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Luckenwalde Zeugnisse an Schüler von Pflegeberufen überreicht
Lokales Teltow-Fläming Luckenwalde Zeugnisse an Schüler von Pflegeberufen überreicht
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19:44 30.09.2019
Zeugnisübergabe für die Schüler der Schule für Gesundheitsberufe Luckenwalde. Quelle: Margrit Hahn
Luckenwalde

Es gab Freuden- und Abschiedstränen. 40 Schüler der Schule für Gesundheitsberufe Luckenwalde erhielten am Montagnachmittag im Kreishaus feierlich ihre Zeugnisse. Bei der Gelegenheit wurde außerdem Schulleiterin Gabriele Peisker verabschiedet. Die 63-Jährige geht im Januar in den Ruhestand. 30 Jahre lang leitete sie die Geschicke der Schule. Seit deren Bestehen im Jahr 1991 hat sie an mehr als 1000 Schülern Zeugnisse übergeben – am Montag zum letzten Mal. Zum Abschied schenkten ihr die Schüler als Spaß einen Rollator. „Ab 1. Januar 2020 werde ich üben, wie man damit fährt“, versprach Gabriele Peisker.

Den Staffelstab überreichte sie an Veronika Zimmermann. Die 40-Jährige Diplom-Medizinpädagogin erhielt einst ihr Abschlusszeugnis als Krankenschwester von Gabriele Peisker. Künftig wird sie alle wichtigen Entscheidungen an der Schule treffen.

Gabriele Peisker (l.) überreicht den Staffelstab an Veronika Zimmermann. Quelle: Margrit Hahn

„Ich wünsche ihr viel Stärke, es wird ein schwerer Weg. Ich weiß nicht, ob ich ihr gratulieren oder sie eher bedauern soll“, sagte Peisker. Gabriele Peisker noch zwei Monate tätig sein, bevor sie dann die Schule verlässt. Es gab für ihre Stelle als Schulleiterin zwei Bewerbungen. Gabriele Peisker hatte Mitsprachrecht, wer ihre Nachfolgerin wird. Ihre Wahl war auf Veronika Zimmermann gefallen, die seit Jahren an der Schule für Gesundheitsberufe unterrichtet.

Unsicherheit auch an der Schule

Wie Gabriele Peisker betonte, waren die vergangenen Jahre durch den Trägerwechsel im Luckenwalder Krankenhaus nicht leicht. Die Unsicherheit, wie es weitergeht, habe auch vor der Schule nicht halt gemacht. Trotzdem war es Gabriele Peisker gelungen, ihren Schützlingen eine qualitativ hochwertige Ausbildung zu ermöglichen. „Wenn wir jetzt wieder 71 Auszubildende an unserer Schule begrüßen können, ist das sicherlich auch Gabriele Peisker zu verdanken“, sagte Veronika Zimmermann.

Lehrer und Schüler ließen in Worten und Bildern die vergangenen Jahren noch einmal Revue passieren. Die Schüler baten um Verständnis, falls Lehrer durch sie das eine oder andere graue Haar dazubekommen haben sollten.

Schüler der Schule für Gesundheitsberufe bekommen ihre „Giftblätter“

Kirsten Gurske, Vizelandrätin und Sozial- und Gesundheitsdezernentin des Landkreises Teltow-Fläming, sagte: „Ich habe große Hochachtung vor den Berufen, die Sie gewählt haben. Ob in der Altenpflege oder in der Gesundheits- und Krankenpflege, es handelt sich um äußerst anspruchsvolle Tätigkeiten.“ Sie verwies darauf, dass diese Tätigkeit den jungen Leuten im Laufe ihres Berufslebens viel Erfüllung bringen, sie aber oft auch sehr fordern werde.

Körperlicher Einsatz erforderlich

„Ich weiß um Schicht- und Wochenendarbeit, körperlichen Einsatz, psychische Belastung, Zeitnot oder personelle Unterbesetzung, mit denen gerade Ihre Branchen zu tun haben“, fügte Gurske hinzu. Es seien vor allem Menschen mit Begeisterungsfähigkeit und Idealismus, die sich für Berufe im Gesundheitswesen und in der Pflege entschieden. In diesen Berufen zählten Herz und Verstand ebenso wie Faktenwissen und soziale Kompetenz.

Kirsten Gurske verwies darauf, dass Berufe gewählt wurden, die auch für die Region, für die Lebensqualität vor Ort große Bedeutung haben. Schließlich mache der demografische Wandel auch um den Landkreis Teltow-Fläming keinen Bogen. Schon jetzt gibt es hier rund 38.000 Menschen, die älter als 65 Jahre sind. Die Zahl der unter 15-Jährigen wird bis 2030 um ein Drittel, die Zahl der Personen im berufsfähigen Alter um ein Viertel sinken. Bis 2030 nimmt die Zahl der Senioren um mehr als die Hälfte zu. So liege es auf der Hand, dass die Alterung der Gesellschaft einen höheren Bedarf im Gesundheits- und Pflegewesen mit sich bringe.

So sehr sich Gabriele Peisker über die 40 Auszubildenden freut, so ist es ihrer Ansicht nach nur ein Tropfen auf den heißen Stein, wenn man den derzeitigen Pflegenotstand insgesamt betrachtet.

Von Margrit Hahn

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