich begeistert. „Sich mit der Forschung zu vernetzen, kann nur gut sein“, erklärte er und kann sich vorstellen, zum Beispiel den Co-Working-Bereich für eine kreative Phase zu nutzen.

Das Modell der künftigen Präsenzstelle. Quelle: Elinor Wenke

Ina Jahnel-Werner war in Doppel-Funktion gekommen – als Mitglied der Wirtschaftsjunioren Teltow-Fläming und als Geschäftsführerin der Luckenwalder Werbefactory. Sie warb vor allem für eine praxisnahe Bildung.

Bürger sind am Freitag eingeladen

Birgit Demgensky vom städtischen Wirtschaftsförderungsamt, das das Projekt mit ins Rollen gebracht hat, zeigte sich zufrieden mit der Resonanz. „Wir haben ein Stück Hochschule nach Luckenwalde geholt“, sagte sie. Am Freitag sind interessierte Bürger von 10 bis 17 Uhr im Gewerbehof willkommen.

Von Elinor Wenke

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