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Luckenwalde Wohnbaugenossenschaft lässt Bäder altersgerecht umbauen
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09:27 07.01.2020
Hannelore Eitner hat seit dem Umbau viel mehr Platz in ihrem Bad. Quelle: Margrit Hahn
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Luckenwalde

Hannelore Eitner fühlt sich in ihrer Wohnung in der Arndtstraße in Luckenwalde sehr wohl. Vor sechs Jahren war sie mit ihrem Mann in die Erdgeschosswohnung der Wohnbaugenossenschaft Luckenwalde eingezogen. Als ihr Mann krank wurde, stellte sie den Antrag, die Badewanne gegen eine Dusche zu ersetzen. „Wir haben den Umbau im Sommer vornehmen lassen und sind währenddessen in den Garten gezogen“, berichtet die 73-Jährige. Die Badewanne hatte ihr nie gefallen. „Duschen geht viel schneller, ist hygienischer und man verbraucht weniger Wasser“, sagt Hannelore Eitner, deren Mann inzwischen verstorben ist. Die neue große Dusche ist ebenerdig und die Glasfronten lassen sich mühelos zusammenschieben, sodass im Badezimmer viel mehr Platz ist. Hannelore Eitner ist froh, dass durch den Umbau die Miete nicht erhöht wurde. Sie lobt das Unternehmen Buchholz aus Luckenwalde, das zügig und sauber gearbeitet hat.

Vorhandenen Bestand nutzen

„Unsere Mitglieder werden immer älter und der Bedarf an möglichst altersgerechten Wohnungen steigt von Jahr zu Jahr“, sagt Ramon Wittich, technischer Vorstand. Die meisten wollen auch im Alter in ihren Wohnungen bleiben. Ein Umzug in eine bereits umgebaute oder neue Wohnungen wird von den meisten abgelehnt. Die gewachsenen sozialen Beziehungen, die gewohnte Nachbarschaft, die Infrastruktur und die gesammelten Erinnerungen in dem bisherigen Umfeld bedeuten den Mietern sehr viel. „Der Gedanke, sich davon lösen zu müssen, schmerzt. Wir haben daher andere Lösungen gefunden“, so Wittich. Der vorhandene Bestand wird genutzt und so umgebaut, dass ältere Menschen ihren Alltag allein meistern können. Störende Türschwellen verschwinden und Bäder werden umgebaut.

Angehörige unterstützen

In den vergangenen sechs Jahren wurden verschiedene Möglichkeiten für den altersgerechten Badumbau erarbeitet und zahlreiche Bäder umgebaut. „Wird eine Anfrage an uns gestellt, ist als erstes ein intensives Gespräch erforderlich, um zu erfahren, in wie weit ein Umbau erforderlich und vor allem in welchem Ausmaß er notwendig ist“, erklärt Wittich. Bei den Anfragen handelt es sich oft um Bewohner, die bereits einen Pflegegrad haben. In solchen Fällen beteiligen sich in der Regel die Pflegekassen an den Kosten. „Hier sind oftmals die Angehörigen mit vor Ort und übernehmen die entsprechenden Wege zu den Pflegekassen“, weiß Wittich aus Erfahrung.

Die Glasteile können zusammengeschoben werden, sodass der Gang bis zum Fenster frei ist. Quelle: Margrit Hahn

Vor jedem Umbau wird eine Skizze gefertigt und Angebote der Handwerker eingeholt. Mit diesen Angeboten können die pflegebedürftigen Mitglieder dann den Zuschuss bei ihrer Pflegekasse für „Maßnahmen zur Verbesserung des individuellen Wohnumfeldes" beantragen. Sobald die Zustimmung der Pflegekasse vorliegt, werden Termine mit den Handwerkern und den Mietern abgestimmt.

Großer Duschbereich entsteht

Der Umbau dauert in der Regel vier Wochen, da das Bad meist komplett entkernt werden muss, um die notwendigen Feuchtigkeitssperren in Wänden und Fußboden einzubringen. Danach können die Mieter neben einer erhöhten wandhängenden Toilette auch einen großen ebenerdigen Duschbereich nutzen. „Mit diesem Konzept gelingt der Spagat zwischen einerseits viel Raum in einem kleinen Bad und andererseits einem großen Duschbereich, der auch genug Platz für eine Pflegekraft bietet“, sagt Ramon Wittich. In besonders schwierigen Fällen wird während der Umbauphase auf Wunsch eine Gästewohnung als Ausweichquartier angeboten.

Keine Zuzahlung leisten

„Das Entscheidende in unserer Genossenschaft ist, dass in solchen Fällen, in denen die Pflegekasse nur einen Teil der Kosten trägt, unsere Mitglieder keine weitere Zuzahlung leisten müssen. Hier treten, und das ist der Vorteil unserer Genossenschaft, die Genossenschaftler als Solidargemeinschaft auf und unterstützen diejenigen, die Hilfe am nötigsten brauchen. Unsere Genossenschaft ist ein gelungenes Beispiel für Solidarität, Verantwortungsbereitschaft und Unabhängigkeit“, fügt Wittich hinzu.

Von Margrit Hahn

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